DPAImmer mehr Freizeitsportler geraten am Klettersteig in Not und müssen geborgen werden. In seiner neuen Unfallstatistik veröffentlicht der Deutsche Alpenverein alarmierende Zahlen von leichtsinnigen Kletterern. Insgesamt gibt es jedoch weniger Todesfälle und verletzte Wanderer in den Alpen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...847825,00.html
Bergsteigen muss man - wie alles - lernen. Und nicht Jeder möchte vom "Erfahrenen" an die Hand genommen werden, viele wollen ihre eigenen Erfarungen machen, laufen Gefahr, das höchst mögliche Lehrgeld zu zahlen.
Erinnere mich, wie ich als "führerloser" Einsteiger in den Bergsport so manche kitzelige Situation erlebt und, wie dieser Blog zeigt, überlebt habe. Damals, vor 40 Jahren, gab es keine Handys, mit denen man Hilfe holen konnte.
Deswegen möchte ich mich mit harscher Kritik an unerfahrenen alpinen Einsteigern zurückhalten und ihnen zurufen:
1. sorgt - möglichst im Jahr vor der ersten Tour - für ausreichende Ausdauer-Kondition, am besten mit Joggen in einem Lauftreff. Aufbau ausreichender Ausdauerfähigkeit ist nur über längere Zeit, keinesfalls erst im Bergurlaub, möglich. Und, bei untrainierten Gesunden habe ich als Sportmediziner beim Belastungstest auf dem Fahrradergometer im Extremfall nur 1/10 (!) der Leistung gefunden, wie bei Hoch-Trainierten (konkret: min. 40 Watt gegenüber 400 Watt). Diese mögliche grosse Leistungsspanne zwischen extrem Untrainierten und Austrainierten von ca. 1000% im Ausdauer-Bereich ist den Wenigsten bekannt. Mangelnde Kondition gilt, wie der DAV ja betont hat, als besonders wichtiger Risikofaktor.
2. Setzt Euch eingehend mit den alpinen Gefahren auseinander, plant Eure Touren gut und übt die Orientierung. Tastet Euch langsam genug an schwierigere Touren heran.