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Benedikt-Besuch: Wowereit zeigt Sympathien für Papst-Gegner

Der Papst kommt nach Berlin und wird von einem offen homosexuellen Bürgermeister empfangen. Klaus Wowereit will nach eigenem Bekunden ein guter Gastgeber sein - aber er hat auch "großes Verständnis" dafür, dass viele gegen den Besuch von Benedikt XVI. protestieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782732,00.html
  1. #30

    Selbstverständlich ist Wowereit für die Papstgegner.
    Gleich und gleich gesellt sich eben gern!

    Aber vom Papst Toleranz verlangen.....
  2. #31

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Selbstreden muss Glauben immer interpretiert werden. Selbstredend kommt man immer wieder zur Ansicht, bestimmte Auslegungen waren falsch und man muss eine Position überdenken.
    Aber der "Trick" am Glauben ist ja, dass die Werte eben nicht mit den gesellschaftlichen Werteverlusten einhergehen. Als Christ soll man z.B. nicht lügen. Das hat schon immer gegolten und wird immer gelten. Da der Mensch ein Sünder ist, wird selbst ein Christ immer wieder lügen. Das ist eine Sünde und ich bitte um Vergebung...

    Die Gesellschaft sieht dies heute doch ganz anders. Es ist ja bewiesen, dass jeder Mensch x mal am Tag (ich glaube eine dreistellige Zahl) lügt. Es gibt dafür verschiedene Erklärungen. Deshalb sind ja bestimmte Lügen heutzutage auch überhaupt nicht mehr verwerflich....
    Und das unterscheidet einen gläubigen Menschen ja gerade von einem Ungläubigen. Er hält an seinen Werten fest, auch wenn die Gesellschaft dies von ihm nicht mehr verlangt. Gerade dies ist ja die "Herausforderung" des Glaubens. Wenn Glaubensvorstellung und gesellschaftliche generelle Einstellung gleich sind, ist es ja gerade einfach (z.B. nicht töten). Aber sich hinzustellen und "mehr" zu machen, als die Gesellschaft fordert oder andersherum auf "Rechte" verzichten, weil es eben nicht mit dem Glaubensgrundsätzen zusammenpasst, dass ist die Herausforderung.

    Und genau da irrt sich Wowereit nämlich. "den Papstbesuch benutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die katholische Kirche mit ihrer Lehre Thesen vertritt, die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit". Nein, komplett falschen Ansatz. Es ist nicht relevant, ob die Gesellschaft sich von Werten verabschiedet hat und ob heute bestimmte Sachen "normal" sind. Das ist überhaupt nicht relevant! Relevant ist, ob die Auslegung falsch oder richtig ist. Weil wenn sie richtig ist und nur z.B. Herrn Wowereit nicht passt, dann trifft er ja die Entscheidung. Ist er bereit zurück zustecken oder verabschiedet er sich aus der Mitte der Gläubigen....

    PS: Nein, ich habe nichts gegen Homosexuelle. Nein, ich bin nicht katholisch. Ich habe das nur geschrieben, weil dies mal wieder der typische Fall ist, bei dem jemand das Prinzip Glauben nicht verstanden hat. Es ist eben nicht so, dass sich der Glauben an die Moralvorstellungen der Gesellschaft anpassen muss. Auch nicht andersherum. Sondern, wer "Glaubt" der hat sich den entsprechenden Geboten zu unterwerfen. Wer dazu nicht willig ist, muss einen anderen Weg finden.
    Was für ein heuchlerisches Geschwafel. Sie sagen es selbst: Der Christ lügt 3-stellig am Tag, aber hält an seiner Treue zu dem Gebot fest, Du sollst nicht Lügen. Genau das typisiert diese Religion. HEUCHELEI. Jetzt geht der Papst mit dem Teufel (homosexueller Wowereit) spazieren und wahrscheinlich betet er anschließend 20 Ave Maria und wäscht sich die Hände in Weihwasser.
  3. #32

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Papst kommt nach Berlin und wird von einem offen homosexuellen Bürgermeister empfangen. Klaus Wowereit will nach eigenem Bekunden ein guter Gastgeber sein - aber er hat auch "großes Verständnis" dafür, dass viele gegen den Besuch von Benedikt XVI. protestieren.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782732,00.html
    Wowereit nimmt sich selbst zu wichtig. Er ist natürlich nicht maßgebend zur Beurteilung dafür, inwieweit Moralvorstellungen "in die Zeit passen".

    Letztlich betreibt er Wahlkampf auf dem Rücken des Papstes. Und das ist ziemlich billig. Ich habe aber auch nichts anderes von ihm erwartet.

    Kommt es aber zu gewalttätigen Demos gegen den Papst, dann ist Wowereit in der Mithaftung, auch wenn er Gewalt ablehnt. Denn er ruft indirekt zu Demonstrationen gegen einen Staatsgast auf.

    Was - ganz nebenbei gesagt - eine Amtspflichtverletzung Wowereits darstellt.
  4. #33

    re

    Zitat von Meskiagkasher Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Kirche dafür aus der Politik, der Kindererziehung und der öffentlichen Meinungsmache raus hält.

    Ach so, also werden Gläubige dann vom öffentlichem Leben ausgeschlossen und verlieren ihr Mitbestimmungsrecht?

    Wo soll das enden?
  5. #34

    Also Bitte...

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    (...) Er hält an seinen Werten fest, auch wenn die Gesellschaft dies von ihm nicht mehr verlangt. Gerade dies ist ja die "Herausforderung" des Glaubens. (...)
    ...ich bin nicht Mitglied der Kirche und ich muss auch nicht glauben, um an Werten wie "du sollst nicht lügen", "du sollst nicht töten" usw. festzuhalten. Der Glaube mag eine "Krücke" sein, für manche Menschen, um sich Werte zu erarbeiten. Aber ich kann sie ohne Glauben haben.
  6. #35

    Sie sind ganz schön anmaßend.

    Zitat von slider Beitrag anzeigen
    Der Papst wird großes Verständnis für Herrn Wowereit haben, da er weiß, das die Evolution aus Fehlern "lernt" und Herr Wowereit sich sein Anderssein nicht ausgesucht hat.
    Nach Ihrem Verständnis würde also die Evolution
    keine Homosexuellen mehr "produzieren" oder wie ?
    Um die wachsende Überbevölkerung in Schach zu halten,
    wäre dies sogar kontraproduktiv im Sinne einer klugen
    Evolution.

    Und Herr Wowereit scheint mit seinem Anderssein ganz
    glücklich zu sein.
  7. #36

    na ja

    Da stehen wieder tausende Spalier um einen alten Mann im Faschingskostüm mit roten Schühchen zu sehen und zuzujubeln.
    Für was eigentlich? Für die mittelalterliche Gesinnung?

    Es wäre viel nützlicher wenn er endlich mal in seinem scheinheiligen Verein ordentlich aufräumen würde, aber das ist nur ein Wunschdenken.
  8. #37

    Der Beitrag auf den Sie geantwortet haben ist nicht repraesentativ fuer die Kirche

    Zitat von sonobox Beitrag anzeigen
    Toleranz wird zwar in der Kirche gelehrt, aber gelebt wird es nicht einmal im Ansatz.
    So pauschal stimmt das auch nicht. Richtig ist ein grossteil der Kirche(n) hat probleme mit homosexualitaet, allgemein gibt es aber glaube ich kaum groessere Gruppen/Vereine die so akzeptierend alle Moeglichen Leute aufnehmen und zusammenbringen wie die Kirchen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das ich oft von der Diversitaet von Kirchen und ihrem Umgang damit beeindruckt bin.
  9. #38

    Da haben Sie vollkommen Recht

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Und das unterscheidet einen gläubigen Menschen ja gerade von einem Ungläubigen. Er hält an seinen Werten fest, auch wenn die Gesellschaft dies von ihm nicht mehr verlangt. Gerade dies ist ja die "Herausforderung" des Glaubens.
    Und genau da irrt sich Wowereit nämlich. "den Papstbesuch benutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die katholische Kirche mit ihrer Lehre Thesen vertritt, die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit". Nein, komplett falschen Ansatz. Es ist nicht relevant, ob die Gesellschaft sich von Werten verabschiedet hat und ob heute bestimmte Sachen "normal" sind. Das ist überhaupt nicht relevant! Relevant ist, ob die Auslegung falsch oder richtig ist. Weil wenn sie richtig ist und nur z.B. Herrn Wowereit nicht passt, dann trifft er ja die Entscheidung. Ist er bereit zurück zustecken oder verabschiedet er sich aus der Mitte der Gläubigen....

    Es ist eben nicht so, dass sich der Glauben an die Moralvorstellungen der Gesellschaft anpassen muss. Auch nicht andersherum. Sondern, wer "Glaubt" der hat sich den entsprechenden Geboten zu unterwerfen. Wer dazu nicht willig ist, muss einen anderen Weg finden.
    Entschuldigung, wenn ich nur teilweise übernommen habe.
    Ich finde Herrn Wowereit so was von hochnäsig - nicht nur deswegen. Er kann doch denken und glauben, was er will. Dabei bin ich ganz sicher, dass er etwa beim "netten" nordkoreanischen Präsidenten keinerlei Kritik bringen würde. Der ist ja auch so fortschrittlich.
    Nein, die Kirche muss sich nicht den sich stets verändernden gesellschaftlichen Normen anpassen. Sie gründet sich auf die Lehre und Botschaft Jesu. Dabei muss man leider sagen, dass auch die Kirche das immer mal wieder vergißt und ihre eigenen Gedanken als die richtigen hingestellt hat. Das führte in große Irrtümer oder gar Gewalttaten. Das ist leider so.
    Ich bin wie Sie nicht katholisch und ich käme auch nicht auf die Idee, zum Papstbesuch nach irgendwo zu fahren.
    Aber für die Katholiken ist der Papst eben wichtig. Und wenn der Herr Wowereit da Verständnis für die Gegner hat, dann sollte er sich nicht als "guter" Gastgeber aufspielen. Er sollte diese Gegner zur Toleranz auffordern.
    Niemand muss den Papst, die katholische Kirche usw. mögen. Da bleibt man halt weg. Ich mag auch so vieles nicht. Wenn ich da immer dagegen demonstrieren würde.
    Ja, ich habe auch schon demonstriert. Z.B. gegen die Verfolgung von Christen in der damaligen Sowjetunion. Ich schreibe an Staatsführer, damit verfolgte Menschen freikommen. Dabei beleidige ich aber niemanden, da wäre ein Erfolg ausgeschlossen.
    Leute, entweder ihr tretet halt aus der Kirche aus oder ihr bleibt zu Hause. Es ist m.E. sehr unhöflich, gegen den Papst zu demonstrieren. Denn er misshandelt nicht Menschen, verurteilt niemanden unschuldig zu Gefängnis oder gar zum Tode. (Ja, ja, ich weiß, das gab es früher leider alles. Aber es geht um diesen Papst) Und sein Glaube wird sicher nicht ins Wanken geraten, sondern durch solche Gegener gefestigt.
    Wenn Herr Wowereit mich fragen würde (tut er natürlich nicht) würde ich ihm raten: ersparen Sie dem Papst die Peinlichkeit und lassen Sie ihn doch von jemand anderem empfangen. Und geben Sie keinesfalls Ratschläge, der Papst ist nicht nur der Führer der katholischen Kirche, sondern auch der "Chef" des Vatikanstaates.
    Ich kann nur hoffen, dass solche Bemerkungen des Herrn W. die Gegner des Papstes nicht zur Gewalttat ermutigt.
  10. #39

    Zitat von praise Beitrag anzeigen
    Wowereit nimmt sich selbst zu wichtig. Er ist natürlich nicht maßgebend zur Beurteilung dafür, inwieweit Moralvorstellungen "in die Zeit passen".

    Letztlich betreibt er Wahlkampf auf dem Rücken des Papstes. Und das ist ziemlich billig. Ich habe aber auch nichts anderes von ihm erwartet.

    Kommt es aber zu gewalttätigen Demos gegen den Papst, dann ist Wowereit in der Mithaftung, auch wenn er Gewalt ablehnt. Denn er ruft indirekt zu Demonstrationen gegen einen Staatsgast auf.

    Was - ganz nebenbei gesagt - eine Amtspflichtverletzung Wowereits darstellt.
    Sie sollten mal in den nächsten Tagen bei Villeroy und Boch vorbei schauen, da sind wieder Porzellanwochen. Offensichtlich leiden Sie nämlich nicht nur unter akutemn Tassenmangel, sondern haben überhaupt kein Geschirr im Schrank!


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