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Bericht über Euro-Hilfe: China will sechs Milliarden Euro in Spanien investieren

China macht Ernst mit seinen Ankündigungen zur Euro-Hilfe: Einem Zeitungsbericht zufolge will Peking spanische Staatsanleihen im Wert von sechs Milliarden Euro kaufen -*in Portugal und Griechenland hatte der Exportweltmeister zusammengerechnet nur halb so viel investiert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,738135,00.html
  1. #30

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    "rst am Mittwoch hatte Deutschland eine zehnjährige Anleihe auf den Markt gebracht und stieß dabei auf gute Nachfrage bei Investoren. "Diese Auktionen laufen gut, und das ist wichtig für die Psychologie des Marktes, weil Ende vergangenen Jahres durchaus auch Sorgen um die AAA-Länder kursierten", sagte Patrick Jacq von BNP Paribas. "Der Markt sollte sich jetzt beruhigen.""

    Welch frommer Wunsch. Als ob sich der Markt von rationalen Werten beeinflussen lassen würde...
  2. #31

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    Zitat von hthschwarz Beitrag anzeigen
    kaufen.

    Allein die Eurozone hat Staatsschulden von rd 8 Billionen Euro
    Rechnet man die USA .....
    Aber das sind immerhin schon 10% dieser Staatsschulden. Das sollte doch immerhin nachdenklich stimmen.
  3. #32

    ,

    Zitat von eikfier Beitrag anzeigen
    .........

    P.S.: vielleicht gelingt den klugen Chinesen ja tatsächlich, was dem auch klugen Gorbatschow ja versagt blieb:
    die kreisquadraturisch widersinnige sozialistische Marktwirtschaft...;-)
    Wenn ich die Berichte richtig gelesen habe über China, dann dürfte das mit der "sozialistischen marktwirtschaft" auch nicht weit her sein. Ist nur Blendung, genau so wie sie ein kommunistischer Staat sind.
  4. #33

    .

    Zitat von Bavarina Beitrag anzeigen
    China schafft es, mit relativ wenig Geldeinsatz, das auch noch verzinst wird, sich als Retter kränkelnder Eurostaaten zu präsentieren. Das ist perfekte PR-Arbeit.
    Deutschland hat mit dem .....
    Die Chinesen haben eben solange gewartet, bis wir unser "Fett" abbekommen haben und steigen danach ein. Weil das ohne Bedingungen geschieht, sind die jetzt die Helden.
  5. #34

    xxx

    Zitat von Youngle Beitrag anzeigen
    Immer diese alten Kamelen mit der Entwicklungshilfe. Nach BMZ bekommt China schon seit 2008 keine finanzielle Entwicklungshilfen mehr.
    http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/...ina/index.html
    Es ist jetzt nur noch eine Strategische Zusammenarbeit zwishen China und Deutschland in Sachen Umwelt und Effizienzsteigerung.
    Wann hören das Gejammer um die Entwicklungshilfen endlich mal auf.
    Wie so jammern. Es hat keiner Gejammer. Obwohl die Entwicklungshilfearbeit meistens zum jammern ist.

    Und zu der strategischen Zusammenarbeit, was heißt den das?
    Soweit mir bekannt lässt das BMZ sich das 78 Millionen kosten.
  6. #35

    .

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Wie so jammern. ...


    Soweit mir bekannt lässt das BMZ sich das 78 Millionen kosten.
    Wegen der wirklich lächerlichen 0,078 Mrd € wird so ein Gezeter gemacht? Das lohnt doch nicht oder? Mit dem tausendfachen des Betrages wurden innerdeutsche Banken gerettet. Diese Banken sind ja eigentlich ganz normale Wirtschaftsunternehmen + nach normaler Gesetzeslage wären die einfach nur pleite gegangen.
  7. #36

    Spanien...

    Zitat von Steve B Beitrag anzeigen
    Naja, Investitionen in Spanien sind ein strategisch guter Griff, jedenfalls aus Sicht von China. Was Druck oder Diktate angeht: China hat einen langen Atem, und wer weiß, was die Zukunft bringt.
    Unsere Politkasper wären gut beraten, unter dieser Stütze jetzt die Lage in Griechenland, Irland und Portugal schnell(!) zu reparieren, sonst haben sie am Ende beides: Abhängigkeit von China UND maximale Kosten.
    Wohl wahr, China macht aus seiner Sicht das Richtige...
    In Europa fehlen noch ein paar Antworten auf die Krise, bis jetzt ging man den Weg des geringsten Widerstands...
    China hätte ohnehin einen Teil seiner Währungsreserven in der € investiert. Wenn man sich den Planeten anschaut, wo soll das ganze Geld auch hin und die Stützung des € hilft der Chinesischen Exportwirtschaft.
    Zitat von Steve B Beitrag anzeigen
    Einen kleinen Unterschied gibt's (hoffentlich!) zwischen EURO-Bonds und der EFSF: Wenn der Bond draußen ist, hat der Garantiegeber keinen Einfluss mehr auf den Emittenten. Die EFSF dagegen kann mitreden, bis der Bond fällig ist, und wenn die Jungs da nicht völlig deppert sind, nutzen sie das auch.
    Ja, das ist der kleine Unterschied, auch E. Cartmann unten hat ihn erkannt.
    Junckers Vorschlag, wenn ich mich nicht irre, sah einen Teil der Staatsfinanzierung in €-Bonds vor, während der Rest wie heute auf dem "normalen Weg" erfolgen sollte.
    So hätte der Markt die Risiken auf diesen Rest abwälzen können.
    So gesehen ist die Herausgabe von Bonds durch die EFSM für die damaligen Proponenten des €-Bond-Vorschlags sogar günstiger, da bsw. im Fall Spaniens und Portugals bereits heute die Refinanzierungskosen leidlich den 5% nähern bzw. übersteigen.
    Und in der Zukunft?
    Bei krisenhaften Zuspitzungen wohl noch viel mehr...
    Griechenland hat es ja vorgezeichnet.
    Allerdings löst der €-Bond keine Probleme und stellt nur ein Pflaster auf der Wunde dar. Der Weg wird letztendlich über harte Reformen führen, weniger über die reine Sparerei.
    Auch Italien wird Das erkennen müssen...

    Viele Grüße aus Südtirol...
  8. #37

    Reformen...

    Zitat von Steve B Beitrag anzeigen
    (1) Umschuldung in Griechenland, und zwar vorzugsweise per Abschlag auf den Wert, sonst wird das Problem nur in die Zukunft verschoben. Natürlich gibt's dabei neue Schieflagen bei Banken, aber dann fängt man die - oder zumindest deren Gläubiger - eben auf mit den Mitteln, die man stattdessen jetzt dort reinbuttert. Außerdem frage ich mich, wie sich ein Pleitier verhalten sollte, um möglichst schnell Vertrauen alter und/oder neuer Geldgeber zu gewinnen. Weiterlügen a la Madoff, bis alles weg ist? Oder FRÜH reinen Tisch machen, um die Verluste für die Gläubiger gering zu halten?

    (2) Die Wirtschaft in Spanien aufbauen. Dass China hier investiert, ist für mich die eigentlich gute Nachricht (und ein Indikator dafür, dass es denen nicht nur um politischen Einfluss geht). Mit den Staatsanleihen macht man bei den aktuellen Zinsen nochmal gute Gewinne, wenn man sie durch Stabilisierung der Wirtschaft absichert.

    (3) Irland? Fällt mir im Moment nichts sinnvolles zu ein, außer einer ehrlichen Trennung zwischen "insolvent" und "illiquide" und Eindämmen der Auswirkungen. Island hat's vorgemacht, nur müßte man hier mehr Geld in die Hand nehmen, um ein Überschwappen auf die Gläubiger der Gläubiger zu stoppen. Das dumme ist, dass Irland die Schulden insolventer Banken garantiert hat, aber nach dem hier wird das vielleicht wenigstens durch die Hintertür korrigiert: https://www.cortalconsors.de/euroWebDe/-?$part=financeinfosHome.Desks.Nachrichten.Desks.ho t-stocks.Desks.market-news.content.market&$event=pickContent&id=n.a.&id_ name=WKN&shortURLIdentifier=CNIDis10963847 (weiß nicht, wie lange das abrufbar bleibt, jedenfalls sollen den Banken evtl. neben faulen auch gesunde Kredite weggenommen werden).


    Gruß,
    Steve
    Hallo Steve...
    Zu 1)
    Der Markt rechnet bereits jetzt mit einer Umschuldung Griechenlands und er beginnt bereits diesen Umstand einzupreisen.
    Griechenland
    Umschuldung erscheint unausweichlich
    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E75...~Scontent.html
    Genau das Weiterlügen wird nicht mehr gehen, weil der "Markt" kann nicht unterschiedliche Zinsen verlangen, wenn das Risiko letztendlich gleich ist und für in Schwierigkeiten geratene Banken und Länder, im Falle Irlands das Gleiche, ohnehin immer der Steuerzahler geradesteht. Allerdings gilt der Markt auch für jene Kleinanleger und auch für die schlaue Oma, die glaubte bsw. auf einem isländischen Tegesgeldkonto eine höhere Rendite zu erzielen. Auch den normalen Bürgern muß wieder klar werden, daß höhere Rendite fast immer höheres Risiko bedeutet.
    Auch die Bundesanleihen haben steigende Zinsen, was nichts Anderes bedeutet, daß der Markt fest mit €-Bonds, vermehrtem QE und einer Ausweitung des Rettungsschirms rechnet.
    Zu 2)
    Vollkommen bei Ihnen.
    Investitionen sind auch die einzige Chance Spaniens wieder auf die Beine zu kommen, es ist letztendlich Hilfe zur Selbsthilfe...
    Zu 3)
    Interessanter Link...
    Es ist eine richtige Vorgangsweise, auch wenn eine Reparatur hinterher sehr schwierig ist.
    Richtig haben es die Isländer gemacht, die Bevölkerung selbst hat eine Garantie den Banken gegenüber abgelehnt. :)

    Viele Grüße aus Südtirol...
  9. #38

    Diktate...

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Das würde ich eher umgekehrt sehen. "Diktate" gibt es so oder so keine, aber bisher hat es innerhalb Europas die Verhandlungsposition eher verbessert, mit den Konsequenzen der eigenen Pleite für die Gläubiger zu drohen. Solange sich Staaten wie Spanien mit chinesischer Hilfe refinanzieren können wird die Bundespolitik eher darauf hinweisen können, dass die bisherigen Maßnahmen doch offensichtlich ausreichen. Und wenn die möglichst stark von Frankfurt auf China umschulden, wird das mit der "Gläubigerbeteiligung" von deutscher Seite eventuell mehr als eine symbolische Forderung...
    Interessante Sichtweise...
    "Diktate" meinte ich eher in dem Sinn, daß die Länder wie Spanien/Portugal weiter weg vom Rettungsfond kommen und man ihnen daher nicht wie im Falle GR oder Irland mit der EU- und IWF-Fuchtel in den Haushalt "hineinregieren" kann.
    Diese Länder bleiben politisch weit handlungsfähiger als GR oder Irland.
    Für die deutsche Politik ist es einerseits kommod, weil die €-Zone etwas Luft bekommt, andererseits sitzt China in Zukunft am Brüsseler Tisch mit und auch die Staaten wie Spanien, Portugal bleiben handlungsfähiger, zumal die Deutsche Politik nicht auf ihren "Pleitestatus" verweisen kann.
    Zur "Gläubigenbeteiligung"...
    Ich teile Ihre Sicht, Kritik zum deutschen Wirtschaftsexportmodell...
    Angesichts der Abhängigkeit des deutschen Aufschwungs von China, speziell auch der Deutschen Prämiumautomobilindustrie, halte ich es eigentlich für etwas verwegen zu glauben, die Deutsche Politik könne China mit irgendwelcher "Gläubigerbeteiligung" drohen.
    Natürlich ist China auch von seinen Absatzmärkten abhängig, aber die Gewichte liegen eher auf Chinas Seite. Natürlich werden die Chinesen dafür sorgen, daß die Deutsche Politik zuhause gut aussieht und eine tolle Presse bekommt.
    Allerdings sollte die Deutsche Politik Sūnzǐ studieren...
    "Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft"...

    Viele Grüße aus Südtirol...
  10. #39

    xxx

    Zitat von ukw Beitrag anzeigen
    Wegen der wirklich lächerlichen 0,078 Mrd € wird so ein Gezeter gemacht? Das lohnt doch nicht oder? Mit dem tausendfachen des Betrages wurden innerdeutsche Banken gerettet. Diese Banken sind ja eigentlich ganz normale Wirtschaftsunternehmen + nach normaler Gesetzeslage wären die einfach nur pleite gegangen.
    Sie wollen oder können nicht verstehen. China hat, wer weiß, ca. 2,0 Billionen Guthaben. Egal wie immer sie dazu gekommen sind, aber das mit viel Fleiß un einer Führung die gut analysiert hat, und weiß was sie will.
    Und wir haben die Summe in Saldo!!!! Mein Gott.


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