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Bericht über neues Massaker: Syrische Opposition wirft Uno Untätigkeit vor

REUTERSUnter den Augen von internationalen Beobachtern sind im syrischen Hula womöglich mehr als hundert Menschen getötet worden. Die Opposition spricht von einem Massaker der Assad-Armee. Uno-Vertreter seien in der Nähe gewesen - und hätten nicht reagiert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...835391,00.html
  1. #10

    Die Lage in Syrien ist scheinbar nicht Schwarz-Weiß

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter den Augen von internationalen Beobachtern sind im syrischen Hula womöglich mehr als hundert Menschen getötet worden. Die Opposition spricht von einem Massaker der Assad-Armee. Uno-Vertreter seien in der Nähe gewesen - und hätten nicht reagiert.

    Syrien: Neues Massaker unter Augen der Uno-Beobachter? - SPIEGEL ONLINE
    Die Propaganda-Blätter versuchen eine Story zu verbreiten, in der es eindeutig die Guten und die Bösen gibt. Die UNO-Beobachter sind vor Ort und haben nicht reagiert. Vielleicht haben sie einen Grund dafür. Es mag ja sein, dass sie gemerkt haben, dass die Situation viel komplizierter ist, als wir denken. Möglicherweise bestehen die Aufständischen sowohl aus Regime-Gegnern, als auch aus ausländischen Söldnern. Sowas kann nur vor Ort beobachtet werden.
  2. #11

    Schwerwiegend

    Zitat von johnny01 Beitrag anzeigen
    Identifiziert den Sitz von Assad und gebt ihn zur Jagd frei.

    So schwer kann das nicht sein
    Gut - Drohne drauf und Assad ist weg. Und dann? Er hat Familie. Nehmen wir der Einfachheit halber an, die ganze Familie ist weg. Dann sind da aber noch die (seine) politischen Gefolgsleute und Generäle. Warum nicht - auch alle weg. Sind wir fertig? Mitnichten! Es wird Truppenteile der Armee geben, die weiter gegen die Aufständischen kämpfen wollen. Nächste Welle, auch weg. Zum Schluss gibts es Teile des Volkes - womöglich eine echte Minderheit -, die die Veränderung nicht wollen... Wie schreiben Sie? "So schwer kann das nicht sein".
  3. #12

    Right to Protect???

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Die Propaganda-Blätter versuchen eine Story zu verbreiten, in der es eindeutig die Guten und die Bösen gibt. Die UNO-Beobachter sind vor Ort und haben nicht reagiert. Vielleicht haben sie einen Grund dafür. Es mag ja sein, dass sie gemerkt haben, dass die Situation viel komplizierter ist, als wir denken. Möglicherweise bestehen die Aufständischen sowohl aus Regime-Gegnern, als auch aus ausländischen Söldnern. Sowas kann nur vor Ort beobachtet werden.
    Die Beiträge versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, die eine Intervention von aussen rechtfertigt. Argumente wie "man könne sich nicht vor Ort überzeugen" sind eine wiederkehrende Unwahrheit.

    Man kann.

    Sollten Sie jedoch die Absicht haben, ein kritischeres Publikum, hierzu zähle ich viele langjährige Spiegel- Leser anzusprechen, dann empfehle ich:

    1. Verbreiten Sie bitte keine Meldung ungeprüft. Es hat fünf Minuten Recherche benötigt, um Widersprüche in den Aktivistenmeldungen über den Ablauf aufzuspüren.

    Er stellt sich anders dar. Wahrscheinlich haben Rebellen die Bevölkerung als Schutzschild benutzt, denn wie können friedliche Einwohner eines Dorfes ziemlich zu Beginn der Auseinanderezungen fünf Panzer geknackt haben.

    2. Berichten Sie über das Ergebnis der Friedensmission von Kofi Annan, und seine wirklichen Fortschritte und Schwierigkeiten. Die Pressemitteilungen der UN sind eine gute Quelle.

    32. Geben Sie die Informationen über die Entwicklung in Syrien einschließlich der Wahlergebnisse, wie kritisch auch immer sie zu bewerten sind, wieder.

    Alles andere führt zu einer Lösung unter der Flagge R2P (Right to protect), wie sie in Libyen praktiziert wurde.
  4. #13

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Gut - Drohne drauf und Assad ist weg. Und dann? Er hat Familie. Nehmen wir der Einfachheit halber an, die ganze Familie ist weg. Dann sind da aber noch die (seine) politischen Gefolgsleute und Generäle. Warum nicht - auch alle weg. Sind wir fertig? Mitnichten! Es wird Truppenteile der Armee geben, die weiter gegen die Aufständischen kämpfen wollen. Nächste Welle, auch weg. Zum Schluss gibts es Teile des Volkes - womöglich eine echte Minderheit -, die die Veränderung nicht wollen... Wie schreiben Sie? "So schwer kann das nicht sein".
    Gut - Drohne drauf und Assad ist weg?

    Genau, das koennen diejenigen die die Drohne haben darunter die Amis, aber nicht vergessen, der Asssad Vater und jetzt Sohn sind die Freunde der Amis in der Region seit 40 Jahren.
    WEnn die USA diese Bande nicht will, haetten sie schon laengst aus dem Weg geraeumt.
  5. #14

    Schlicht falsch

    Zitat von skyhawk111de Beitrag anzeigen
    Gut - Drohne drauf und Assad ist weg?

    Genau, das koennen diejenigen die die Drohne haben darunter die Amis, aber nicht vergessen, der Asssad Vater und jetzt Sohn sind die Freunde der Amis in der Region seit 40 Jahren.
    WEnn die USA diese Bande nicht will, haetten sie schon laengst aus dem Weg geraeumt.
    Es ist schlicht falsch, dass die USA "Freunde" des moerderischen und tyrannischen Regimes Vater und Soehne Assads waren oder sind.
    mfG Beat
  6. #15

    Nach dem Eingreifen in Libyen

    wo noch viel schlimmere Finger an die Macht gebomt wurden, wird es sich die UN dreißig mal überlegen auf einer Seite einzugreifen.

    Nachdem sich der "Afrikanische Frühling" schnell in eine "Afrikanische Eiszeit" verwandelt hat, gibt es keinen Ansatz mehr, so einfach Schwarz und Weiß unterscheiden zu können.

    Ich sage, jegliche Opposition in Syrien an der Macht bedeutet Massenmord und Vertreibung aller Ungläubigen.

    Libyien sollte Warnung genug sein, was dort im Namen des "Frühlings" gefoltert und gemordet wurde, spricht sich leider erst langsam nach Ende des Eingreifens der NATO rum.

    Libyen versinkt wieder in der Steinzeit, freie Bildung für Männer UND FRAUEN sind passee, freie Gesundheitsfürsorge, das war einmal. Libyen war einst das, was Bildung angeht, erfolgreichste Land Afrikas!

    Betonung auf WAR!
  7. #16

    Der nächste Völkermord?

    Warum putschte Assads Vater? Auf diese Frage erhielt ich vor Jahrzehnten die Antwort: "Er musste das tun, sonst hätten sie alle Alawiten umgebracht." Ganz, ganz selten klingt in der aktuellen Berichterstattung die Angst dieser syrischen Minderheit an. Es könnte aber der Schlüssel sein sowohl zum Verhalten des syrischen Regimes als auch zur Zurückhaltung der internationalen Kommissionen. Ganz sicher ist aber, dass die einseitige Berichterstattung nicht einer erhofften Freiheit dient, sondern einer rumsfeldschen Schwarzweißdemokratie, in der dann die Minderheit am besten massakriert wird. Hatten wir denn in den letzten Jahrzehnten nicht genug etnische Säuberungen?
  8. #17

    Fast alle Wege führen in die Hölle

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Gut - Drohne drauf und Assad ist weg. Und dann? Er hat Familie. Nehmen wir der Einfachheit halber an, die ganze Familie ist weg. Dann sind da aber noch die (seine) politischen Gefolgsleute und Generäle. Warum nicht - auch alle weg. Sind wir fertig? Mitnichten! Es wird Truppenteile der Armee geben, die weiter gegen die Aufständischen kämpfen wollen. Nächste Welle, auch weg. Zum Schluss gibts es Teile des Volkes - womöglich eine echte Minderheit -, die die Veränderung nicht wollen... Wie schreiben Sie? "So schwer kann das nicht sein".
    Eine realistische und nüchterne Beschreibung. So wird es kommen. Egal was jetzt in Syrien passiert... fast alle Wege führen geradezu direkt in die Hölle.

    Der einzige Ausweg wäre eine landesweite Volksabstimmung über das weitere Schicksal des Assad-Regimes. Sodann müsste eine Lösung gefunden werden, wie die Macht friedlich transferiert werden könnte, und die aktuellen Eliten dabei nicht alles verlieren. Solange aber die jetzigen Eliten in Armee, Wirtschaft und Bildungssektor, darunter auch viele liberale und säkulare Kräfte, Angst haben müssen, alles zu verlieren, oder gar von der Guerilla massakriert zu werden, ja so lange werden sie sich auch zur Wehr setzen und wohl oder übel an der Seite Assads stehen. Das ist ein echter Bürgerkrieg. Auf der richtigen Seite kann man dabei nicht stehen, egal für wen man sich entscheidet.
  9. #18

    Libyen

    Zitat von haltetdendieb Beitrag anzeigen
    wo noch viel schlimmere Finger an die Macht gebomt wurden, wird es sich die UN dreißig mal überlegen auf einer Seite einzugreifen.

    !
    Neachsten Monat finden in Libyen Zahlen zur verfassungsgebenden Versammlung statt. Einfach abwarten. Noch ist niemand an der Macht in Libyen.
    mfG Beat
  10. #19

    Schlicht falsch

    Zitat von trebbien Beitrag anzeigen
    Warum putschte Assads Vater? Auf diese Frage erhielt ich vor Jahrzehnten die Antwort: "Er musste das tun, sonst hätten sie alle Alawiten umgebracht."
    Das ist total falsch. Lesen Sie sich doch in die syrische Geschichte ein.

    Wur Zeit der Machtuebernahme von Hafez Ql Assad spielte Religion ueberhaupt keine Rolle.
    mfG Beat


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