DPAWasser ist in Berlin zu teuer - jetzt greift das Kartellamt durch. Die Wettbewerbshüter zwingen die halbstaatlichen Wasserbetriebe, ihre Preise um ein Sechstel zu senken. Die Verbraucher in der Hauptstadt könnten Hunderte Euro sparen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...837084,00.html
Zitat: "An unserer grundsätzlichen Auffassung, dass das Bundeskartellrecht hier nicht anwendbar ist, ändert sich nichts", sagte Wasserbetriebe-Sprecher Stephan Natz. "Wir werden den Weg der rechtlichen Klärung gehen." Die Entscheidung läge dann beim zuständigen Oberlandesgericht Düsseldorf."
Ich dachte die Halbstaatlichen Firmen arbeiten für das Volk. Nicht gegen das Volk? Es ist erstaunlich, dass selbst die Wasserversorger den Preis so hoch wie nur möglich halten wollen. Evtl. mag ja sein, dass Sie nicht vom Kartelamt kontrolliert werden dürfen, weil das rechtliche Rahmen anders aufgestellt ist. Trotzdem ist das ein Armutszeugnis. Wollen wir wetten, dass bald Wasserpreis am Ölpreis gekoppelt wird
Die Summe der Kommunalen Einnahmen muss ja wohl (mindestens) konstant bleiben. Das heißt was am Wasserpreis gespart wird, darf an anderer Stelle mehr bezahlt werden.
Staatliche Unternehmen unterliegen nicht dem Kartellrecht? Und da gibt's noch Leute, die gegen Privatisierung sind.
Joah. Gabs in Darmstadt auch schon in ähnlicher Form. Dann wird der Grundpreis gesenkt, dafür tauchen auf einmal nochmal 4-5 zusätzliche Gebühren auf und die Kasse stimmt wieder. "Hunderte Euro" Ersparnis, "radikale Preissenkung" -> abhaken!
Der nächste große Wurf ist längst in der Pipeline: die europaweite Vollprivatisierung der Wasserversorgung. Freut Euch auf Pseudowettbewerb wie beim Strom (600 Anbieter, 10.000 Tarife und die Preise steigen auf wundersame Weise jährlich um 20 Prozent). Nur, dass dann überhaupt niemand mehr in die Infrastruktur investiert.
Ist doch wieder mal herrlich. Kein Abzockender und seine Marktmacht missbrauichender Konzern kommt jemals mit der Frechheit und Dreistigkeit einer vor der Pleite stehenden Kommune oder Stadt mit.
Da wird das dumme Vieh gemolken bis der Arzt kommt.
Und ich Wette man könnte in Deutschland an der Wasserpreisen genau ermitteln welcher Kommune es gut geht (günstige Preise) und welche Pleite ist.
Was sagt die FDP dazu?
Kommunismus?
Reicht schon, dass im Berliner Umland die Wasserbetriebe abkassieren für hauseigene Brunnen. Keine Leistung, außer ner Wasseruhr und das Wasser darf auch nur im Garten verwendet werden. Die Kosten für das Wasser sind die gleichen wie aus der Leitung, nur, dass die Abwasserkosten entfallen. Wenn die Gebühren aber die gleichen sind, der Betrieb selber aber keine infrastrukturellen Kosten zu tragen hat, stellt sich doch die Frage nach der goldenen Nase.
Hauseigene Kläranlagen wurden verboten, obwohl sie nachweislich sogar effektiver waren als die Großanlagen, per Zwangsstilllegung wurde das durchgesetzt.
Monopolisten spenden aber wohl eher für neoliberale Politik, weil sie es sich leisten können.
Wer glaubt nur die Energie- und Pharmaindustrie wäre in mafiösen Strukturen organisiert, fehlt.
Eine sehr gute Freundin hat früher bei Eurawasser gearbeitet, einem der größten Wasserversorger Deutschlands, die die Konzessionen der kommunalen Anbieter aufkaufen. Ihr Kommentar dazu "Wenn ich erzählen würde, was ich wüsste, würde ich nicht mehr leben."
Sie hat umstudiert, weil sie dafür nicht mehr arbeiten wollte.
wurde der Betrieb ja auch kürzlich erst verstaatlicht.
Der Unternhemenswert war vor dieser Entscheidung natürlich wesentlich höher und dementsprechend viel musste dafür bezahlt werden. Glaube ist nur ein paar Monate her. Hätte man heute gekauft wäre der kaufpreis sicher um ein 5-tel niedriger gewesen. Aber bei Verstaatlichungen zahlt ja - richtig - der Bürger.
Meines erachten vorsätzliche Veruntreuung von Steuergeldern und sollte bestraft werden.