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Bengalo-Randale: Stinkefinger von den Hardcore-Ultras

DPARandale in Karlsruhe, Bengalos in Köln und Düsseldorf: Die Pyro-Exzesse der vergangenen Tage sind kein Zufall, sondern eine gezielte Provokation der Fußballverbände durch Fans. Doch die Hardcore-Ultras stoßen mit ihren Aktionen auch in der Szene zunehmend auf Ablehnung.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...833553,00.html
  1. #150

    Zitat von seneca.jr Beitrag anzeigen
    ......Zu einem Fußballspiel wird keiner gezwungen - zum Glück! In dem Moment, wo aber durch ein Fußballspiel - besser gesagt durch eine aufgeputschte Minderheit - ganze Innenstädte abgesperrt werden, Fahrgäste in Zügen beleidigt und belästigt werden und die Mehrheit diesen ganzen Irrsinn bezahlen muß, läuft auch dieses Argument ins Leere.
    Geben Sie's zu, die Anzahl der Wochen die Sie sich mit dem Thema beschäftigen, die können Sie problemlos mit den 10 Fingern Ihrer Hände anzeigen ?

    Jetzt mal eine ganz, ganz, ganz alte Frage: Was kostet es alle Fußballspiele zu verbieten ?
  2. #151

    So, jetzt zu meiner Meinung zu diesem Thema:

    Bengalische Feuer sollten nicht so abgebrannt werden wie es im Moment Gang und Gebe ist. Die unglaublich hohen Temperaturen die beim Abbrennen erzeugt werden, stellen mit Sicherheit ein Risiko dar. Aber auch hier sollte man nicht übertreiben. Ich weiß selbst nicht wieviele Verletzte es schon durch diese Fackeln gab, aber viele können es nicht gewesen ein, da sich die Medien da sonst schon drauf gestürzt hätten. Trotzdem, ich kenne mich da nicht genug aus, und habe auch noch nie selbst so eine Fackel abgebrannt um das besser beurteilen zu können. Und mal so als Anmerkung an die meisten Leser hier: Ich glaube sie auch nicht also halten sie sich gefälligst zurück mit den Beurteilungen über die Gefahr. Das einzige Problem was ich mit dem Fackeln habe, ist dass sie unkontrolliert, in riesigen Menschenmengen angezündet werden, und dann auch noch von Leuten die dies aus Trotz tun, da es ja verboten ist.
    Und in der Hinsicht, kann ich den DFB einfach nicht verstehen. Letztes Jahr waren doch diese Verhandlungen wo der DFB gesagt hat wenn ihr es schafft für so-viele Monate keine Fackeln in Deutschen Stadien abzubrennen, dann reden wir über ein kontrolliertes und erlaubtes Abbrennen dieser Fackeln. Sobald die Fans ihre Seite der Abmachung erfüllt hatten hieß es von Seiten des DFB's um es mal sallop auszudrücken "Leckt uns doch am Ar***". Wenn man also wirklich der Meinung ist, dass im Moment die Lage am eskalieren ist, dann gibt es doch nur eine dem man die Schuld zuweisen kann. Der DFB hat sich hier zu einem genauso ernstzunehmenden Dialogpartner gemacht wie Präsident Assad wenn er mal wieder eine Waffenruhe vorschlägt.

    Es wäre doch nicht nur eine Entschärfung der Lage, wenn man Show-einlagen mit Bengalischen Feuer vor, zwischen oder nach der Halbzeiten machen kann, sondern würde wahrscheinlich auch richtig gut Aussehen. Ich verstehe nicht warum nicht ein paar Fans kontrolliert vor der Tribüne so etwas machen könnten. Wenn man der Meinung ist, dass dies immer noch zu gefährlich wäre, dann stimme ich mit dem User überein der den Vergleich zu Feuerwerkskörpern gemacht hat. Ich bin mir ziemlich sicher dass sich allein in einer Neujahrsnacht am Brandenburger Tor mehr Menschen verletzten als das ganze folgende Jahr in Stadien von Bengalischen Feuern.

    Und mal an all die User die fragen auf welcher Grundlage diese Ultras verhandeln? Sie sind Menschen dieses Staates, und wenn auch nur ein Idiot der Meinung ist irgendetwas haben zu wollen dann hat er jedes Recht soviel und solang er will darüber zu verhandeln. Das ist nunmal so in einer Demokratie und die Leute die sich hier einerseits über diese "Protestaktionen" beschweren und andererseits die Ultras als blöd darstellen wenn sie den Dialog suchen: Was wollt ihr eigentlich? Dass wir die alle vergasen weil sie andere Interessen haben als ihr? Ich will diese Ultras ja nicht übermäßig verteidigen, weil die meiner Meinung nach wirklich genug Schei** bauen, aber sie dafür zu kritisieren DASS sie den Dialog suchen?! Meine Fresse, soviel intoleranz gehört doch wirklich bestraft, und dass die in so breiter Fläche auftritt, unter den Leuten die Spiegel lesen und sich die Zeit nehmen einen Kommentar zu schreiben, ist um einiges beunruhigender als dass sich eine paar Idioten gegenseitig die köpfe einschlagen, oder Bengalos aufeinander werfen.
  3. #152

    Zurückhaltung

    Zitat von Benjamin123 Beitrag anzeigen
    Und mal so als Anmerkung an die meisten Leser hier: Ich glaube sie auch nicht also halten sie sich gefälligst zurück mit den Beurteilungen über die Gefahr.
    Nicht zu fassen....
  4. #153

    Das wäre zu klären...

    Zitat von Einweckglas Beitrag anzeigen
    Es ist nicht immer angenehm..aber gehört nun mal dazu.
    Ob Bengalos dazu gehören oder nicht ist der Kern der Diskussion. Aus Sicherheitsgründen bin ich strikt dagegen.
    Ich hatte das "Vergnügen" im vergangenen Jahr nur knapp ein Silvesterrakete zu entgehen und kam mit zwei oder drei Brandlöchern in der Jacke davon und das auch nur, weil Platz war zum ausweichen. Das Teil wurde zwanzig Meter von mir entfernt abgeschossen, traf einen Hausgiebel und kam nahezu senkrecht wieder runter. Im engen Stadion (== in der Zuschauermenge!) finde ich haben Feuerwerk, Böllerkram und Bengalos nix zu suchen.
  5. #154

    Bengalische Feuer gehören zur Fankultur

    Seit Jahrzehnten gehören Bengalische Feuer zur Fußball-Fankultur, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt.

    Richtig angewendet, also in der Hand gehalten, sind diese nicht gefährlicher als 40cm lange Wunderkerze, daher sind sie gemäß dem Sprengstoffgesetz (SprengG) auch in derselben Kategorie T1 eingeordnet.
    Kategorie T1 bedeutet "Pyrotechnische Gegenstände für Bühnen mit geringer Gefährdung, erhältlich ab 18 Jahre."

    Natürlich ist es strikt zu verurteilen, wenn Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen werden. Hier muss man an die Fans appellieren, dies zu unterlassen. In Deutschland geschieht das nur alle paar Jahre und dies ist aufgrund der Anzahl von Spielen eine vernachlässigbar kleine Zahl.
  6. #155

    Zitat von pepito_sbazzeguti Beitrag anzeigen
    Nicht zu fassen....
    Also ist ja schön dass du meine beitrag zu 20% durchliest, aber bitte zitier doch keinen Satz, dass der Sinn einfach nichtmehr zu verstehen ist. Ich wollte lediglich, dass die Leser aufhören zu sagen dass diese dinger so gefährlich sind, weil sich da 2000 grad Hitze bilden und weil das rote licht und der Rauch eben gefährlich aussehen.

    Schau dir diesen Beitrag an und vergleich ihn mit dem wisch den die meisten hier schreiben:

    Seit Jahrzehnten gehören Bengalische Feuer zur Fußball-Fankultur, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt.

    Richtig angewendet, also in der Hand gehalten, sind diese nicht gefährlicher als 40cm lange Wunderkerze, daher sind sie gemäß dem Sprengstoffgesetz (SprengG) auch in derselben Kategorie T1 eingeordnet.
    Kategorie T1 bedeutet "Pyrotechnische Gegenstände für Bühnen mit geringer Gefährdung, erhältlich ab 18 Jahre."

    Natürlich ist es strikt zu verurteilen, wenn Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen werden. Hier muss man an die Fans appellieren, dies zu unterlassen. In Deutschland geschieht das nur alle paar Jahre und dies ist aufgrund der Anzahl von Spielen eine vernachlässigbar kleine Zahl.
    Haste den Unterschied gefunden? Ja, dieser Beitrag bezieht sich teils auf Fakten, und nicht auf "diese roten lichter sind so grell, ich hab gehört die werden so heiß, die müssen doch gefaehrlich sein!1"
  7. #156

    ---

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Geben Sie's zu, die Anzahl der Wochen die Sie sich mit dem Thema beschäftigen, die können Sie problemlos mit den 10 Fingern Ihrer Hände anzeigen ?
    Mit dem Thema Fußball? Reicht nicht, spiele selbst!
    Mit den Zerfallserscheinungen unserer Gesellschaft? Reicht auch nicht! Damit beschäftige ich mich fast täglich!
    Mit Hooligans, Ultras, Bengalos? Hier haben Sie recht, es reicht sogar eine Hand!
  8. #157

    mehr nicht?

    Zitat von Alexander S. Beitrag anzeigen
    Seit Jahrzehnten gehören Bengalische Feuer zur Fußball-Fankultur, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt.

    Richtig angewendet, also in der Hand gehalten, sind diese nicht gefährlicher als 40cm lange Wunderkerze, daher sind sie gemäß dem Sprengstoffgesetz (SprengG) auch in derselben Kategorie T1 eingeordnet.
    Kategorie T1 bedeutet "Pyrotechnische Gegenstände für Bühnen mit geringer Gefährdung, erhältlich ab 18 Jahre."

    Natürlich ist es strikt zu verurteilen, wenn Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen werden. Hier muss man an die Fans appellieren, dies zu unterlassen. In Deutschland geschieht das nur alle paar Jahre und dies ist aufgrund der Anzahl von Spielen eine vernachlässigbar kleine Zahl.
    ist es das, was Sie zu einer besseren Gesellschaft beitragen wollen? Für das Recht kämpfen, infantile Pyrotechnik trotz Fremdgefährdungs-Risiko in zum Teil unter erheblichem Alkoholeinfluss stehenden Menschenmengen verwenden zu dürfen? Es ist schon ein Trauerspiel, das es erwachsene Menschen gibt, die meinen, darauf nicht verzichten zu können.
  9. #158

    Zitat von seneca.jr Beitrag anzeigen

    Die Mehrheit vergräbt Atommüll? Die Mehrheit nutzt Atomstrom, an dem eine Minderheit Milliarden verdienen.
    So wie die Mehrheit keine Bengalos zündet, vergräbt die Mehrheit auch keinen Atommüll.
    Nur beim Fußball fordert man die Kollektivstrafe, obwohl der Einzelne sich fernhalten kann.
    Fragen Sie mal die Japaner ob die mal kurz zur Seite treten konnten?

    Das Thema ist aber Verantwortungslosigkeit und da liegen die meisten die hier Schimpfen mit den Hooligans auf einer Wellenlänge:

    Was interessieren mich die Anderen wenn ich selbst den Vorteil habe.
  10. #159

    Zitat von ddk406 Beitrag anzeigen
    Grins- das ist ja eine sensationelle Argumentation. Denken Sie denn wirklich, dass der Veranstalter es möchte, dass Pyros gezündet werden, dass Familien von besoffenen Bengaloträgern gefährdet werden?? -
    Die Kritiker sollten langsam mal eine einheitliche Argumentationslinie finden.
    Es wird den Veranstaltern doch ständig vorgeworfen das sie nicht unternehmen und auch die Beschwerden über die Vorfälle kommen vom Fernsehpublikum und nicht von Veranstalter oder Besucher.


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