Zitat von
sheff
Mich würde interessieren, ob die Firma Actori SPON für diesen Artikel
bezahlt hat?
Zudem sollte der Herr Intendant vorsichtig sein: es wird berichtet, dass er im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens mit einem Bewerber essen war. Wer hat bezahlt? War er mit allen Bieterfirmen zu Abend essen? Auch für die von Steuerzahlern (gut) bezahlten Theaterintendanten gelten Regeln, die manchen Amtsträger zu Fall gebracht hat.
Der Satz "Wir machen Kunst" kann nicht dazu führen, dass Kulturbetrieben eine Generalabsolution erteilt bekommen. Es gibt Wege, den Zuschussbedarf an Theatern zu senken, ohne dass die Qualität leidet. Es ist richtig, dass zwischen GP und Premiere pausiert werden muss, aber muss immer auf der Hauptbühne probiert werden, so dass Bühnenbilder mehrmals am Tag transportiert und auf- und abgebaut werden müssen? (Was für einen Krankenstand beim Menschen dritter Klasse - dem Bühnentechniker!) Muss jeden Tag ein anderes Stück aufgeführt werden, mit den gleichen Konsequenzen? Müsste nicht jedes Ensemblemitglied ausgelastet werden, anstatt Gagen für Gäste auszugeben? Muss man wirklich Stücke in Industriebaracken aufführen, während das frisch renovierte Haupthaus nicht bespielt wird? (viel zu spießig!) Muss man wirklich die Auslastungszahlen türken, indem man als 100% die zum Verkauf stehenden Plätze nimmt, anstelle der ingesamt zur Verfügung stehenden Plätze? Aua, die Kunst! Die Banausen!
Vielleicht sollte man aber strategischer darüber nachdenken. Braucht es in Deutschland wirklich so viele Theaterhäuser? Der demografische Wandel sorgt ohnehin in den nächsten Jahren für die Antwort. Und dann ist die Politik schuld, und nicht die Berater. Auch nicht die Actori-Berater!