Bergunglück im Himalaja: "Plötzlich war alles dunkel"

DPAHunderte Meter wurden die Zelte samt Insassen mitgerissen: Beim schwersten Bergunglück im Himalaja seit Jahren sind am Achttausender Manaslu mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Überlebende berichten, wie sie von der Lawine getroffen wurden - und noch immer gibt es Vermisste.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-857580.html
  1. #1

    Na wenigstens machen sie weiter. Wegen ein paar Toten mehr am Berg das Klettern und Bergsteigen aufzugeben wäre schon ein bisschen lächerlich. Schließlich ist ja genau das der Reiz an der Sache...
  2. #2

    Traurig aber dumm

    Es ist bescheuert, ohne Not irgendwelche Gipfel zu besteigen und dann Rettungskräfte gefährden.
    Diese "Berg"steiger sollten lieber auf hohe Bäume oder einen Fernsehturm klettern, wenn sie schon kletter müssen.
  3. #3

    Titel

    Zitat von Lebostein Beitrag anzeigen
    Na wenigstens machen sie weiter. Wegen ein paar Toten mehr am Berg das Klettern und Bergsteigen aufzugeben wäre schon ein bisschen lächerlich. Schließlich ist ja genau das der Reiz an der Sache...
    Nein, das ist nicht der Reiz an der Sache, aber wer in die Berge geht akzeptiert es wohl oder übel als Begleitrisiko.
    Letztendlich macht das ja aber auch jeder Autofahrer bei uns. Pro Tag sterben auf Deutschlands Straßen auch etwa 10 Menschen. Mit gleichem Zynismus lassen sich Ihre Sätze auch auf diese Situation anwenden. Passend sind sie aber weder für die eine noch für die andere.
  4. #4

    Natürlich ist so etwas total unvernünftig. Aber die Faszination, die die Berge darstellen, kann ich trotzdem nachvollziehen. Nur dass der Himalaja-Tourismus in eine solche Massenveranstaltung ausartet, ist sehr unschön, inklusive der möglichen Folgen.

    Aber Häme oder Belehrungen sind in dieser Situation noch etwas weitaus unschöneres.
  5. #5

    optional

    Über Tote im Straßenverkehr regt sich niemand (mehr) auf, weil in der modernen Gesellschaft der Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken ist und akzeptiert wird, dass Opfer letztendlich nicht zu vermeiden sind. Diese Opfer kann man allerdings nicht gleichsetzen mit den Opfern unter Extrem-"sportlern", die ohne Not des Kicks wegen Opfersituationen herbeiführen.
  6. #6

    Es ist für mich nicht nachvollziehbar

    wieso Menschen bei soviel Neuschnee,Kälte und Eis einen Berg hochkriechen müssen und ihr Leben riskieren.
    Aber klar. mit so einem Abenteuermut kann man dann das ganze Leben rumprahlen....wenn mans überlebt.
  7. #7

    Expedition?

    Die Frage ist aber doch, ob man solche Abenteuer noch als "Expedition" bezeichnen darf.

    Ich teile die Beigeisterung für die Berge – wenn auch selbst nur bis 4000 Meter Höhe – aber eine "Expedition" ist aus meiner Sicht etwas, was eine wissenschaftliche Erkenntnis bringt.

    All die heutigen Klettertouren an den 8000ern sind doch lediglich sportliche Freizeitveranstaltungen, die nicht mehr in dem bekannten Maße ins mediale Bewusstsein gerückt gehören.
  8. #8

    Statistik ?

    Zitat von hintensitzer Beitrag anzeigen
    Nein, das ist nicht der Reiz an der Sache, aber wer in die Berge geht akzeptiert es wohl oder übel als Begleitrisiko.
    Letztendlich macht das ja aber auch jeder Autofahrer bei uns. Pro Tag sterben auf Deutschlands Straßen auch etwa 10 Menschen. Mit gleichem Zynismus lassen sich Ihre Sätze auch auf diese Situation anwenden. Passend sind sie aber weder für die eine noch für die andere.
    Die Motivation kann beim Bergsteigen und Autofahren die selbe sein, die Sherpas verdienen ja auch damit ihren Lebensunterhalt.
    Statistisch ist das Sterbe-Risiko pro zurückgelegten Kilometer 8000er oder Autobahn, aber klar auf der Seite des 8000er.
    Hier mal eine kleine Rechnung:
    Im Jahr 2011 kamen in den Alpen 151 Menschen durch Alpinismus ums Leben, dazu nehmen wir mal an das 300 Menschen pro Tag das sind 109500 im Jahr den Mont Blanc 4807m Höhe bestiegen hätten, davon kehren durchschnittlich 40 pro Jahr nicht zurück.

    Hier die Quelle:
    Montblanc - Wandern -

    Ergibt ein Sterbe Risiko pro zurückgelegten km
    40/(109500*4807)= 0,000076

    Im Vergleich dazu (eine gutmütige Annahme) fahren zirka 20 000 000 Menschen in Deutschland 20 km pro Tag davon Sterben laut Ihnen 10,
    ergibt ein Sterberisiko von 0,000000025.

    Ins Verhältnis gesetzt ist es also 3040 mal wahrscheinlich bei einem Kilometer 8000er als auf einem Kilometer Autobahn zu sterben.

    Ein Narr wer das ignoriert.
  9. #9

    so, ...

    ... und wer entscheidet jetzt, dass ein Risiko von 0,00..0025 tolerabel ist, jenes von 0,00..0075 aber nicht? Es gehört eben gerade zur Faszination des Bergsports, aus diesem Bürokratiewahnsinn und Vorschriftengedöns endlich einmal ausbrechen zu können.