Belastetes Wildfleisch: Blei im Magen

dapdBehörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-872791.html
  1. #90

    Seeadler und Blei

    Hat denn auch mal jemand die Studie zu den Seeadlern gelesen? Die Jäger in Meck-Pom wurden sogar gebeten ihren Aufbruch für die Seeadler zur "Fütterung" zu verteilen, daher die höhere Kontaminierung. Normalerweise würde der Aufbruch entweder mitgenommen oder vergraben.
    Ein Großteil des Bleis verlässt den Wildkörper mit dem Ausschuss oder Aufbruch bzw. durch das Ausschneiden des Schusskanals. Ein Großteil des aufgenommenen Bleis stammt aus der Natur.
    Bleischrote dringen in der Regel kaum in den Körper ein und hängen in der Haut. Dafür verhält sich bleifreie Munition auf größere Entfernung wie ein Vollmantelgeschoss und hat die entsprechend geringe Tötungswirkung. Kupfer ist auch nicht unbedingt gesund.
    Soviel in Kürze dazu.
  2. #91

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    Zitat von drernst Beitrag anzeigen
    Blei ist unstrittig toxisch und sollte auf keinen Fall vermeidbar in Umwelt und Lebensmittel gelangen. Als langjähriger Jäger, der seit 2 Jahren ausschließlich mit bleifreier Büchsenmunition jagt und damit selbst schwerstes Schalenwild sicher zur Strecke bringen ......
    Und sie sind als Lobbyist der Kupfergeschosshersteller unterwegs? Überlegen Sie sich mal wie viel Blei alleine durch den 2. Weltkrieg und die Verwendung von bleihaltigem Antiklopfmittel in die Natur eingetragen wurde. Und mit ausreichendem Zielwiderstand durch schweres Schalenwild haben sie auch kaum ein Problem...
  3. #92

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    Zitat von ArnoNyhm1984 Beitrag anzeigen
    Aber dazu muss man halt umdenken und mit ner 12/76 auf die Jagd gehen..
    Zum einen geht das nicht überall, da die mögliche Schußentfernung begrenzt ist. Zum anderen habe ich ein Problem mit Werbeaussagen. Eine richtige und fundierte wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema gibt es noch nicht.
  4. #93

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    Zitat von hgm2 Beitrag anzeigen
    …dann ignoriert man auch, dass selbst in den waffenvernarrten USA in den meisten Bundesstaaten seit teilweise mehr als 30 Jahren Blei in der Munition verboten ist. Hierzulande knickt jede Regierung vor der Jagdlobby ein, die es für ihr Privileg hält, Lebewesen nach Belieben abzuknallen.
    Schämen sollten die sich, mit oder ohne Blei.
    Das Verbot gilt mWn nur bei der Jagd am Wasser. Es war tatsächlich ein Problem, da es teilweise zu massiven Konzentrationen von Jägern und Wild kommt. Und deswegen zu einer massiven Gewässerbelastung durch Bleischrot kam. Diese Jagdverhältnisse lassen sich auf Deutschland nur sehr bedingt übertragen.
  5. #94

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    Zitat von kurwaaa Beitrag anzeigen
    Nach dem Bericht wird gerade die Jagdmunition in Fabriken hergestellt, die noch aus dem 2. Weltkrieg und der Folgezeit stammen. Die Firmen und ihre Maschinen sind derart antiquitiert, dass ein Paradigmenwechsel bei der Munition den Konkurs bedeuten würde. Da würde ich als Hersteller, Jäger oder sonstwie involvierte Person auch mit dem Tierschutz (haha) auf die Tränendrüse drücken.
    Selten so gelacht. Klar stammen die Fabriken aus der Folgezeit des 2. Weltkrieges. Sie leben doch auch in dieser Folgezeit? Wenn sie auch nur etwas von den Fertigungsverfahren für Munition wüssten, dann hätten sie solchen Unsinn nicht geschrieben... wenn man keine Ahnung hat...
  6. #95

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    Zitat von Rainer_Berlin Beitrag anzeigen
    1. Zu den Untersuchungen in Eberswalde: Die Tötungswirkung war nicht vom Material, sondern von der Geschosskonstruktion abhängig.
    2. Bei den Untersuchungen in Eberswalde ist u. a. auch herausgekommen, dass das bisherige Zulassungsverfahren für Muntion unabhängig vom ....
    zu 1.: Tolle Erkenntnis. Nicht umsonst gibt es ungezählte Geschosskonstruktionen auch mit Bleikern. Ziel war immer schon das Wild möglichst schnell zu töten. Komischerweise hat sich auch dabei kein Standard herausgebildet. Die Gründe dafür sind kompliziert, also erspare ich sie Ihnen.
    zu 2.: Mir liegt die Untersuchung nicht vor. Nur so viel. Es gibt kein Zulassungsverfahren für Munition, abgesehen davon, dass sie den Vorschriften des Waffengesetzes entsprechen muss. Daneben definieren Bundes- und Landesjagdgesetze weitere Anforderungen. Aus meiner Sicht auch ganz gut, denn hier soll nur wieder eine Bürokratie aufgebaut werden, die finanziert werden soll. Arbeitsversorgung für irgendwelche Institute und Organisationen.
    zu 3.: Es gibt durchaus "subjektive" Unterschiede. Wenn sich Wild bei vergleichbarem Treffer noch weiter fort bewegt, dann lässt sich das in der Untersuchung des beschossenen Tierkörpers nicht nachweisen, da der Tierkörper fast identische Verletzungen aufweist. Ich behaupte mal hier wird eine Behauptung ohne durchdringende Sachkenntnis verbreitet. Dies ist und da gebe ich der Untersuchung recht nicht unbedingt am Geschossmaterial fest zu machen. Die Gleichung hat dermaßen viele Variablen, dass jeder Jäger aus eigener Verantwortung die für ihn geeignete Kombination finden muss.
    zu 4.: Sie bringen hier eine Verbindung, die so nicht zulässig ist. Wieso sollen Seeadler und Aas fressende Greifvögel durch die Verwendung von Büchsengeschossen - nicht Schrot - gefährdet sein? Hat man im Verdauungstrakt dieser Vögel denn Geschossfragmente gefunden?
  7. #96

    Bleivergiftungen Seeadler

    Zitat von jge-75 Beitrag anzeigen
    Hat denn auch mal jemand die Studie zu den Seeadlern gelesen? Die Jäger in Meck-Pom wurden sogar gebeten ihren Aufbruch für die Seeadler zur "Fütterung" zu verteilen, daher die höhere Kontaminierung. Normalerweise würde der Aufbruch entweder mitgenommen oder vergraben.
    Ein Großteil des Bleis verlässt den Wildkörper mit dem Ausschuss oder Aufbruch bzw. durch das Ausschneiden des Schusskanals. Ein Großteil des aufgenommenen Bleis stammt aus der Natur.
    Bleischrote dringen in der Regel kaum in den Körper ein und hängen in der Haut. Dafür verhält sich bleifreie Munition auf größere Entfernung wie ein Vollmantelgeschoss und hat die entsprechend geringe Tötungswirkung. Kupfer ist auch nicht unbedingt gesund.
    Soviel in Kürze dazu.
    Es gibt Blei- und Stahlschrote. Stahl kann und darf man nur aus dafür beschossenen Flinten verschießen. Der normale Jägersmann besitzt aber nun mal die alten Flinten, die mit Blei beschossen sind. Also schießt Jägersmann Blei.it Bleischroten darf man aber kein Wildschwein beschießen. Also schießt Jägersmann Bleikern-Teilmantel u.s.w. aus der Büchse in verschiedenen Kalibern und verschiedenen Geschoßgewichten. Je schwerer das Geschoß, umso schneller und sicherer haut es ein schweres Stück Wild um. Das ist ein Teil der dem Jäger obliegenden Waidgerechtigkeit. Bei diesem Aspekt spielt die Art des Geschosses keine Rolle. Was aber den Bleigehalt angeht, so steht in meinen Augen eindeutig fest, dass die waidgerechte Jagd auch mit bleifreien Geschossen möglich ist. Die Geschoßhersteller haben den Schuß schon lange vernommen, wann vernehmen ihn endlich die Verantwortlichen? Sind denn die Patronenbestände derart hoch, dass man das Blei erst noch aufbrauchen muss?
  8. #97

    Unsinn

    Natürlich zerlegen sich die Geschosse im Wildkörper. Sonst würde der Ausschuss kaum größer sein als der Einschuss. Jäger noch nicht an Bleivergiftung gestorben. Natürlich nicht denn die Folgekrankheiten sind ganz andere und zudem würde die Jägerschaft schon dafür sorgen das alles unter den Tisch fällt, zumal sie mehr Handel betreiben als den Müll selbst zu essen. Völlig vergessen wurde das Antimon das in den Geschossen ist und als Krebserregend gilt. Das hier Jäger wieder den Unsinn von Biofleisch vebreiten ist klar. Erschossenes Wild ist genausowenig Bio wie Gammelfleisch. Man schaue sich nur die hygienischen Bedingungen bei Drückjagden an. Da wird das Reh mit Füchsen usw. transportiert obwohl es verboten ist. Mit dreckigen Händen ausgenommen usw. Jeden Fleischbetrieb würde man sofort dichtmachen. Aber Jäger haben unsere Politik fest im Griff. Man kann nur noch lachen.
  9. #98

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Behörden warnen vor zu häufigem Konsum von belastetem Wildfleisch. Denn schießen Jäger mit Bleimunition, landet das giftige Schwermetall unter Umständen im menschlichen Magen. Wie stark ist die Bleibelastung wirklich?

    Blei im Wildfleisch: Wie giftiges Schwermetall in den Magen kommt - SPIEGEL ONLINE
    Das giftige Schwermetall, das sich in der Nahrungskette anreichert, wird vor allem in Autoakkus, Farbpigmenten, Dachabdeckungen oder im Apparate- und Kabelbau benötigt.

    Wer erzählt diesen Unsinn? Bleihaltige Produkte sind zum Größtenteil verboten. Keine Bleigewichte mehr, kein Blei mehr im Lot, keine bleihaltigen Farbpigmente usw. Aber in die Pampa pumpen durch ein Hobby ist erlaubt? Darf ich nun auch meine Bleibatterien im Wald entsorgen? Oder meine Bleigewichte von alten Fahrzeugen? Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wenn der Jäger es darf darf es auch jeder andere. Merkt eigentlich noch jemand was in Deutschland los ist? Das sind Umweltstraftaten die man Jägern legalisiert. Mehr nicht. Ein Skandal.
  10. #99

    Pathologie von Bleivergiftung

    Die paßt doch sehr gut auf Jäger. Ihre Kinder werden meist auch frühzeitig Jäger was einen Mangel an Empathie heißt (Intellekt fehlt). Jäger haben ein gesteigertes Aggressionspotential was die vielen bewaffneten Übergriffe gegen Tiere und Mitmenschen erklärt.

    Und hier die Pathologie von Blei auf das Nervensystem.

    Bei Kindern sind schon ab 100–200 µg/l Blei im Blut statistisch psychische Veränderungen wie geringfügig verringerte Intelligenz und psychomotorische Defizite feststellbar.[15] Bei Erwachsenen ist die Leistung bei visimotorischen Tests ab 500 µg/l reduziert.[15] Zur Enzephalopathie kommt es bei Erwachsenen ab 1200 µg/l, bei Kindern schon ab 800–1000 µg/l. Diese Enzephalopathie endet bei Kindern unbehandelt häufig tödlich und verursacht bei Überlebenden oft bleibende neurologische und neuropsychologische Schäden.[3] Zu den Symptomen einer solchen Enzephalopathie gehören Kopfschmerzen, Desorientierung, Schlaflosigkeit, Erbrechen, Apathie, Stupor, Überaktivität und Aggressivität.[4] In schweren Fällen führt sie zu Delirium, Krämpfen, Koma und Tod durch Kreislaufversagen.[4]

    ABer Blei ist ja völlig harmlos. Und zum in den Geschossen enthaltenen Antimon folgendes:
    Im Körper wirkt es an zahlreichen Organen toxisch, so im Verdauungstrakt, in der Leber, in den Nieren, im Herz und im Zentralnervensystem. Die höchste Konzentration erreicht Antimon in der Leber, wo es zu einer Hepatitis bis hin zum Leberversagen kommen kann. Am Herzen kommt es zu EKG-Veränderungen mit Inversion und Verminderung der T-Welle und verlängertem QT-Intervall. Ein akutes Nierenversagen kann zur temporären oder permanenten Hämodialyse führen.

    In Stuttgart muss ein Schießplatz mitsamt Umgebung auf 90cm Tiefe abgegraben werden wegen der Toxidität. Alles harmlos?