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Behinderungen durch Schnee und Eis: "Die Bahn ist überfordert"

Züge fallen aus, ICEs und Intercitys fahren mit reduzierter Geschwindigkeit: Eis und Schnee setzen der Bahn und ihren Fahrgästen zu. Oppositionspolitiker und der Fahrgastverband Pro Bahn werfen dem Konzern schlechtes Krisenmanagement vor - Hauptschuldiger ist aus ihrer Sicht aber die Regierung.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...735677,00.html
  1. #190

    Richtig

    Zitat von matvering Beitrag anzeigen
    Mich nervt die arrogante Selbstsicherheit, die alles besser weiss und die in Wirklichkeit doch nur eine überhebliche und respektlose "Ich habs ja schon immer gewusst!"-Haltung ist.
    Danke, das unterschreibe ich doppelt und dreifach! Kostet egal was ein wenig mehr - nicht nur bei der Bahn - wird Zeter und Mordio über die Abzocke geschrien und mit allen möglichen und unmöglichen Beispielen verglichen. Funktioniert etwas schlecht, wird über Kaputtsparen und Geld ausgeben am falschen Ende gejammert. Und die Bahn misst man dann am besten an Beispielen wie Österreich, der Schweiz oder Finnland, wo der Winter selbstverständlich ist.
  2. #191

    Zustimmung

    Herr Umbriel, Ihren Ausführungen stimme ich im Großen und Ganzen ja zu, aber das hier:

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    - Man könnte Nebenstrecken völlig auf Busse umstellen.

    - Unwirtschaftliche Verbindungen gnadenlos stoppen.

    - lediglich sinnvolle Güterstrecken zwischen Häfen und Industriezentren erhalten

    - wenig frequentierte Bahnanlagen rückbauen und gut verkaufen
    passiert bereits, oder ist längst passiert.

    Die "alte" Bahn hatte auch ihre Schwächen. Technik und Mitarbeiter solide, ja. Aber oft dermaßen solide, daß Verschönerungen und Modernisierungen im amtlichen Bedenkenträgertum versackten.
    Richtig, weswegen ich in einem anderen Beitrag schrieb, dass eine staatliche Bahn mit dem heutigen Personal und dessen Serviceorientierung eine andere Bahn ergäbe als die alte Bundesbahn.

    a) Verbesserungen sind angezeigt!

    b) Rangliste der Verbesserungsvorschläge nach öffentlichem Wunschbild (Kunden) erarbeiten

    c) Rangliste der Verbesserungsvorschläge mit technischen und betrieblichen Möglichkeiten abgleichen und die Möglichkeiten notwendigenfalls durch neue Ideen und Entwicklungen erweitern

    d) Gewichtung der Vorschläge nach Ertragspotential und Zufriedenheitszugewinn

    e) öffentliche Debatte

    f) schnelle, sichtbares Investitionsprogramm
    Zustimmung.


    Aus technischer Sicht: Die Bahn ist nicht wirklich notwendig. Ein Rückbau zu einer abstrakten Rumpfbahn (nur Hauptstrecken für Güter und Fernverkehre für internationale und transnationale Verbindungen) wäre wirklich möglich.
    Tja, technisch sind auch Geschirrspülmaschinen nicht notwendig, strenggenommen nicht einmal Häuser. Aber wir leben nicht mehr in der Steinzeit.

    Sie haben ja insgesamt recht und Ihre Vorschläge zur "Mitmachbahn" teile ich, aber der letzte Absatz geht meines Erachtens zu weit.
  3. #192

    Jaja

    Zitat von c.werner Beitrag anzeigen
    Oh, die DB bringt gerade winterfeste Wagons auf die Gleise.
    Das habe ich heute am Berliner Ostbahnhof mit eigenen Augen gesehen. Auf den Wagons prangte deutlich lesbar "DR".
    Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, die haben zwar nicht soviel Technik und Komfort, aber sie fahren auch bei Minusgraden und Schnee.
    Und ich kann Ihnen meinen persönlichen Verspätungsrekord melden:
    + 303 Minuten für einen durchgehenden Zug Stralsund-Dresden.
    Im Januar 1987. Mit der Ruhmreichen Deutschen Demokratischen ReichsEisenbahn.

    Von wegen, damals war alles besser.
  4. #193

    Subventionen

    Zitat von koloman Beitrag anzeigen
    Die Bundesbahn konnte sich das leisten, weil sie Jahr für Jahr Millionenverluste einfuhr und massiv subventioniert wurde.
    .
    Na ja, also ehrlich gesagt wird die Bahn heute nicht nur mehr mit Millionen subventioniert - wir sind mittlerweile bei einer halben Milliarde - und das ist nur die offizielle Zahl.

    "Der Bund finanziert den Schienen-Personenverkehr jährlich mit über einer halben Milliarde Euro. Der Rechnungshof kritisiert, dass es kein Controlling und keine Wirkungsanalysen dieser Förderung gibt."

    http://diepresse.com/home/wirtschaft...hnsubventionen
  5. #194

    Naja3

    Zitat von Auswahlaxiom Beitrag anzeigen
    Tja, technisch sind auch Geschirrspülmaschinen nicht notwendig, strenggenommen nicht einmal Häuser. Aber wir leben nicht mehr in der Steinzeit.

    Sie haben ja insgesamt recht und Ihre Vorschläge zur "Mitmachbahn" teile ich, aber der letzte Absatz geht meines Erachtens zu weit.
    Wir haben uns an die Bahn auch ein Stück weit gewöhnt, sie ist eben da. Man hat sich gewöhnt und eingerichtet mit riesigen Bauwerken, die oftmals halbe Innenstädte belegen und durchtrennen. Ob mir das gefällt oder nicht, ist eine andere Frage. Eine Tatsache ist es in jedem Fall.
    Die Bahn nimmt viel Raum ein, sie ist insgesmt aufwendig und viele Leute, die sie kaum benutzen, müssen ihr dienen oder sie akzeptieren.

    Sicher hat sie ihren Nutzen, aber sie ist verzichtbar, sie ist technsich ersetzbar, insbesondere durch die Straße.

    Lackmustest:

    Würden in den nächsten 10 Jahren alle Bahnen in Deutschland stillgelegt, dann gäbe es hier und da Probleme, insbesondre im Bereich der internationalen Anbindung sowie Ferngüterzügen. Da ist manches quasi unverzichtbar. Aber das ist lang nicht so viel Bahn wie wir jetzt haben.

    Würde man allerdings das Auto in den nächsten 10 Jahren abschaffen, das Leben fast aller Menschen, ihre Siedlungs- und Arbeitsgewohnheiten müssten sich fundamental ändern.

    Daran sieht man: Die Bahn ist am Zug!!! SIE muß sich anpassen, verbessern, oder langsam verschwinden.
  6. #195

    .

    Zitat von quabah Beitrag anzeigen
    Im Nahverkehr sehe ich in dem Bereich Ruhrgebiet, Rheinland und Bergischem Land nur positive Verbesserungen in den letzen 10 Jahren. Die Bahnen Fahren öfter pünktlicher und sind sauberer. Achso, nicht mit voller Blase fahren, die neuen S-Bahnen haben keine Toiletten.
    Im Fernverkehr bin ich 4-5 mal im Jahr unterwegs, meist mit wenig Verspätungen. :-) Aktueller Bericht von mir nach den Feiertagen.
    Hinfahrt 50 min Verspätung Rückfahrt 20 min, angesichts des Wetters wohl für eine 250km Strecke o.k.; mit dem Auto hätte ich auch länger gebraucht. Möchte bei so einem Wetter auch nicht Auto fahren. Flugzeug wäre bekanntlich keine Alternative gewesen. Achso Züge waren rappelvoll, aber klein quabah hatte je 2,50 für Reservierung ausgegeben.:-)
  7. #196

    Zusatz

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Wir haben uns an die Bahn auch ein Stück weit gewöhnt, sie ist eben da. ...

    Lackmustest:

    Würden in den nächsten 10 Jahren alle Bahnen in Deutschland stillgelegt, dann gäbe es hier und da Probleme, insbesondre im Bereich der internationalen Anbindung sowie Ferngüterzügen. Da ist manches quasi unverzichtbar. Aber das ist lang nicht so viel Bahn wie wir jetzt haben.

    Würde man allerdings das Auto in den nächsten 10 Jahren abschaffen, das Leben fast aller Menschen, ihre Siedlungs- und Arbeitsgewohnheiten müssten sich fundamental ändern.

    Daran sieht man: Die Bahn ist am Zug!!! SIE muß sich anpassen, verbessern, oder langsam verschwinden.
    Auch wenn es mir gar nicht gefällt und ich alles dagegen tun würde, was in meiner Macht steht, würde ich noch einen Schritt weitergehen: man kann durchaus ganz auf die Schienenbahn verzichten. Die internationalen Anbindungen werden dann eben nicht mit einem Schienentransfer, sondern einem LKW-Transfer durchgeführt. Wäre doch eine Herausforderung für die ach doch so innovative Automobilindustrie.
    Aber in einem Punkt bin ich nicht mit Ihrer Ausführung einverstanden: die Bahn unterliegt (immer noch) den Vorgaben der Politik (verzeihen Sie die Verallgemeinerung), die hier nicht nur grandios versagt, sondern auch der Aufsichtspflicht nicht nachkommt.
    Ich will damit diese Mehdorns / Grubes etc. keineswegs in Schutz nehmen; aber allein die Auswahl dieser Herren geht schon in die falsche Richtung. Ein (erfolgreicher) Automobilhersteller nimmt ja auch keine fachfremden Manager.
  8. #197

    Die Bhn ist generell überfordert ?

    letzter Winter: Temperaturen bei Minus 25 Grad: ICE-Züge verkraften den feinen Schnee nicht und die Kühlung der Elektronik stirbt am Schnee, der durch die Filter kommt...
    Sommer 2010: Die Klimaamlagen versagen ab 32 Grad..
    und nun keine Reservezüge..

    Tja wer nur die Gewinne im Kopf hat und nicht die Qualität des Services, der muss über kurz oder lang erkennen, dass er kritisiert wird.

    Also: lasst mal Euer Gewinndenken weg und konzentriert Euch auf die Aufgaben.

    Natürlich kann man jahrzehntelange Sparmaßnahmen nicht in einem Jahr aufholen, also wird das Thema ein Dauer-Thema.

    Ich frag mich nur wie die Züge in Russland fahren....

    Michi


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