Zitat von
Steve B
(1) Umschuldung in Griechenland, und zwar vorzugsweise per Abschlag auf den Wert, sonst wird das Problem nur in die Zukunft verschoben. Natürlich gibt's dabei neue Schieflagen bei Banken, aber dann fängt man die - oder zumindest deren Gläubiger - eben auf mit den Mitteln, die man stattdessen jetzt dort reinbuttert. Außerdem frage ich mich, wie sich ein Pleitier verhalten sollte, um möglichst schnell Vertrauen alter und/oder neuer Geldgeber zu gewinnen. Weiterlügen a la Madoff, bis alles weg ist? Oder FRÜH reinen Tisch machen, um die Verluste für die Gläubiger gering zu halten?
(2) Die Wirtschaft in Spanien aufbauen. Dass China hier investiert, ist für mich die eigentlich gute Nachricht (und ein Indikator dafür, dass es denen nicht nur um politischen Einfluss geht). Mit den Staatsanleihen macht man bei den aktuellen Zinsen nochmal gute Gewinne, wenn man sie durch Stabilisierung der Wirtschaft absichert.
(3) Irland? Fällt mir im Moment nichts sinnvolles zu ein, außer einer ehrlichen Trennung zwischen "insolvent" und "illiquide" und Eindämmen der Auswirkungen. Island hat's vorgemacht, nur müßte man hier mehr Geld in die Hand nehmen, um ein Überschwappen auf die Gläubiger der Gläubiger zu stoppen. Das dumme ist, dass Irland die Schulden insolventer Banken garantiert hat, aber nach dem hier wird das vielleicht wenigstens durch die Hintertür korrigiert: https://www.cortalconsors.de/euroWebDe/-?$part=financeinfosHome.Desks.Nachrichten.Desks.ho t-stocks.Desks.market-news.content.market&$event=pickContent&id=n.a.&id_ name=WKN&shortURLIdentifier=CNIDis10963847 (weiß nicht, wie lange das abrufbar bleibt, jedenfalls sollen den Banken evtl. neben faulen auch gesunde Kredite weggenommen werden).
Gruß,
Steve