Benzin-Talk: "Anne Will" im Schnellcheck

dapdDer Benzinpreis steigt und steigt - wer ist schuld? Oder muss Sprit noch viel teurer werden, damit wir zur Vernunft kommen? Bei Anne Will rangen sechs Gäste um Antworten, nur zwei konnten überzeugen. Der Talk im Schnellcheck.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...829838,00.html
  1. #100

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    ...Selbst ein Pferd wiegt mehr als der Reiter. Also was soll das denn?
    Auf einem Pferd können auch nur maximal zwei Männekes sitzen, und das auch nur im Notbetrieb, eigentlich ist ein Pferd auch nur ein Fluchttier aus den Steppen Asiens, was eher zufällig als Reittier mißbraucht wurde. Was man ihm auch heute noch anmerkt, oft genug.

    Was soll das denn?

    Es ging darum, daß 80 kg. Menschlein - Stichwort SUV - aus reiner Bequemlichkeit fast 2 to. Auto durch die Gegend karriolt, um sich fortbewegen zu lassen.


    Das ist doch wurscht.
    Nein, Milch.

    Wenn der Verbraucher Alpenmilch nachfragt, dann soll er sie auch kaufen können. Nur weil Sie keinen Unterschied erkennen, wollen sie ihn daran hindern?
    Es gibt keinen Unterschied, von mir aus soll der Kunde glauben, was er will.

    ....Landwirtschaftslobbyisten, Agrarindustrie, die Autolobby, alles Verbrecher.
    Nein - politische Fakten.

    Hätten Sie statt dessen nachgedacht, warum es diesen Motor nicht mehr gibt und wieviel ein moderner Ford Mondeo mit vergleichbarer MotorLEISTUNG verbraucht (nämlich viel weniger), wären Sie einen Schritt weiter.
    Mehrventilsteuerung bei den 6-Zylindern, ähnlich hoher Verbrauch im Drittelmix - was ist daran neu? Wenn Sie nicht so fortschrittgläubig wären, sondern Neuigkeiten öfter hinterfragten also nachdächten, wären Sie nicht nur einen Schritt weiter... .

    Ich meine nur, einfach zu sagen wir verbieten (schränken ein, steuern mit Steuern) mal an diesem oder jenem Hebel, so einfach ist die Welt nicht.
    Steuern sind beides, Einnahmen und Regulativ. Zumindest das scheinen Sie richtig erkannt zu haben.

    Was Beschränkungen angeht: Da haben Sie Recht. Es reicht, zu sehen, wie die Automobilität sich mehr und mehr an ihrem schieren Wachstum erdrosselt.

    Straßen sind nicht unbegrenzt vermehrbar, da der Raum, den sie benötigen, nicht vermehrbar ist.

    Wenn Sie mal darüber nachdächten, wären Sie noch einen Schritt weiter. Aber vielleicht machen Sie ja den ersten vor dem zweiten.

    Sonst - Sie wissen schon.

    ;-D
  2. #101

    Benzin ist eine Verbrauchs- (End-) produkt wo sich der Endverbraucher halt mal dem Gesetz von Angebot und Nachfrage beugen muss.
    Aber Sprit ist derzeit noch sehr guenstig, sonst wuerde er nicht so intensiv nachgefragt werden
  3. #102

    Zitat von Frequent Traveller Beitrag anzeigen
    Aber Sprit ist derzeit noch sehr guenstig, sonst wuerde er nicht so intensiv nachgefragt werden
    Das gleiche Phänomen kann man bei Lebensmitteln und der gesundheitlichen Versorgung beobachten.
    Angeblich haben die Leute kein Geld, können sich die Sachen aber scheinbar doch immer noch leisten.
    Manche Ärzte haben sogar schon Wartelisten!
  4. #103

    ich gehe einfach mal im Vertrauen auf eine Basisintelligenz davon aus, dass Stimmen wir die von @neuroheaven ironisch gemeint sind. Ansonsten bin ich zusammen mit Thomas Straubhaar vom HWW der Auffassung, dass eine Pendlersteuer mehr Sinn macht, als eine, zu allem Überfluss auch noch erhöhte, Pendlerpauschale! Und wenn Flitzpiepen wie Bernhard Brink weiter in solche Sendungen eingeladen werden, um die Quote für den Homo Automobilico hoch zu halten, dann kündige ich die GEZ und kauf mir noch ein Fahrrad für die Ersparnis! :)
  5. #104

    Pferde und Stärken

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Es ging darum, daß 80 kg. Menschlein - Stichwort SUV - aus reiner Bequemlichkeit fast 2 to. Auto durch die Gegend karriolt, um sich fortbewegen zu lassen.
    Achso, SUV-bashing die siebenhundertdreiundzwanzigste. Tja nun gibt es aber kleine SUV'leins, die gar nicht mehr verbrauchen als andere Fahrzeugtypen.

    Menschen benutzen sogar Flugzeuge und Schiffe. So sind sie halt.

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Mehrventilsteuerung bei den 6-Zylindern, ähnlich hoher Verbrauch im Drittelmix - was ist daran neu? Wenn Sie nicht so fortschrittgläubig wären, sondern Neuigkeiten öfter hinterfragten also nachdächten, wären Sie nicht nur einen Schritt weiter...
    1970 brauchte ein Opel Rekord mit einem 1700er Reihenvierzylinder glatt 12 Liter Normalbenzin bei konstant Tempo 110. Wenn Sie vor dem technischen Fortschritt die Augen verschließen möchten, so bleibt Ihnen das unbenommen. Glaubwürdig ist es allerdings nicht.
    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Steuern sind beides, Einnahmen und Regulativ. Zumindest das scheinen Sie richtig erkannt zu haben. Was Beschränkungen angeht: Da haben Sie Recht. Es reicht, zu sehen, wie die Automobilität sich mehr und mehr an ihrem schieren Wachstum erdrosselt. Straßen sind nicht unbegrenzt vermehrbar, da der Raum, den sie benötigen, nicht vermehrbar ist.
    Das stimmt sicher. Das Wachstum wird zumindest in Europa nicht unbegrenzt anhalten können. Deshalb wird ja manchmal zu kuriosen Maßnahmen gegriffen, vgl. Abwrackprämie. Übrigens auch ein Steuerungselement. Mit Steuern wird allerdings zuweilen auch aus Versehen gesteuert, der primäre Zweck sind die Einnahmen.

    Aber wir drehen uns langsam im Kreis. Wie ein anderer Forist schon sagte. Das Benzin ist zu billig, denn es wird immer noch gefahren. Lebensmittel sind zu billig, denn es wird immer noch gegessen und getrunken. Krankheit ist zu billig, denn es wird immer noch zum Arzt gegangen. Bestattungen sind zu billig, denn es wird immer noch gestorben.

    Was nun?
  6. #105

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Achso, SUV-bashing die siebenhundertdreiundzwanzigste.
    Wo sehen Sie das denn? Ich wage nur vorsichtig, die Tatsache zu kritisieren, daß sich die Menschen - gleich in welchem PKW, ob SUV oder Kleinhitsche - gerne auch zum Brötchenholen fortbewegen lassen, wenn sie genauso gut zu Fuß gehen könnten. Abgesehen davon, daß das dem geliebten Fahrzeug sehr schadet.

    Menschen benutzen sogar Flugzeuge und Schiffe. So sind sie halt.
    Das steht hier nicht zur Debatte.

    1970 brauchte ein Opel Rekord mit einem 1700er Reihenvierzylinder glatt 12 Liter Normalbenzin bei konstant Tempo 110.
    Es geht um den Drittelmix, den gab es 1970 auch schon. 8 - 9 Liter - die heutigen Karren benötigen auch nicht weniger.

    Sie glauben, wenn die Kutsche statt 90 jetzt 170 Pe-Esse hat, dann wäre das ein Fortschritt.

    Das stimmt sicher. Das Wachstum wird zumindest in Europa nicht unbegrenzt anhalten können. Deshalb wird ja manchmal zu kuriosen Maßnahmen gegriffen, vgl. Abwrackprämie.
    Das nutzt nichts, das war eine Subvention für die Automobilindustrie mit grünem Feigenblättchen. Ändert nichts an der Tatsache, daß die Zulassungszahlen weiter steigen, der Flächenverbrauch an seine Grenzen stößt. Wenn Sie diese Fakten ausblenden, Ihr Problem.

    Aber wir drehen uns langsam im Kreis. Wie ein anderer Forist schon sagte. Das Benzin ist zu billig, denn es wird immer noch gefahren.
    Dann muß es eben noch teurer werden, damit manche Menschen lernen, bei längeren Wartezeiten - vor LZA z.B. oder anderswo - den Motor auszuschalten oder kurze, innerstädtische Wege bis 3 km. Wegstrecke vielleicht mit den Öffis oder per pedes zurückzulegen.

    Auch der Preis ist ein Steuerungsinstrument und sogar ein sehr effektives. Das Recht auf Autofahren steht nicht im Grundgesetz.

    :-)
  7. #106

    Was sollen denn noch die Diskussionen über Benzin und Diesel?

    Kennt denn der deutsche Autofahrer nicht die alternativen Kraftstoffe AUtogas und Erdgas? Ist um einiges billiger als der Kraftstoff, der an jeder Tanke angeboten wird.
    Es gibt Erfahrungen, das sich mit der erhöhung des Tempos die Entfernung zwischen des Heimatortes und des Arbeitsortes erhöht. Nur die Zeit, die man für die Überwindung des Weges benötigt, bleibt gleich.
    Aber viele versuchen,, den Weg zu verkürzen, indem sie in die Metropolen ziehen und die MIeten nach oben treiben. Das ist auch nicht so lustig...
    Jetzt, wo die Chinesen und die Inder sich ein Auto leisten und hier der Kraftstoff billig ist, rächt sich die Autofreundliche Politik und die ÖPNV Feindliche. Seit ende des Krieges wurde die Streckennetzlänge der Bahn in Deutschland halbiert und die noch bestehenden vernachlässigt.
  8. #107

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Das gleiche Phänomen kann man bei Lebensmitteln und der gesundheitlichen Versorgung beobachten.
    Angeblich haben die Leute kein Geld, können sich die Sachen aber scheinbar doch immer noch leisten.
    Manche Ärzte haben sogar schon Wartelisten!
    Die Krankenversicherung kostet das gleiche, egal ob die Leuten zum Arzt rennen oder nicht. Ein Arztbesuch kostet also nur die Praxisgebühr.
  9. #108

    Zitat von baghira1 Beitrag anzeigen
    ....
    Jetzt, wo die Chinesen und die Inder sich ein Auto leisten und hier der Kraftstoff billig ist, rächt sich die Autofreundliche Politik und die ÖPNV Feindliche. Seit ende des Krieges wurde die Streckennetzlänge der Bahn in Deutschland halbiert und die noch bestehenden vernachlässigt.
    Tja. So ist eine Verkehrspolitik, die von der Straßenbau- und Autolobby betrieben wird..... .
    Seit den dreißiger Jahren ist das so:
    Sanfte Mobilität
  10. #109

    Eigene Nase

    Zitat von FoxhoundBM Beitrag anzeigen
    Richtig. Und Wenn ich schon wieder diese Pauschalisierungen lese ...
    "Der fährt morgens mit seinem SUV zum Bäcker!"
    Und danach vielleicht weiter zur Arbeit?
    "180 auf der Autobahn! Sprit ist viel zu billig!"
    Wie viel Prozent der 40 Millionen.......
    Ich muß gestehen auch ich fahre Auto,allerdings versuche ich wirklich es soweit wie es mir möglich ist stehen zu lassen.Warum?
    Weil ich doch über Umweltverschmutzung nachdenke und meine der Dreck den ich vom meinem Auto wasche doch nicht nur von Kohlekraftwerken stammt sondern auch aus dem Auspuff meines Autos!