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Berater-Gehalt: Viel Stress, viel Geld

Wie viel*verdient eigentlich ein Unternehmensberater? Einer Gehaltsauswertung zufolge viel - zumindest in den*Top-Beraterfirmen. Das Gros der Berufseinsteiger arbeitet allerdings bei kleineren Beratungen - und dort werden längst nicht so üppige Gehälter gezahlt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...775548,00.html
  1. #20

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    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Viele Manager haben Beratung nötig, das ist kein gutes Zeichen. Denn es geht auch ohne Beratung. Millionen Arbeitnehmer und Selbständige benötigen keine Beratung, und liefern "dennoch" ordentliche Arbeit ab.

    Was fehlt den Managern? Wissen, Können, Mut?
    Eine schlimme Entwicklung ist da vor 20-30 Jahren in Gang gekommen. Derjenige, der den Schraubendreher benutzt, verdient noch nicht einmal ein Zehntel als derjenige, der sagt, wo der Schraubendreher nach getaner Arbeit hinzuhängen ist.
    Da ist gewaltig viel schief gelaufen in der Wirtschaft.
    Wie wäre es mit know how? Wie oft macht ein Logistiker z.B. ein Lean Projekt und führt für die Umschlagslager einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ein? Richtig, in der Regel genau ein mal. Woher sollen die Manager des Logistikers (oder des produzierenden Unternehmens) nun bitte das Wissen für die Umsetzung her nehmen? Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Prozessberatung, die auf Leanproduction spezialisiert ist, ein solches Projekt bereits mehrfach umgesetzt hat, ist bedeutet höher. Man kauft hier temporär das Wissen und die Fähigkeiten eines anderen ein.
    Dies zu erkennen ist keine Schwäche, so wie es darstellen wollen, sondern eine stärke und zeichnet gute Führungskräfte aus. Die Einstellung zu vertreten, man könne selbst alles am besten wird hingegen weniger von Erfolg gekrönt sein.
  2. #21

    Hm...

    Zitat von ingenör Beitrag anzeigen
    Hm. Da werden Unternehmensberater in ihrer Gesamtheit mal wieder auf die typischen Klischees reduziert: Junge Schnösel und Schnöselinnen frisch von der Uni Montag Morgen frisch eingeflogen, keine Idee vom wahren Leben, produzieren ein Powerpoint nach dem anderen und am Ende .....
    Das "pauschale" Aburteilen dieser Berufsgruppe entsteht nur vor Ihrem inneren Auge. Ich habe mitnichten von der Gesamtheit geschrieben, sondern nur das ausgedrückt, was ich persönlich schon sehr oft mitbekommen habe. Das ist natürlich eine subjektive Wahrnehmung, aber wenn ich mir anschaue, was für soziale Trümmerfelder viele dieser Berater hinterlassen habe, ist mir nicht danach, ein Fähnchen für diese Leute zu wedeln.
  3. #22

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    Zitat von zero-bond Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit know how? Wie oft macht ein Logistiker z.B. ein Lean Projekt und führt für die Umschlagslager einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ein? Richtig, in der Regel genau ein mal. Woher sollen die Manager des Logistikers (oder des produzierenden Unternehmens) nun.....
    Merkwürdig nur, dass man in anderen Bereichen, die weitaus komplexer sind (Forschung), anstehende Probleme selbst löst.

    Für kleine Firmen mag das Einkaufen von Spezialwissen sinnvoll sein, aber bei grossen Konzernen muss solches Wissen im Konzern vorhanden sein, denn auf Dauer wäre das auch wesentlich billiger.
  4. #23

    titel

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Für kleine Firmen mag das Einkaufen von Spezialwissen sinnvoll sein, aber bei grossen Konzernen muss solches Wissen im Konzern vorhanden sein, denn auf Dauer wäre das auch wesentlich billiger.
    Nicht unbedingt. Beim Berater zahlen Sie zwar hohe Tagessätze, aber eben auch nur für die geleisteten Zeiten. Sie bezahlen keinen Urlaub, keine Krankheit, keine Fortbildung, keine Freistellung für die Betriebsversammlung, kein Abteilungs-Strategiemeeting etc. Dazu kommen häufig noch die tariflichen Arbeitszeiten. Ein IT-Projekt ist mit 35-Stunden Woche sehr schwieirg zu stemmen, das ist einfach so.
    Ich kenne ein Beispiel aus einem grossen Konzern, da hatte ich im Projekt interne Mitarbeiter mit 35-Stunden-Woche, die aber auch überhaupt nur etwas über 50% ihrer Arbeitszeit zur Verfügung standen, weil der Rest der Zeit für obiges draufging. Die waren so gut wie gar nicht da, irgendwas war immer.
  5. #24

    IT-Berater = gutbezahlter Leiharbeiter

    Schon haarsträubend, was manche mit dem Begriff Berater verbinden. Das ist kein geschützter Begriff, jeder darf sich so nennen. Meistens wird dieser Begriff mit den abgehobenen Strategieberatern assoziiert (McKinsey, BCG, etc.). Das ist aber nur ein Teil des Marktes, wenn auch ein besonders umsatzstarker und gewollt glamouröser Teil.

    Daneben gibt es sehr viele spezialisierte Beratungen, vor allem in der IT-Branche. Ich werde selber "Senior Consultant" genannt, bin aber bei nüchterner Betrachtung nur eine Art hochflexibler Leiharbeiter, der auch dann noch beim Kunden im Büro sitzt, wenn es draußen längst dunkel ist und die Stammbelegschaft schon lange vorm Fernseher hockt. Was soll man auch im Hotel machen?

    Natürlich ist das Gehalt ganz gut, vor allem wenn man das lange genug aushält, aber lange nicht so gut wie hier oft behauptet. Und im Gegenzug opfert man sein privates Leben, seinen Freundeskreis und später noch die eigene Gesundheit. Bin jetzt selber an dem Punkt, wo ich nach 8 Jahren einen Schlussstrich ziehen muss, um mir wieder ein Leben aufzubauen. Ein geringeres Gehalt werde ich dabei wohl in Kauf nehmen müssen.

    Was die extrem hohen Tagessätze angeht - bei IT-Beratungen liegen die irgendwo in dem Bereich was auch ein guter Handwerker berechnen würde. Bei Strategieberatern liegt der Satz höher, dafür ist aber auch oft die Auslastung geringer. Konzept erstellen, präsentieren, auf Antwort des Kunden warten. Da braucht es schon mehrere Kunden gleichzeitig, um einen guten Schnitt zu machen.

    Ist also so ähnlich wie bei einem Immobilienmakler. Einmal kurz die Wohnung gezeigt - 1.500 €. Wahnsinniger Stundensatz, aber auch zum Teil viel Vorarbeit und Leerlauf ohne Einnahmen.
  6. #25

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    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Merkwürdig nur, dass man in anderen Bereichen, die weitaus komplexer sind (Forschung), anstehende Probleme selbst löst.

    Für kleine Firmen mag das Einkaufen von Spezialwissen sinnvoll sein, aber bei grossen Konzernen muss solches Wissen im Konzern vorhanden sein, denn auf Dauer wäre das auch wesentlich billiger.
    Das stimmt nicht. Grundlagenforschung wird mitnichen nur im Unternehmen intern betrieben. Es gibt Forschungskooperationen, Beraterverträge mit Uni-Professoren und Ing.Dienstleister, die konsultiert werden. Bei Neuerungen, die eine Reorganisation eines 10.000 MA Betriebes erfordern, ist es unabdingbar sich Kompetenz ins Haus zu holen, die ein Durchführungsknow-how besitzt, was man selbst noch nicht hat. Wenn dieses Projekt umgesetzt wurde und die Mitarbeiter entsprechend geschult wurden, ist die Kompetenz im Unternehmen auch vorhanden und man kann bei der Weiterentwicklung auf internes Wissen zurückgreifen. Allumfassendes Wissen muss in Konzernen nicht vorhanden sein.
  7. #26

    Des wegen habe ich auch immer Consultingangebote

    Zitat von snoopy0815 Beitrag anzeigen
    Schon haarsträubend, was manche mit dem Begriff Berater verbinden. Das ist kein geschützter Begriff, jeder darf sich so nennen. Meistens wird dieser Begriff mit den abgehobenen Strategieberatern assoziiert (McKinsey, BCG, etc.). Das ist aber nur ein Teil des Marktes, wenn auch ein besonders umsatzstarker und gewollt glamouröser Teil.

    Daneben gibt es sehr viele spezialisierte Beratungen, vor allem in der IT-Branche. Ich werde selber "Senior Consultant" genannt, bin aber bei nüchterner Betrachtung nur eine Art hochflexibler Leiharbeiter, der auch dann noch beim Kunden im Büro sitzt, wenn es draußen längst dunkel ist und die Stammbelegschaft schon lange vorm Fernseher hockt. Was soll man auch im Hotel machen?

    Natürlich ist das Gehalt ganz gut, vor allem wenn man das lange genug aushält, aber lange nicht so gut wie hier oft behauptet. Und im Gegenzug opfert man sein privates Leben, seinen Freundeskreis und später noch die eigene Gesundheit. Bin jetzt selber an dem Punkt, wo ich nach 8 Jahren einen Schlussstrich ziehen muss, um mir wieder ein Leben aufzubauen. Ein geringeres Gehalt werde ich dabei wohl in Kauf nehmen müssen.

    Was die extrem hohen Tagessätze angeht - bei IT-Beratungen liegen die irgendwo in dem Bereich was auch ein guter Handwerker berechnen würde. Bei Strategieberatern liegt der Satz höher, dafür ist aber auch oft die Auslastung geringer. Konzept erstellen, präsentieren, auf Antwort des Kunden warten. Da braucht es schon mehrere Kunden gleichzeitig, um einen guten Schnitt zu machen.

    Ist also so ähnlich wie bei einem Immobilienmakler. Einmal kurz die Wohnung gezeigt - 1.500 €. Wahnsinniger Stundensatz, aber auch zum Teil viel Vorarbeit und Leerlauf ohne Einnahmen.
    dankend abgelehnt.
  8. #27

    ...

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Merkwürdig nur, dass man in anderen Bereichen, die weitaus komplexer sind (Forschung), anstehende Probleme selbst löst.
    Konzerne kooperieren häufig mit Universitäten und Instituten, das sind ebenfalls externe Lösungen.
  9. #28

    Es geht auch ohne

    Ich bin seit 20 Jahren mit einer kleinen Firma selbständig. Am Anfang habe ich auch versucht auf "Berater" zurück zu greifen, doch außer Kosten hinterließen diese Damen und Herren nichts. Auch der Steuerberater ist überflüssig geworden, da die angebotene Software mittlerweile einfach und selbsterklärend ist. Der direkte persönliche Kontakt mit dem Finanzamt bringt mehr.
    Die einzige externe Unterstützung holen wir uns bei der Aquise. Da kann man nicht alle Angebote im Blick behalten. Meine Frage ist: Wie groß muß die Umsatz/ Gewinnsteigerung sein, damit 60.000,-€ Beraterkosten im Jahr gerechtfertigt sind?!
  10. #29

    Unternehmenberater: Gehalt Einsteiger

    Hallo,

    ich bin Jenny, habe gerade mein BWL-Studium beendet und möchte gerne im Bereich Unternehmensberatung arbeiten. Allerdings habe ich keinerlei Vorstellungen davon, wieviel ich als Einsteiger verdienen kann.
    Erste Erfahrungen habe ich schon durch ein Praktikum sammeln können (ein Semester), während meines Studiums. Davon abgesehen wäre das dann mein erster "richtiger" Job.
    Beim Googlen bin ich auf http://www.gehaltsvergleich.com/geha...beraterin.html gestoßen.
    Ich komme aus Hamburg und dort steht, dass man mindestens 2000€ im Monat verdient. Ist das realitisch? Allerdings geht die Spanne auch bis 10000€. Wo sollte ich da ungefähr ansetzen, wenn ich im Vorstellungsgespräch nach meinen Gehaltsvorstellungen gefragt werde?
    Ich bin etwas verunsichert und hoffe, dass mir hier jemand behilflich sein kann.

    Vielen Dank schon mal!








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