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Beinamputierter Leichtathlet: Pistorius erreicht Olympia-Halbfinale

Getty ImagesOscar Pistorius hat Olympia-Geschichte geschrieben - und das gleich doppelt. Er nahm als erster Läufer mit zwei amputierten Unterschenkeln an einem Wettbewerb bei Olympischen Spielen teil. Dabei gelang dem Südafrikaner souverän der Einzug ins Halbfinale über 400 Meter.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848211,00.html
  1. #1

    High Tech Carbon ist sicher optimaler als Muskeln und Knochen. Irgendwann geht ein Sportfanantiker der unbedingt gewinnen will dazu über und läßt sich entsprechende Hightechteile einsetzen. Trotzdem tolle Leistung und eben Olympia.
  2. #2

    applaus

    Zitat von spon-facebook-1513421033 Beitrag anzeigen
    High Tech Carbon ist sicher optimaler als Muskeln und Knochen. Irgendwann geht ein Sportfanantiker der unbedingt gewinnen will dazu über und läßt sich entsprechende Hightechteile einsetzen. Trotzdem tolle Leistung und eben Olympia.
    Sehr schöner Kommentar. Vermutlich hat sich Pistorius seinen Gendefekt auch noch selber gewünscht, damit er zu seinen Prothesen kommt und so bevorteilt mitlaufen kann.
    Er hat zwar keine Unterschenkel, die Disziplin bewältigt er aber wie alle anderen auch. Wieso sollte er nicht starten dürfen?

    Nebenbei. Es gibt ein Optimum. Optimaler gibts dagegen nicht.
  3. #3

    Einsetzen...?

    Zitat von spon-facebook-1513421033 Beitrag anzeigen
    High Tech Carbon ist sicher optimaler als Muskeln und Knochen. Irgendwann geht ein Sportfanantiker der unbedingt gewinnen will dazu über und läßt sich entsprechende Hightechteile einsetzen. Trotzdem tolle Leistung und eben Olympia.
    Es wurde lange hin und her untersucht ob er Vorteile hat, er hat sie nicht.

    Das ist mal ein Beispiel von richtiger Integration.

    Es ist auch ein gutes sportpolitsches Signal!
  4. #4

    Ein beeindruckender Mensch, mit Sicherheit für viele andere ein Vorbild! Dem jungen Mann muss man für eine Medaille die Daumen drücken!
  5. #5

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Sehr schöner Kommentar. Vermutlich hat sich Pistorius seinen Gendefekt auch noch selber gewünscht, damit er zu seinen Prothesen kommt und so bevorteilt mitlaufen kann.
    Ich glaube, das ist weit daneben. Wa soll dieser versuch der "Gefühlduselei" ? Mal ehrlich ?
    Wir sind alle froh darum, das im Schwimmen keine "HighTechanzüge" mehr verwendet werden und dort viel auf, das praktisch die Zeiten mit diesen Anzügen besser sind.
    beim Laufen, kommt es eben auf die Mechanik mit an. Und da kann man schon als Grundlage "Biologisch" gegen "Techik" setzen.
    Es mag natürlich sein, und das setze ich vorraus das man unverschuldet oder wie auch immer zu einer Behinderung kam.
    Wird diese jedoch mit technischen Mitteln teilweise ausgeglichen, so ist die Abwägung wann eine Verbesserung durch Technik einsetzt eben ausschlaggebend. Wenn eine Federwirkung einsetzt die über normale Gelenksfunktionen hinausgeht etc.
    das hat nun nichts damit zu tun, das man ihm seine behinderung negativ anlastet sondern nur damit, das man dabei auch SO ehrlich sein sollte und nicht die Augen davor verschließt, das ein vergleich so nur sehr eingeschränkt noch möglich ist.
    Ich nehme einen Hammer in die Hand, weils Nageleinschlagen mit bloßer Hand eben nur ganz wenigen vergönnt ist(ich kenne ein paar, die es tatsächlich machen - Hochachtung). Ich würde bei einem "Karatebruchtest" nicht mit einem Stahlhaken als Arm durchkommen (egal wie ich daran gekommen bin). Bei Laufen gibt es ebenso techn. Möglichkeiten - eben dieses zu unterstützen - dadurch zu erleichtern - gar verbessern.
    Damit ist es eben nicht mehr vergleichbar oder nur gegen vergleichbare Technik !

    so sehr ich mich natürlich für ihn freue - jedoch würde bei Schwimmern keiner eine Prothese mit Flossen akzeptieren. Und so sehe ich es ebenso beim Laufen. Hochachtung vor seiner Leistung - jedoch hat Kritik hier wenig mit Dikreminierungsversuchen als mehr mit einer Einsicht der Vergleichbarkeit zu tun - die auch der Sportler sehen muß.
    Meines Erachtens, ist es eben im Wettkampf nicht vergleichbar und sollte auch nicht so durchgeführt werden.
  6. #6

    Paralympics sind auch Olympia!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Oscar Pistorius hat Olympia-Geschichte geschrieben - und das gleich doppelt. Er nahm als erster Läufer mit zwei amputierten Unterschenkeln an einem Wettbewerb bei Olympischen Spielen teil. Dabei gelang dem Südafrikaner souverän der Einzug ins Halbfinale über 400 Meter.

    Olympia 2012: Oscar Pistorius erreicht Halbfinale über 400 Meter - SPIEGEL ONLINE
    Ich verstehe grundsätzlich nicht, wieso es überhaupt die Paralympics gibt. Auch als nicht behinderter Mensch empfinde ich es als Unding, gar als Diskriminierung, dass gehandicapte und behinderte Sportler von den eigentlichen Olympischen Spielen ausgeschlossen werden.
  7. #7

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Sehr schöner Kommentar. Vermutlich hat sich Pistorius seinen Gendefekt auch noch selber gewünscht, damit er zu seinen Prothesen kommt und so bevorteilt mitlaufen kann.
    Er hat zwar keine Unterschenkel, die Disziplin bewältigt er aber wie alle anderen auch. Wieso sollte er nicht starten dürfen?

    Nebenbei. Es gibt ein Optimum. Optimaler gibts dagegen nicht.
    Ich denke eher, hier geht es um Geld und Anerkennung. Ihm stehen nun anscheinend zwei Wettbewerbe offen. Aus meiner Sicht geht nur einer. Und die Möglichkeit, sich in Zukunft Hightechprothesen einsetzen zu lassen, macht das Ganze dann offen für eine Art Körper-Doping auch für nichtbehinderte Sportler. Ich denke nicht, dass er an den "normalen" Spielen teilnehmen dürfte.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der IAAF hatte Pistorius die Teilnahme an seinen Wettkämpfen in der Annahme verweigern wollen, dass ihm die Hightech-Prothesen einen Vorteil gegenüber den nichtbehinderten Läufern verschaffen würden. Pistorius hatte stets entgegnet: "Ich trainiere härter als 95 Prozent meiner Konkurrenten. Man hat mich getestet, es gibt einfach keinen Vorteil."

    Pistorius will auch an den Paralympics teilnehmen
    Das führt die ganze Show obsolet.
    Er hätte niemals teilnehmen dürfen, da er NATÜRLICH einen Vorteil gegen über Nichtbehinderten hat.
    Oder wir drehen den Spieß um und lassen Nichtbehinderte an den Paralymics teilnehmen.
    Aber dann ist das Geheule groß von wegen Vorteil usw.

    Bekloppte Welt.
  9. #9

    Sterben die Paralympics jetzt aus?

    Oder anders gefragt: Ist ein Sieg bei den Paralympics weniger wert als bei Olympia?

    Ich verstehe den Sinn hinter dieser Aktion nicht.
    Integration und Sportpolitik kann ich dahinter nicht erkennen. Jeder Mensch mit Einschränkungen und entsprechenden Prothesen kann ganz "normal" leben, ohne eine Integration. Ich bezweifle ganz stark, dass dieser Sportler große Probleme in seinem Leben hat.
    Sportpolitik? Eher ein Schritt zurück. Denn wenn nun die ersten eingeschränkten Menschen wieder bei Olympia antreten, werden die Fördermittel für den Behindertensport noch weiter gekürzt (ist ja kein Bedarf mehr da, wenn jeder Eingeschränkte im normalen Verein trainieren kann) und die Paralympics verschwinden in der Versenkung.








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