Das "nasskalte Berliner Februar-Wetter" verdankt die Berlinale - die steinalten Zeitgenossen werden sich erinnern - dem unsäglichen Wolf Donner. Der schrieb nicht nur Kritiken über Filme , die er nachweislich garnicht gesehen hatte, sondern verlegte auch, als er mal Berlinale-Direktor war (in der der Steinzeit, wie gesagt), selbige von ihrem Nach-Cannes-Termin in den Februar, in typischer Berliner Selbstüberschätzung und in der Hoffnung, dann vor Cannes die tollen Filme zu kriegen. Das ging, wie bekannt, ganz toll in die Hose. Und seither laufen die Besucher und Journalisten spätestens am dritten Tag mit laufender Nase rum. Berlin muß sich einfach damit abfinden, dass es nach Cannes, Toronto und Venedig an vierter Stelle steht. Denn wie schon Tucholsky wußte: Der Horizont des Berliners ist längst nicht so groß wie seine Stadt.
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