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Benedikts Vermächtnis: Der Papst und die Taube

Matthias MatussekEr kam lächelnd, und er ging leise. Selten ist ein Mächtiger dieser Welt so würdevoll abgetreten, so bescheiden, so fromm. Benedikt XVI. hat wieder einmal all die Zerrbilder übermalt, die von ihm an die Mauern der säkularen Welt gepinselt worden waren.

Matthias Matussek würdigt Papst Benedikt XVI. - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Danke, Herr Matussek!

    Die Artikel des Herrn Matussek sind der einzige, wirklich der einzige Lichtblick in diesem Magazin, das von törichten bis haßerfüllten Beiträgen zur katholischen Kirche und dem Papsttum nur so trieft.
    Manchmal wünscht man sich, daß Journalisten generell nur noch über Themen schreiben und reden dürften, von denen sie wirklich etwas verstehen. Dann wären die Zeitungen und Fernsehsendungen zwar weniger "bunt", aber dafür wären sie objektiver und würden die fortschreitende Volksverdummung wenn schon nicht bekämpfen, so doch vielleicht ein wenig verlangsamen...
  2. #2

    “Papst Benedikt gab den Vogel frei. Die Taube flatterte, doch im gleichen Moment schossen zwei mörderische Möwen auf sie zu. Verängstigt flatterte sie wieder zurück und suchte Schutz beim Pontifex, diesem nicht minder verletzlich wirkenden alten Mann in Weiß.”

    Meine Güte was für ein Schmalz. Und das von einem erwachsenen Menschen, der einen anderen erwachsenen Mensch anhimmelt welcher wiederum die Menschheit in Kindheit, Dummheit, Ignoranz, Hass und Selbsthass gefangen halten will. In einem totalitärem System dazu aus dem es kein Entrinnen gibt -- nicht einmal durch den Tod.

    Ich weiss gar nicht was mir am meisten übel aufstösst. Vermutlich ist es diese Selbsterniedrigung des Herrn Matussek, die hier durch jede Zeile quillt. Schlimm, ganz schlimm.
  3. #3

    Allerdemütigst

    nimmt man zur Kenntnis dass in diesem Magazin noch Anstand und Ehrfurcht doch noch ihren Platz haben. Man fühlt sich schier zurück versetzt in gute, alte Zeiten der Demut gegenüber Kirchenoberen und Honoratioren. Was sind schon der Wahn eines dogmatischen Monotheismus, gepflegt von in kostbarste Gewänder gekleideten Greisen, politische Einflussnahme auf Abtreibungs- und Verhütungs-Themen in Polen, Irland, Afrika und Lateinamerika, gegen die Taube die Schutz sucht beim Pontifex. Vor den mörderischen Möwen, Symbolen der lauten Welt der mörderischen Zerrbilder...
    Hallo, geht's noch?
  4. #4

    Ein schöner Artikel.

    Zitat von Vito.Andolini Beitrag anzeigen
    Die Artikel des Herrn Matussek sind der einzige, wirklich der einzige Lichtblick in diesem Magazin, das von törichten bis haßerfüllten Beiträgen zur katholischen Kirche und dem Papsttum nur so trieft.
    Manchmal wünscht man sich, daß Journalisten generell nur noch über Themen schreiben und reden dürften, von denen sie wirklich etwas verstehen. Dann wären die Zeitungen und Fernsehsendungen zwar weniger "bunt", aber dafür wären sie objektiver und würden die fortschreitende Volksverdummung wenn schon nicht bekämpfen, so doch vielleicht ein wenig verlangsamen...
    Richtig. Kann ich so nur unterschreiben. Gleich geht's hier allerdings bestimmt los mit der Häme...

    Ich fand Benedikt auch gut. Wenn die Kirche, so wie viele es wollen, jedem Zeitgeist hinterher gelaufen wäre, gäbe es sie schon längst nicht mehr. Und dass man seine ruhige Art oft mit Arroganz verwechselt hat, ist ihm bestimmt nicht als Erstem passiert. Von daher: GZ zu diesem mutigen Schritt.
  5. #5

    Dieses wird wahrscheinlich der einzige würdige Bericht auf Spiegel-Online zum Papst-Rücktritt bleiben. Der einzige Bericht, der der historischen Größe und der inneren Feinheit, der großen Würde, der Haltung und der Intelligenz dieses Menschen, dieses Papstes, gerecht wird.

    Der Spiegel darf sich glücklich schätzen, dass Matussek für ihn schreibt.
  6. #6

    Chapeau Herr Matussek!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er kam lächelnd, und er ging leise. Selten ist ein Mächtiger dieser Welt so würdevoll abgetreten, so bescheiden, so fromm. Benedikt XVI. hat wieder einmal all die Zerrbilder übermalt, die von ihm an die Mauern der säkularen Welt gepinselt worden waren.

    Matthias Matussek würdigt Papst Benedikt XVI. - SPIEGEL ONLINE
    Chapeau, meine Verveugung gilt Ihnen Herr Matussek.
    Dieser Rücktritt des Pontifex ist nicht ohne Grund im CIC verankert. Sie Herr Matussek geben dem Menschen Papst die Würde, die er derzeit wohl vorallen in D nötig hat. -Danke Ihnen dafür.
  7. #7

    Wer sich erniedrigt, wird erhöht werden

    Zitat von _muskote Beitrag anzeigen
    “Papst Benedikt gab den Vogel frei. Die Taube flatterte, doch im gleichen Moment schossen zwei mörderische Möwen auf sie zu. Verängstigt flatterte sie wieder zurück und suchte Schutz beim Pontifex, diesem nicht minder verletzlich wirkenden alten Mann in Weiß.”

    Meine Güte was für ein Schmalz. Und das von einem erwachsenen Menschen, der einen anderen erwachsenen Mensch anhimmelt welcher wiederum die Menschheit in Kindheit, Dummheit, Ignoranz, Hass und Selbsthass gefangen halten will. In einem totalitärem System dazu aus dem es kein Entrinnen gibt -- nicht einmal durch den Tod.

    Ich weiss gar nicht was mir am meisten übel aufstösst. Vermutlich ist es diese Selbsterniedrigung des Herrn Matussek, die hier durch jede Zeile quillt. Schlimm, ganz schlimm.
    Wie armselig muss das Leben doch sein, wenn in dem Leben kein Platz mehr ist für Poesie, kindliches Staunen, Bewunderung und auch Verehrung. Selbsterniedrigung haben die Menschen verlernt, und das ist ein Grund für viele Übel in der Welt, sei es in der Wirtschaft oder der Gesellschaft. Der Papst macht es nun vor, er verzichtet auf Amt und Würden und macht sich klein. Denn wer sich erniedrigt, der wird erhöht werden!
  8. #8

    Hoffentlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    [...]etwa dem Abschlachten der Christen durch fanatische Islamisten[...]

    Matthias Matussek würdigt Papst Benedikt XVI. - SPIEGEL ONLINE
    Als getaufter Protestant bar jeden Gottglaubens empfinde ich diesen Artikel als sehr gelungen.

    Allerdings bleibt die zitierte Hoffnung Matusseks wohl leider nur eines, eine Hoffnung. Auch wenn es anders formuliert wäre (würde mir besser gefallen wie: etwa dem Abschlachten Andergläubiger durch fanatische anderer Andergläubiger), passieren wird nichts.

    Als nicht-Gottgläubiger teile ich ohne Wenn und Aber die zehn Gebote, die für mich eher Gesetze basierend auf moralischen Werten sind, und lebe sie. Darauf muss ein jeder Papst, und Iman, und Rabbi, hinarbeiten. Egal, woran jemand glaubt, diese universalen Verhaltensweisen gelten.

    Eldegar
  9. #9

    Zitat von Vito.Andolini Beitrag anzeigen
    Die Artikel des Herrn Matussek sind der einzige, wirklich der einzige Lichtblick in diesem Magazin, das von törichten bis haßerfüllten Beiträgen zur katholischen Kirche und dem Papsttum nur so trieft.
    Manchmal wünscht man sich, daß Journalisten generell nur noch über Themen schreiben und reden dürften, von denen sie wirklich etwas verstehen. Dann wären die Zeitungen und Fernsehsendungen zwar weniger "bunt", aber dafür wären sie objektiver und würden die fortschreitende Volksverdummung wenn schon nicht bekämpfen, so doch vielleicht ein wenig verlangsamen...
    Dann bitte lesen Sie nur ihre kirchlichen Nachrichten.
    Kritik muss man zulassen, ansonsten ist es eine Diktatur.


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