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Benedikt-Besuch: Wowereit zeigt Sympathien für Papst-Gegner

Der Papst kommt nach Berlin und wird von einem offen homosexuellen Bürgermeister empfangen. Klaus Wowereit will nach eigenem Bekunden ein guter Gastgeber sein - aber er hat auch "großes Verständnis" dafür, dass viele gegen den Besuch von Benedikt XVI. protestieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782732,00.html
  1. #40

    nein so einfach ist das nicht

    Zitat von BSPollux Beitrag anzeigen
    Dass Interessensgruppen wie diese selbstverständlich von Freiheit reden, aber im selben Atemzug um Mithilfe bitten, um den Führer einer Religion schlecht zu machen der nur seinen Glaubenssätzen folgen möchte.
    Mal ehrlich, wer die Kirche nich' mag, der soll sich doch einfach raus halten!
    Sehts ein, das Zeitalter der verfolgung oder Diskreminierung ist vorbei. Was übrig ist, ist Sympathie bzw Antipathie. Die sollte, darf und kann man nicht erzwingen bzw verbieten.

    Menschen das Recht zu lassen frei zu entscheiden was sie mögen und tun wollen nennt man Freiheit. Die Kirche darf Homosexuelle mögen oder nicht, ihre Sache.
    Nochmal: wenn ihrs nicht mögt dann bleibt der Sache fern, aber schikaniert nicht diejenigen für die dies ein großer Tag werden sollte.
    solange die Kirche viel Geld vom Staat bekommt und zwar auch von Nichtkirchensteuerzahlern, muss sie sich ständig vor dem Steuerzahler rechtfertigen.

    Die Kirchen sind eben kein privater Verein, sondern pochen auf Privilegien, die zwangläufig zu gesellschaftlichen Verpflichtungen führen.
  2. #41

    Unterschiede … soso …

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    … Als Christ soll man z.B. nicht lügen. Das hat schon immer gegolten und wird immer gelten. Da der Mensch ein Sünder ist, wird selbst ein Christ immer wieder lügen. Das ist eine Sünde und ich bitte um Vergebung...
    Ich mag Ihnen aber nicht vergeben. Dass "der Mensch ein Sünder ist", ist eine Erfindung des Christentums, um seinen Abhängigen ein schlechtes Gewissen einzureden. Andere Religionen kennen dieses Konzept nicht: Sind deren Anhänger also keine Menschen, weil sie gar keine "Sünder" sein können?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Es ist ja bewiesen, dass jeder Mensch x mal am Tag (ich glaube eine dreistellige Zahl) lügt.
    …*also mindestens 100 x PRO TAG?? Wer hat Ihnen denn diesen Unsinn eingeredet? Der Heilige Geist? Hat der dafür auch eine Statistik zu Hand, die er Ihnen und uns mitteilen könnte? Da sieht man, wohin es führt, wenn man als Gläubiger das eigene Denken vollkommen abstellt: Wie wollen SIE es denn schaffen, 100x am Tag zu lügen, wenn Sie kein Politiker sind …? *lach*

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Und das unterscheidet einen gläubigen Menschen ja gerade von einem Ungläubigen. Er hält an seinen Werten fest, auch wenn die Gesellschaft dies von ihm nicht mehr verlangt.
    … indem er z.B. als verantwortlicher Vorgesetzter Vergewaltiger von Kindern nicht dem Gesetz überstellt, sondern einfach an einen neuen Wirkungsort versetzt, sie vor Strafverfolgung schützt und die Opfer verhöhnt oder mit lächerlichen Geldbeträgen zum Schweigen zu bringen versucht?
    … oder indem er (der Gläubige) Nazis und blutrünstige Diktatoren unterstützt, indem er Gehorsam predigt, ihre Herrschaft als gottgewollt bezeichnet und ihnen im Extremfall zur Flucht vor strafrechtlicher Verfolgung verhilft …? Natürlich nur aus Nächstenliebe …*derselben Nächstenliebe, die Hunderttausende verhungern lässt, während man selbst im Papamobil und eigenem Jet durch die Gegend reist?

    Fortsetzung folgt …
  3. #42

    Unterschiede … (Fortsetzung)

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Es ist nicht relevant, ob die Gesellschaft sich von Werten verabschiedet hat und ob heute bestimmte Sachen "normal" sind. Das ist überhaupt nicht relevant! Relevant ist, ob die Auslegung falsch oder richtig ist.
    Ach, und das entscheidet noch mal wer? Ein Mensch, der ausserhalb der "Gesellschaft" lebt? Aufgrund von Werten, die angeblich "ausserhalb der Gesellschaft" entstanden sind? Warum sollte die Gesellschaft dies hinnehmen? Wenn Gott was will, soll er doch mal herkommen und sich klar und verständlich äußern und dies nicht Vertretern einer Institution überlassen, deren Verhalten (s.o.) seit Jahrtausenden als verlogen und kriminell zu bezeichnen ist?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Weil wenn sie richtig ist und nur z.B. Herrn Wowereit nicht passt, dann trifft er ja die Entscheidung.
    …*und wenn "sie" – die Auslegung – falsch ist, was dann? nach welchen Kriterien wird denn das von wem entschieden??

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    PS: Nein, ich habe nichts gegen Homosexuelle. Nein, ich bin nicht katholisch. Ich habe das nur geschrieben, weil dies mal wieder der typische Fall ist, bei dem jemand das Prinzip Glauben nicht verstanden hat.
    … aha, worin besteht denn das "Prinzip Glauben"? Erläutern Sie doch mal? Im Abschalten des eigenen Denkens? Im Verweigern der von der Gesellschaft und einem Mindestverständnis von Humanität geforderten Werte und Regeln? Es gibt ein schönes Zitat des "Heiligen" Augustinus: "Credo quia absurdum est." = Ich glaube, WEIL es absurd ist. Das bringt die Sache schön auf den Punkt und ist, so Nietzsche, "die wahre Sünde wider den heiligen Geist".

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Es ist eben nicht so, dass sich der Glauben an die Moralvorstellungen der Gesellschaft anpassen muss.
    Aha, daher darf man dann als "Gläubiger" oder sogar als deren "Oberhaupt" - wieso muss "Glauben" eigentlich hierarchisch organisiert sein? – also Menschenschlächter unterstützen, Kindervergewaltiger, Lügner usw.?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Sondern, wer "Glaubt" der hat sich den entsprechenden Geboten zu unterwerfen.
    Warum? Ich glaube, dass morgen wieder die Sonne aufgeht – welchem Gebot habe ich mich deshalb zu "unterwerfen" und warum?

    Geben Sie es auf: Glauben lässt sich nicht unter Verzicht auf die evolutionär erworbene Intelligenz rechtfertigen. Blinder Glaube und Befolgen menschengemachter, unmenschlicher Regeln (s. "Leviticus" oder meinetwegen auch jeden beliebigen "Katechismus") und "Gehorsam" gegenüber denen, die sie wie Wasser predigen und selbst Wein trinken, ist eines denkenden Menschen unwürdig. Ich wünsche Ihnen, dass Sie dieses Stadium der Verblendung bald hinter sich lassen mögen!
  4. #43

    Zitat von praise Beitrag anzeigen
    Wowereit nimmt sich selbst zu wichtig. Er ist natürlich nicht maßgebend zur Beurteilung dafür, inwieweit Moralvorstellungen "in die Zeit passen".

    Letztlich betreibt er Wahlkampf auf dem Rücken des Papstes. Und das ist ziemlich billig. Ich habe aber auch nichts anderes von ihm erwartet.

    Kommt es aber zu gewalttätigen Demos gegen den Papst, dann ist Wowereit in der Mithaftung, auch wenn er Gewalt ablehnt. Denn er ruft indirekt zu Demonstrationen gegen einen Staatsgast auf.

    Was - ganz nebenbei gesagt - eine Amtspflichtverletzung Wowereits darstellt.
    Ich bin wahrhaftig kein Wowereit Fan und ich bin auch nicht homosexuell. Ich finde, dass Wowereit sehr feinfühlig mit dem Thema umgeht. Wie würden Sie denn damit umgehen, wenn Sie der Teufel einer Religion sind und müssen deren Anführer empfangen? Und das noch als Offizieller. An Wowereits Stelle würde ich den Papst nicht gerade als Freund betrachten. Dafür hält er sich gut (der Wowereit), wie ich finde.
  5. #44

    ach du meine Güte

    Zitat von koala1909 Beitrag anzeigen
    Was da mal wieder rund um den Papst-Besuch passiert, ist einfach widerlich. Es kann nicht sein, dass die Gegner des Papstes für sich Meinungsfreiheit reklamieren und es dem Papst und der katholischen Kirche nicht einräumen wollen. Der Papst ist nicht rückständig, er sorgt sich um die Gesellschaft. Seit den 68ern zerfällt diese Gesellschaft immer mehr. Die Deutschen bekommen kaum noch Kinder, Mutter sein gilt schon fast als Behinderung. Die meisten Kinder wachsen mit zwei arbeitenden Elternteilen auf. Gleichgeschlechtliche Beziehung werden immer häufiger, wollen sogar Kinder. Doch ein Kind wächst in einer Vater-Mutter-Familie besser auf als in einer Vater-Vater oder Mutter-Mutter. Wir kümmern uns nicht mehr darum, was gut für die Menschen ist, das Geld ist unser Gott. Dass der Papst da nicht mitmacht, finde ich sehr gut. Aber das werden die ewig linken eh nie verstehen.
    na und? Dann haben wir ebne weniger Kinder, die Erde ist sowieso schon überbevölkert, es wäre dringend notwendig, dass möglichst viele Länder unserem Beispiel folgen.
  6. #45

    solange die kirche ...

    ... die öffentliche Meinung bilden will, muss sie in Kauf nehmen, dass die Öffentlichkeit zeigt, dass die Kirche sich raushalten soll. Das man gegen sie, die GLAUBT, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, demonstriert, kann sie gar nicht verstehen können - der alte Mann ohnehin nicht mehr.
  7. #46

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Ja, wer die Kirche nicht mag, soll sich raushalten.
    Dem stimme ich absolut zu.

    Aber dann soll sich der Staat generell aus Kirchenangelegenheiten heraus halten und nicht, wie in Spanien geschehen, den Auftritt des Papstes in Berlin mit Millionen subventionieren.
    Wer sich aus kirchlichen Angelegenheit heraus halten soll,
    muß auch akzeptireen, das der Besuch des Papstes kein Staatsbesuch sein kann und darf.
    Der Vatikan mag sich als 'Staat' bezeichnen, er ist aber von seinem Wesen nur her ein Gottestaat, in dem nur das Kirchenrecht existiert.
    Jedenfalls ist der Vatikan auch kein 'Tendenzbetrieb', wie ere der Kirche in Deutschland eingeräumt wird.

    Ein großer Teil der kath. Kirchensteuern, es sind sicherlich Hunderte von Millionen, geht nach Rom.
    Aus Sicht des Vatikans ist das sicher auch notwendig für
    die ungeheuren Kosten, die der Pomp im Vatikan nun mal erfordert.

    Wann endlich erfolgt auch in Deutschland eine wirkliche Trnnung von Kirche und Staat ?
    Dass der Papstbesuch in Spanien vom Staat subventioniert wurde, ist zumindest strittig. Die spanischen Katholiken bestreiten das.
    Der Vatikanstaat ist völkerrechtlich ein souveräner Staat, insofern sollte es auch selbstverständlich sein, dessen Oberhaupt angemessen in Berlin zu empfangen.
    Dass kirchliche Einrichtungen Tendenzbetriebe sein können, hat mit dem Zivil- und Arbeitsrecht zu tun, worin besteht der Sinn dieser Anmerkung in Zusammenhang mit dem Papstbesuch ?
  8. #47

    Ablenkungsmanöver

    Zitat von sonobox Beitrag anzeigen
    Widerlich sind solche ignoranten, homophoben und zudem falschen Äußerungen, wie Sie sie von sich geben. Haben Sie Studien, die Ihre homophoben Äußerungen belegen, oder ist es katholisches Wunschdenken? Menschen (und auch Tiere) waren schon immer homosexuell nur darf man nun dazu stehen. Das heißt nicht, dass es nun mehr Homosexuelle gibt es vor 1960, sondern nur, dass die Gesellschaft aufgeklärter ist. Ist Ihnen z.B. aufgefallen, dass die Zahl der Scheidungen auch rapide in die Höhe gegangen ist? Wie gut ist das für ein Kind, das in einer Mutter-Vater-Konstellation gross wird?

    Ich bin übrigens weder links, noch homosexuell, aber diese Scheinheiligkeit und Arroganz derer, die auf andere herabsehen, nur weil Ihnen die sexuelle Gesinnung, die Hautfarbe, Religion oder was auch immer nicht passt finde ich beschämend. Toleranz wird zwar in der Kirche gelehrt, aber gelebt wird es nicht einmal im Ansatz.
    sonst noch Beschwerden? Um das ganze einmal genau zu betrachten. Der Bürgermeister von Berlin hat schon so manchen Herrn die Hand geschüttelt, der gestern noch ein nützlicher Partner und heute als Schlächter und Diktator gebranntmarkt wird. Persönlich finde ich diese Art von Doppelmoral sehr viel unangenehmer. Eine Religion hat andere Regeln als ein Staat, daher sollte man aufhören, alles durch die eigene Schablone zu pressen und dabei bin ich sicherlich nicht religiös, aber ich erkenne ein Ablenkungsmanöver, wenn es mich in den Hintern kneift.
    Sexualität ist übrigens nur ein Teil des Lebens und sicher nicht der Wichtigste, warum man ständig auf diesem Thema herumreiten muss, erschliesst sich mir nicht. Heute kann man bei uns zusammenleben mit wem man will, dass muss nicht jedem gefallen, man hat auch keinen Anspruch darauf, dass bestimmte Formen von allen akzeptiert werden, man kann aber darauf vertrauen, dass man am Ausleben seiner Lebensform nicht gehindert wird. Also, was soll das ganze Geschwafel, Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen und das ist gut so.
  9. #48

    Grober Unsinn...

    Zitat von roka52 Beitrag anzeigen
    Wenn die kath.Kirche sich aus der Kindererziehung raushält,dann schließen wir alle kath.Kindergärten,Kitas,die Caritas Familienberatung ,Beratunsstellen f.Drogenabhängige etc.Die werden nämlich auch von der ach so bei manchen verhassten Kirchensteuer mitfinanziert.
    Das ist natuerlich Unsinn: Die Kirchen tragen maximal 15-20%, Eltern Land und Bund 80-85%. Allerdings möchten die Kirchen die Regeln machen, und ihre bereits erwähnte Intoleranz ausleben und Anderskofessionelle z.B. nicht einstellen oder gar Kinder nicht aufnehmen.
  10. #49

    nein

    Zitat von christiane006 Beitrag anzeigen
    der Papst ist in erster Linie alt und eine Gleichschaltung von Meinungen ist auch in unserem Land nicht erstrebenswert. Eine Religion hat nun einmal eigene Regeln, niemand muss diese Regeln für sich akzeptieren, es gibt keinen Zwangsanschluss, also bleibt vielleicht einmal locker.
    solange die Kirche verdammt viel Geld vom Staat bekommt, kann man das nicht so locker sehen.


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