Forum: Blogs
Bekenntnisse eines Morgenmuffels: Langschläfer aller Länder, erhebt euch!
Sie gelten als träge Taugenichtse - Langschläfer haben einen denkbar schlechten Ruf. Zu Unrecht, findet die Journalistin und Buchautorin Bettina Hennig. Sie hat die Diktatur der Frühaufsteher satt und fordert Arbeitszeiten, die auch Morgenmuffel zur Hochform auflaufen lassen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...795271,00.html
- #10 04.11.2011 06:34 von
Fit im Job?
Als bekennender Langschläfer könnte ich unter Nutzung flexibler Arbeitszeit auch erst gegen 10 Uhr anfangen zu arbeiten. Dann müsste ich aber bis in den Abend werkeln. Also dödele ich "freiwiliig" um 7 in die Firma, bin dann abends munter und genieße wach meine Freizeit. Ist doch irgendwie lebensbejahender. Das mag ein Selbstständiger oder jemand, der meint, den Hauptteil seines Selbstwertgefühls in der Lohnarbeit finden zu müssen, anders sehen.
- #11 04.11.2011 06:38 von
Sehr gutes Statement
Zitat:
Es ist keine Leistung, sondern eine biologische Disposition. >>
Nur leider wird es von den Frühaufstehern immer als Leistung ausgelegt, in meinem Unternehmen ist das seit 30 Jahren so. Ich gehöre nicht zu der Frühaufsteher - Elite und ich glaube dass sich in meinem Leben nichts an dem elitären Gehabe ändern wird.
So und jetzt könnte ich mich nochmal hinlegen, wenn nur diese ungemütlichen Frühaufsteher nicht wären..
Morgendliche Grüße - #12 04.11.2011 06:45 von
Halbtagsjob - kenn' ich!
Ist mir auch schon passiert: Ich komme um 9 an den Schreibtisch und das Telefon hat sich schon lange warmgeklingelt. "Na, auch schon da?" - "Ja, ich komme immer erst um 9." - ' Ach, ich verstehe, Halbtagsstelle?" - " Ja, richtig, von 9 Uhr frueh bis 9 Uhr abends - halbe Tage." Da war Ruhe ...
- #13 04.11.2011 06:45 von Kurt G
Köstlich...
....diese Überschrift.
Langschläfer, erhebt Euch!
Dieser Imperativ steht doch im Widerspruch zu Rest des Artikels. Gewollt ? - #14 04.11.2011 06:49 von
In der Industrie......
.....kann ich das gar nicht bestätigen.
Da sind Langschläfer privilegiert!
Der akademische Mitarbeiter in der Industrie wird nicht an seinen Arbeitsergebnissen gemessen.
Er wird auch nicht an seiner Einsatzbereitschaft gemessen.
Er wird noch nicht einmal mehr an seiner Anwesenheitszeit gemessen.
Nein, es geht darum, wann er anwesend ist.
Und da ist es ungemein wichtig, sich abends spät möglichst lange den Hintern breit zu sitzen.
Ob man morgens pünktlich kommt, ob man tagsüber arbeitet oder nur Kaffee trinkt - alles völlig egal.
Hauptsache, abends lange durchhalten und dadurch Leistungs- und Opferbereitschaft vortäuschen.
Das ganze Berufsleben im Industrieschauspielertum ist für Morgenmuffel ein Paradies.
Der frühe Vogel fängt den Wurm, der späte Vogel macht Karriere! - #15 04.11.2011 06:54 von
- #16 04.11.2011 06:59 von
Deldenk
Na und? Introvertierte gelten auch als schlechtere Menschen als die dominierenden Extrovertierten, egal ob im Privat- oder Arbeitsleben. Wir sind benachteiligt bei der Partner- und Arbeitsplatzwahl.
Ich fordere eine Quote, einen Beauftragten und finanzielle Mittel, um eine Gleichstellung mit der Mehrheitsgesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen! - #17 04.11.2011 06:59 von
Land der Frühaufsteher
Das ist in Sachsen-Anhalt pathologisch. Ich hatte dort mal einen Job. Arbeitsbeginn war 7.00 Uhr. Ob man während der Arbeitszeit was geleistet hat, war ziemlich Wurst. Worauf es ankam, war pünktliches Erscheinen. Falls man mal erst 7.01 Uhr zur Tür hereingekommen ist, konnte man sicher sein, dass jeder x-beliebige Kollege, der einem über den Weg lief, seinen Blick stirnrunzelnd zur Uhr gleiten ließ und einen mit einem zu lauten "Mahlzeit!" begrüßte.Bestes Beispiel: das Land Sachsen-Anhalt. Während Hamburg erst um 7.13 Uhr in Schwung kommt, erhebt sich der Sachsen-Anhalter im Schnitt schon um 6.39 Uhr. "Wir stehen früher auf", schreibt sich das Bundesland in einer Imagekampagne auf die Flagge, flankiert von den Worten des langjährigen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer: "Frühaufsteher sind leistungsbereit und wollen viel erreichen, sich bewegen und tüchtiger sein." - #18 04.11.2011 07:02 von
Geht mir weg mit Titeln D:
Also ich bin in der Regel nach 7.5 bis 8 Stunden Schlaf wach. Wenn ich spät aufstehe, bin ich also auch spät ins Bett. Allerdings muss ich gestehen, das ich nicht in die Gänge komme wenn ich halb fünf aufstehe, egal wann ich ins Bett bin.
Flexiblere Arbeitszeiten? Von mir aus gern. - #19 04.11.2011 07:03 von
Das Märchen
das man als "Leistungsträger" ein Frühaufsteher zu sein hat, hält sich hartnäckig schon seit Jahrhunderten. Hier zeigt sich wieder einmal, wie beweglich die allgemeine Volksmeinung ist. Bewegliche wie ein Supertanker.
Trotz eindeutigen Forschungsergebnissen ändert sich nichts. Das gilt für viele Bereiche (Peak Oil, Klimawandel, Nachhaltiges wirtschaften). Es ist zum verzweifeln.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


