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Berlin: Defektes Stellwerk behindert Zugverkehr

Stromausfall in Berlin: Ein defektes Stellwerk stört den Bahnverkehr rund um die Hauptstadt. Zahlreiche Behinderungen und Verspätungen sind die Folge. Die Reparatur dauert an - das Problem ist noch nicht behoben.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-860821.html
  1. #1

    Es gebe keine Hinweise auf einen Sabotageakt

    Ist auch nicht mehr nötig. Die Bahn plant so wenig redundant, das Sabotage nicht mehr nötig ist :-))
    .
    Grinsegruesse
    Sikasuu
    .
    Ps. Früher war back-bone oder Notstrom(Frei nach L...... )
  2. #2

    auswirkungen bis münchen und ulm

    Mein Zug sollte von Berlin nach Augsburg fahren, wo ich Richtung Ulm umsteigen wollte. Gleis 1, wo der ICE 1711 starten sollte, war allerdings aufgrund der Störung durch einen Regionalzug blockiert. Der ICE fuhr dann mit über 40 Minuten Verspätung auf Gleis 6 ein, allerdings nicht wie vorgesehen von Norden, sondern von Süden. Nach Abfahrt war die Auskunft zunächst, man könne die Verspätung bis Augsburg wieder aufholen. Stattdessen wuchs sie bis kurz vor Nürnberg auf über 70 Minuten an. Die Fahrleitung entschied daher, den Zug über Ingolstadt nach München umzuleiten und die Halts Augsburg und Pasing zu streichen. Nach einigem Hin und Her hieß es, Reisende nach Ulm und zum Bodensee sollten bis München im Zug bleiben und dort umsteigen. Der neu bereit gestellte ICE ab München startete mit etwas über 5 Minuten Verspätung. In Ulm angekommen, hieß es dann, auf den Anschlusszug Richtung Bodensee zu warten, der mit einer halben Stunde Verspätung von Stuttgart her eintrödelte. Am Ende kam ich 160 Minuten später als vorgesehen an. Zufällig entspricht das genau der in Ulm angezeigten Verspätung des ICE 691, der von Berlin (ab 13:34) über Stuttgart nach München fahren sollte...
  3. #3

    Die Bahn

    ist in der Führungsebene nur noch mit unfähigen Technokraten die eigentlich nur pedantische Buchhalter sind, besetzt. Fahrpreise erhöhen ist das Einzige was glatt über die Bühne geht. Nichtmal das Lieblingskind ICE läuft einwandfrei. Ganz zu schweigen von Regional- und Nahverkehr. Bei dem Verkehrsminister der wohl besser auf der Alm geblieben wäre kein Wunder. Wie der Herr so das Gescherr!
  4. #4

    Halt nur Beamtlis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stromausfall in Berlin: Ein defektes Stellwerk stört den Bahnverkehr rund um die Hauptstadt. Zahlreiche Behinderungen und Verspätungen sind die Folge. Die Reparatur dauert an
    Es sind halt de facto immer noch Beamte: Unqualifiziert, unkündbar, Unhöflich und überbezahlt.
  5. #5

    Re: Halt nur Beamtlis

    Lieber quadraginti, das ist nun wirklich Quatsch. Die Bahn ist formell privatisiert, und genau das ist das Problem. Es geht nicht um Beamtentum, sondern um Gewinnmaximierung, und das Problem sind nicht die Leute vor Ort, sondern der Vorstand, der Monopolgewinne auf Kosten der Bahnkunden realisiert. Als die Bahn noch ein von Beamten geführter Staatsbetrieb war, wurden noch Reserven vorgehalten, die Flexibilität war höher als heute - doch so etwas kostet ja Geld.
  6. #6

    Zitat von mecker-rv Beitrag anzeigen
    Lieber quadraginti, das ist nun wirklich Quatsch. Die Bahn ist formell privatisiert, und genau das ist das Problem. Es geht nicht um Beamtentum, sondern um Gewinnmaximierung, und das Problem sind nicht die Leute vor Ort, sondern der Vorstand, der Monopolgewinne auf Kosten der Bahnkunden realisiert. Als die Bahn noch ein von Beamten geführter Staatsbetrieb war, wurden noch Reserven vorgehalten, die Flexibilität war höher als heute - doch so etwas kostet ja Geld.
    Ich kenne keine Bahn-Interna. Wenn ich mir aber anschaue, wie viele Züge zur Zeit der alten Beamtenbahn auf meiner Heimatstrecke fuhren (und wann der Letzte aus der nahen Großstadt nach Hause), dann hat sich das inzwischen gewaltig verbessert.

    Ich habe jedoch andere privatisierte Staatsbetriebe "von Innen" kennengelernt. Und da waren genau die Leute "vor Ort" das Problem: die waren nämlich nicht bereit, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Man versuchte, "heimlich" alles so wie früher zu machen. Probleme wurden nicht nach oben kommuniziert. Zudem entwickelten die einzelnen Abteilungen eine Burggrabenmentalität. Informationen wurden gehortet, statt sie weiterzugeben.

    Tatsächlich habe ich es noch nie (ok, gelogen, es gab eine Ausnahme) erlebt, dass das Management einen Vorschlag zum Aufbau von Redundanzen zur Erhöhung der Sicherheit ablehnt, wenn man das sauber begründen und eine ordentliche Kosten/Nutzen-Rechnung vorlegen kann.

    Ich gehe mal eher davon aus, dass bei der Bahn keiner wirklich weiß, wie die Stellwerke ans Stromnetz angebunden sind ...








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