AFPEr brüstet sich, Frankreich in die Knie gezwungen zu haben - und liefert sich einen Nervenkrieg mit der Polizei: Mohammed Merah hat sich vor den Behörden in seiner Wohnung verschanzt. Zuletzt kündigte der Serien-Attentäter an, sich ergeben zu wollen - nicht zum ersten Mal.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...822888,00.html
Die Motivation dieses Täters nur im islamistischen Fanatismus und in politisch motivierten Rachegefühlen zu vermuten, halte ich für zu kurz gegriffen. Ein Mensch der offensichtlich nicht fähig ist, bei seinem Gegenüber Gefühle und Schmerzfähigkeit wahrzunehmen, also einer, der gänzlich ohne Empathie ist, hat ein persönliches Defizit und benützt äußere Umstände nach meiner Vermutung in erster Hinsicht, um seine inneren Brüche zu überdecken.
Was nichts aber auch gar nichts entschuldigt! Ich wollte nur darauf hinweisen, weil man sich stets nur auf die Gesinnung eines solchen Fanatikers konzentriert.
Doch das kann man behaupten, zum zehntausendsten mal, es gibt 1,4 Milliarden Moslems auf dieser Welt. Man braucht nur ein Mindestmaß an logischem Denkvermögen und grundlegendste Grundkenntisse in Mengenlehre und Statistik, um zu erkennen, dass Leute wie der Typ in Toulouse nicht repräsentativ für "den Islam" sind. Wenn man das trotzdem behauptet, dann aufgrund von Unbildung und/oder einer politischen Agenda und nicht aufgrund irgendwelcher Fakten.
Es steht, dass der Empfänger dann in diesem konkreten Beispielfall nichts sieht und nichts kriegt. Aber dann bedeutet das doch nicht, dass man Tatenlos bleibt. Genauso wie beim Wulff: moralisch war er nicht korrekt, aber solange ihm nichts nachgewiesen werden kann, solange bleibt er straffrei. Genauso hier: wenn man nichts sieht, heißt das noch lange nicht, dass er im übertragenen Sinne tatenlos zusieht. Schweigen bedeutet nicht direkt Akzeptanz.
Was ich sehr schade findet, dass sie provokant die letzte Frage gestellt haben. Haben Sie das nötig? Ich glaube nicht, wozu auch. Im Dialog bleiben, heißt Respekt zeigen und Respekt bewahren. Schönen Abend noch.
Wärst du bei der Bundeswehr gewesen, so wüßtest du, dass Kugeln von großkalibrigen Waffen so ziemlich alles durchschlagen, sogar 1-2 cm massiven Stahl. Guck dir mal das hier an 1 million fps Slow Motion video of bullet impacts made by Werner Mehl from Kurzzeit - YouTube. Die Kugeln gehen auch durch gemauerte (nicht betonierte) Wände durch. Es mag zwar Schutzwesten dagegen geben, aber diese schützen auch nur unter bestimmten Bedingungen und abhängig von der verwendeten Munition. Und gegen mehrere Salven aus nächster Nähe helfen solche Westen mal sicher nicht.
Schutzwesten helfen nur gegen Handfeuerwaffen wirklich zuverlässig.
Der Täter wird so oder so aufgeben, er kommt da nicht heraus. Aufgabe der Behörden ist es ihn vom Selbstmord abzubringen, damit er einer gerechten Strafe zugeführt werden kann. Bei Beträubungsgas hätte er wohl nur genug Zeit sich umzubringen sobald er das Zischen hört.
Ich denke, dass die Französischen Sicherheitsbehörden genau das richtige tun, wenn sie den Mann lebend stellen wollen, auch wenn ich persönlich befürchte, dass er entweder früher oder später einen Ausbruch versuchen wird mit dem Ziel, erschossen zu werden. Denn dieser Mann ist ausgereift wahnsinnig und wird sicher darauf abzielen, nach seinen schäbigen Taten sich als Märtyrer darzustellen. Welch ein Wahnsinn, wenn man sich vergegenwärtigt, was echte Märtyrer gemacht haben und dann kommt dieses üble Subjekt, das kaltblütig unschuldige Kinder ermordet und will sich auf eine Stufe mit ihnen stellen.
Ich wünsche den Franzosen, dass sie das notwendige Quentchen Glück haben, dass sie den kriminellen Spinner lebend erwischen und ihm vor Gericht seine üblen Schandtaten vergegenwärtigen können.
Sollte es bei mir mit dem logischen Denkvermoegen mangeln, dann muss ich bei ihnen doch ein wenig die Faehigkeit des Lesens anzweifeln.
Warum sie von "Hunderten von islamistischen Attentaetern", wie ich in meinem Text schrieb, auf 1.4 Milliarden Moslems schliessen, ist mir voellig schleierhaft.
Wenn sie einigermassen aufgeschlossen die Nachrichten verfolgen, dann wird es auch ihnen sicherlich nicht schwerfallen, in Afghanistan, Irak, Somalia, Sudan, Pakistan, Thailand, Frankreich, Spanien, usw einige Hundert islamistische Attentaeter zu identifzieren.
Sollten sie dies allerdings nicht koennen, wuerde ich doch eher bei ihnen eine politische und ideologische Agenda vermuten.