Forum: Blogs
Bergung in der Ostsee: Weltkriegs-Wrack entpuppt sich als zweimotoriger Bomber
APÜberraschung in der Ostsee: Das Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg, das derzeit geborgen wird, ist keine sogenannte Stuka. Die Teile gehören nicht zu einer Junkers Ju 87, sondern zu einer wesentlich größeren Maschine vom Typ Junkers Ju 88.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...839175,00.html
- #20 15.06.2012 21:59 von
Nicht nur...
Der hintere Teil der oberen Kanzel konnte im Notfall abgeworfen werden, was auch bei Notlandungen/wasserungen meist getan wurde. Die Bodenwanne diente in erster Linie zum Einstieg. Die Crew saß somit direkt am Ausstieg, was das rechtzeitige Verlassen der Maschine, anders als bei den britisch-amerikanischen Bombern begünstigte. Ob die Maschine unkontrolliert abgestürzt it oder noch notwassern konnte, läßt sich ebensowenig auf den ersten Blick sagen. In seichten Gewässern wird auch ein intakt abgeoffenes Wrack durch Gezeiten, Wellengang und Schiffsverkehr chnell zertört. (S-Taste kaputt :-(
- #21 15.06.2012 22:05 von
Flugzeugwrach
Während des Krieges waren ausschliesslich JU88 im Baltic im Einsatz. - teilweise in Kampfliegerschule Greifswald, - und teilweise in Kopenhagen, - als Nachtjäger.
- #22 15.06.2012 22:34 von
Bitte informiert Euch, bevor Ihr postet!
Seit wann ist ein V12 ein Reiehnmotor?! Entweder V12, also V-Motor, oder Reihenmotor. Nochmal zur Erklärung: In einem Reihenmotor liegen die Zylinder in einer REIHE hintereinander. Da die meisten von Euch wohl eher kleine 4-Zylinder fahren, schaut noch mal schnell unter die Motorhaube Eurer Autos. Bei einem V-Motor existieren zwei Zylinderreihen NEBENEINANDER. Die Zylinder sind dabei in einem Winkel (meist ca. 60°) zueinander angeordnet. Nun zurück zu den Flugzeugen. Es wurden unterschiedliche Motoren der Jumo-Werke verwendet. Richtig ist, daß dies meist die Jumo 211 waren. Bei der Ju 88-B-0 kamen aber auch der Nachfolger Jumo 213 (auch 35 l V-12) und der BMW 801 (Doppelsternmotor) zum Einsatz. In der Ju 87-A wurde der kleine Jumo 210 (V-Motor) eingesetzt, spätere Versionen den Jumo 211. Der Unterschied zwischen beiden Flugzeugen waren die Kühler. Bei der Ju 88 wurde ein Ringkühler direkt vor dem Motor eingesetzt, bei der Ju 87 befand sich der Kühler unterhalb des Motors. Spannweite unterschied sich auch nach Version die Ju 88-A besaß 18 m, spätere Versionen 20 m. Ju 87 B-1 ca. 14 m, spätere Ju 87 dann 15 m. Die Maschine konnte auch nicht ausschließlich an der am unteren Rumpf angebrachten Einstiegslucke verlassen werden. Würde keinen Sinn machen. Wie soll denn eine Besatzung in der Luft bei Notfall aus der Maschine springen, wie soll sich bei Bruchlandung auf dem Festland die Maschine verlassen. Natürlich besaß die Ju 88 an der Kanzel Notausstiegsmöglichkeiten.
Und um das Allen die noch von Reihenmotoren faseln klarzumachen. Die Deutschen verwendeten in keinem einzigen Fugzeug bis auf die Ju 86 im 2.WK Reihemotoren. Verwendet wurden Bramo, BMW 132, BMW 801 (alles Stern- bzw. Doppelstern. Sämtliche weiteren Motoren von Jumo 210 – 213, DB 600 – 605 waren wassergekühlte V-12 mit hängenden Zylindern. Argus-Motoren waren luftgekühlte V-8 bzw. V-12 (hängend). Nur der DB 610 bestand aus zwei gekoppelten V-12. Der einzige Reihenmotor war der Jumo 205. Ein Gegekolben Zweitakt-Diesel. - #23 16.06.2012 00:34 von
- #24 16.06.2012 01:35 von
optional
Wenn noch 2 Motoren gefunden werden, könnte es eine 4-motorige Junkers Ju 290 sein.
Wenn noch 4 Motoren gefunden werden, könnte es eine 6-motorige Messerschmitt Me 323 "Gigant" sein.
Wenn noch 22 Motoren gefunden werden, könnte es eine Reichsflugscheibe sein.
P.S. War das Bernsteinzimmer anbord? - #25 16.06.2012 01:42 von
Seid mal bischen nachsichtiger mit den Experten die nicht sofort den richtigen Typ erkannt haben.
Ich schätze von dem Ding wird nicht mehr soviel erhalten sein nach so vielen Jahren im Salzwasser und wie es nach dem Absturz deformiert wurde wissen wir auch nicht.
Einen Flugschreiber und Fahrzeugschein wird man wohl auch nicht mehr finden. - #26 16.06.2012 06:08 von
immerhin
hat das Museum einen Sprecher....
- #27 16.06.2012 06:19 von
ich finde, die haben das gut gemacht
@coyote:
auch wenn die Ju 88 sturzkampffähig war, wurde nur die Ju 87 als Stuka bezeichnet. Der Journalist hat das also richtig geschrieben. Und ansonsten glaube ich, dass die Truppe da ganz ordentlich gearbeitet hat. Auf ndr steht z.B., dass die Sicht unter 2cm beträgt und dass das Wrack zunächst für eine Ju 87 gehalten wurde, weil ein Großteil der Trümmer tief unter dem Schlick liegt und es somit kleiner aussah. Die werden also tastend vermessen haben. Ein Motor wurde gefunden, bis heute ist offenbar kein zweiter aufgetaucht (schreiben die auf Facebook). Und das ist ein Jumo 211 (der wurde in der Ju 87 und in der Ju 88 verbaut). Und dann seien noch viele Teile bei beiden Flugzeugen verbaut worden ("Baukastenprinzip", habe ich gerade gelernt).
Und ich verfolge das Museum schon lange. Das ist das erste mal, dass sie so viel Presseecho haben und so detailliert informieren. Also wirklich gut! (Hoffentlich engagieren die mich jetzt als Pressesprecher ;-) ) Im Ernst, das ist sicher sehr schwer, so ein Wrack zu bergen und zu identifizieren und es ist meiner Meinung nach wirklich gut, dass es gemacht wird: Nicht nur zur Gefahrenbeseitigung (in so einem Bomber kann ja auch noch Munition liegen und die Fischernetze schrappen immer drüber), sondern auch für die Angehörigen der Toten und dann für Museumsbesucher wie mich, die eine Ju88 im Original sehen können. - #28 16.06.2012 06:20 von
Kennung
Wer kennt die JU88 mit der Kennung R4AB ??
- #29 16.06.2012 06:22 von
War von der Fachleuten
war beim NJG1 oder beim Kommendo Bienenstock ??
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

