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Berlinale-Blog: Krieg und andere Naturgewalten

APNächstes Berlinale-Highlight: Angelina Jolie stellt ihr Regiedebüt vor. "In the Land of Blood and Honey" ist ein Kriegsmelodram, das von Liebe - aber mehr noch von ihrem Scheitern - in finsteren Zeiten erzählt. Und das mit starken Bildern, starken Farben und einfachen Formeln.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,814731,00.html
  1. #1

    seltsam

    2000 habe ich als Wehrpflichtiger diese Geschichte gelesen und wegen dieser Geschichte meinen Wehrdienst nach 3 Monaten verweigert. Jolie hat diesen Roman wenn überhaupt gelesen aber mit Sicherheit nicht dieses Drehbuch selbst verfasst. Die Geschichte aus der Sicht einer Frau zu erzählen war nicht Jolies Idee, sondern diese Geschichte dafür zu verwenden intellektuell zu wirken oder vielleicht doch etwas ganz anderes? Lesen sie eher das Buch, es ist bewegend.

    DER SPIEGEL*39/1999 - Die Frau ohne Körper

    Slavenka Drakulic: "Als gäbe es mich nicht".
    Aus dem Kroatischen von Astrid Philippsen.
    Aufbau-Verlag, Berlin; 208 Seiten
    ISBN 3-351-02876-8
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nächstes Berlinale-Highlight: Angelina Jolie stellt ihr Regiedebüt vor. "In the Land of Blood and Honey" ist ein Kriegsmelodram, das von Liebe - aber mehr noch von ihrem Scheitern - in finsteren Zeiten erzählt. Und das mit starken Bildern, starken Farben und einfachen Formeln.

    Jolie-Film auf der Berlinale: Krieg und andere Naturgewalten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    auch wenn das Glamour-Paar Brangelina nicht meine absolute Sympathie besitzt: man sollte ihr und ihrem Film eine Chance geben.
  3. #3

    die Bedeutung Angelina Jolies als Aufmerksamkeitsmagnet...

    ... wird in diesem Artikel sehr gut verdeutlicht. Sehr gut gefällt mir der Kommentar, dass dieser Film ansonsten wohl nicht viel Beachtung gefunden hätte.
    Aufgrund des Themas dieses Films hat sich meine Bewunderung für Frau Jolies Engagement wieder einmal bestätigt, denn sie nutzt ihre Bekanntheit und ihren Glamourfaktor aus, um auf höchst unbequeme Menschheitskapitel hinzuweisen. Natürlich tut sie das auf ihre Weise (laut Spiegel der Balkankrieg als Krieg von Männern gegen Frauen), aber sie ist damit ja immerhin nicht die erste. Wohl aber vielleicht die erste, die angemessen Aufmerksamkeit erhält.

    Bestes Beispiel vom Ende letzten Jahres: Raches Weisz in "The Whistleblower": gleicher Krieg, gleiches Thema (diesmal mit Einbezug von UN-Kräften in die Kriegspartei "Männer"), meiner Meinung nach hervorragendes Drehbuch, ein extrem sehenswerter Film. Aber ganz genauso ein höcht unangenehmer Film, bei dem ich selbst nicht in allen Szenen zuschauen konnte.
    Dass so ein Film nicht gerade die Massen in die Kinos zieht, ist leicht zu verstehen, aber auch die Medien waren eher schweigsam über "The Whistleblower", der aber immerhin schon mehr Beachtung bekam als "Trade" von 2007, der ausser Kevin Kline gänzlich unbekannt besetzt war. "The secret life of words" - auch Thema Balkankriese und Geschlechterverhältnis - hatte es augrund von Verzicht visueller Effekte einfacher, und immerhin Tim Robbins als Medienzugpferd.

    Für alle diese Filme ist es sehr schwer, die Werbetrommel zu rühren. Ich sah zufällig Rachel Weisz, wie sie bei Ellen DeGeneres "The Wistleblower" vorstellte, eine wahrlich nicht einfache Aufgabe für eine Schauspielerin mit so viel Talent, die sich aber nicht das Interesse der Filmemacher und Zuschauer vermiesen will durch das Auftreten in unangenehmen Filmen.

    Daher: ein grosses Dank an Frau Jolie, ihre Bekanntheit für politisch-soziale Projekte zu nutzen, aber lasst uns ihre Arbeit auch dafür nutzen, auf andere erstklassige Werke zu schauen!
  4. #4

    Eine ganz einfache Frage stellt sich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nächstes Berlinale-Highlight: Angelina Jolie stellt ihr Regiedebüt vor. "In the Land of Blood and Honey" ist ein Kriegsmelodram, das von Liebe - aber mehr noch von ihrem Scheitern - in finsteren Zeiten erzählt. Und das mit starken Bildern, starken Farben und einfachen Formeln.

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    zu diesem Thema. Warum hat Angelina Jolie ihr Regiedebüt in Europa gestartet und nicht im Irak? Man darf sich dabei denken was man will, die USA haben im Irak Krieg geführt und die Europäer in Bosnien.
  5. #5

    Zivilisierter Sprachgebrauch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...seit den Auseinandersetzungen mit den osmanischen Horden und dem Schlachten auf dem Amselfeld, also seit dem 14. Jahrhundert...
    Berlinale-Blog: Krieg und andere Naturgewalten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Wieso "osmanische Horden"? Was soll dieser herabsetzende Sprachgebrauch?
    Wer waren die "Horden"? Etwa die durchorganisierten osmanischen Truppen?
    Da ist wohl was vom alten deutschen Trauma (Hunnen, Ungarn, Mongolen) durchgerutscht.


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