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Behinderte Schüler: Deutschland kommt bei Inklusion kaum voran

Vier von fünf behinderten oder lernschwachen Kindern werden auf Sonderschulen verbannt - und haben kaum eine Chance auf einen vernünftigen Abschluss. Das zeigt erneut eine aktuelle Analyse der Bertelsmann-Stiftung.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...783861,00.html
  1. #30

    Zielsetzung

    Zitat von Langkieler Beitrag anzeigen
    Die Vorschule ist leider in vielen Bundesländern wieder abgeschafft bzw. nie eingeführt worden.

    Die gleichen Parteisoldaten, die nach einem bundeseinheitlichen Bildungssystem rufen, treten aber die Schulentwicklungsplanung, wo zu diesem Thema die eigentliche Musik spielt, auf die - fachlich am wenigsten geeignete - kommunale (!) Ebene ab, so vor ein paar Jahren in SH und jetzt in NRW, anderswo ähnlich. Klar, daß man auf kommunaler Ebene jede weitere Kostenstelle zu vermeiden trachtet. Avanti, dilettanti!

    Warum wird das Schulsystem der Politik nicht so weit aus der Hand genommen, wie es z.B. der Kern der Heilkunst immer noch ist, wenn da die Begehrlichkeiten auch immens sind.


    Horst Hensel:
    Die Autonome Öffentliche Schule.
    Das Modell des neuen Schulsystems


    http://www.amazon.de/Autonome-%C3%96.../dp/3896941887

    (vergriffen, daher ist der Amazon-Link keine Werbung :) )


    Die Eurydice - Studie der EU hat schon vor Jahren ergeben, daß Deutschland bezüglich der Autonomie seiner Schulen EU- und OECD-weit auf einem der letzten Plätze zu finden ist.

    Pflichtlektüre:

    http://eacea.ec.europa.eu/education/...studies_de.php

    und

    http://eacea.ec.europa.eu/education/...orts/090DE.pdf
    Bildung ist ein knappes Gut, deshalb muss gespart werden. Koste es, was es wolle.
  2. #31

    Bedenken

    Zitat von Langkieler Beitrag anzeigen
    Die gleichen Parteisoldaten, die nach einem bundeseinheitlichen Bildungssystem rufen, treten aber die Schulentwicklungsplanung, wo zu diesem Thema die eigentliche Musik spielt, auf die - fachlich am wenigsten geeignete - kommunale (!) Ebene ab, so vor ein paar Jahren in SH und jetzt in NRW, anderswo ähnlich. Klar, daß man auf kommunaler Ebene jede weitere Kostenstelle zu vermeiden trachtet. Avanti, dilettanti!
    Das Kommunalpolitiker Feierabendpolitiker sind, find ich persönlich nicht so schlecht. Das eigentliche Problem sind die Machtverhältnisse in einer Kommune und die Aufgabenteilung zwischen Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Die Klammer ist das Bürgermeister, und der arbeitet lieber mit der Verwaltung, da er die im Gegensatz zum Rat anweisen kann.

    Grundsätzlich finde ich es aber nicht schlecht, wenn die gemeinden mehr Einfluss als Schulträger auf "ihre" Schulen bekämen. Es reicht, wenn das Land oder besser noch der Bund inhaltliche Vorgaben machen (Kernlehrpläne/Richtlinien).

    Überlegenswert ist, ob nicht Schulen in unterschiedliche kommunale Zuständigkeiten überführt werden könnten. Grundschulen und überlebende Hauptschulen in der Trägerschaft der Städte und Gemeinden, weiterführende Schulen in der Hand der (Land-)Kreise und kreisfreien Städte sowie Gymnasien in der Trägerschaft des Landes, also der Bezirksregierungen. Große (kreisfreie) Städte können ggf. einige Gymnasien in eigener Trägerschaft führen.
    Berufsbildende Schulen generell in Trägerschaft der Kreise

    Auf diesen Verwaltungsebenen muss dann aber die vollständige Zuständigkeit für die "innere" und die "äußere" Schule liegen, also vom gebäude über die Ausstattung bis hin zum gesamten Personal inkl. des lehrenden.
  3. #32

    nicht von mir, trotzdem gut...

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Bildung ist ein knappes Gut, deshalb muss gespart werden. Koste es, was es wolle.
    Bildung ist unser einziger Rohstoff. Daher müssen wir damit sehr sparsam umgehen.

    Aber das Thema ist eigentlich für den Bourgeoisen-Stammtisch zu ernst. Also lieber weiter im Thema!
  4. #33

    Stuß

    Zitat von A.D.H. Beitrag anzeigen
    weil sie dort umfassend betreut werden können, und keine normalen Kinder beim Lernen aufhalten oder stören.
    wer meint das Pseudowissen, das in der Schule vermittelt wird hätte irgendeine wirkliche Relevanz, der irrt. Erst in Studium und Ausbildung wird das für den Beruf entscheidende Wissen vermittelt, vorher nur die Fähigkeit zu lernen und mit Gelerntem umzugehen.

    Wer trennt, trennt wieder und wieder. Als nächstes werden dann die Kinder mit einem IQ von unter 120 ausgesondert, dann die mit einem von 140, dann die die eine schmutzige Hautfarbe haben, dann die Migranten, dann die Mädchen von den Jungen, dann die Blonden von den Schwarzhaarigen und die Bayern von den Hessen...

    Wir sind eine Gesellschaft und bestehen aus unterschiedlichen Menschen, je mehr Kinder lernen damit umzugehen, desto besser, daraus entwickeln sich dann wichtige Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Führungsfähigkeit...
  5. #34

    Materialwissenschaft

    Zitat von Langkieler Beitrag anzeigen
    Bildung ist unser einziger Rohstoff. Daher müssen wir damit sehr sparsam umgehen.

    Aber das Thema ist eigentlich für den Bourgeoisen-Stammtisch zu ernst. Also lieber weiter im Thema!
    Bildung ist kein Rohstoff, genausowenig wie Eisen oder stahl Rohstoffe sind.

    Die durchschnittliche angeborene "Intelligenz" der Kinder einer region ist ein Rohstoff. Intelligenz hier bitte nicht mit IQ gleichsetzen. Mit Hilfe von Bildung und Erziehung als elementaren technologien kann ich aus diesem Rohstoff Rohmaterial erzeugen, dass ich dann ggf. je nach Anwendungsbereich weitervbearbeiten muss.
  6. #35

    Gegen die Gleichmacherei der Reformpädagogen!

    Zitat von thomasp1965 Beitrag anzeigen
    Wer trennt, trennt wieder und wieder. Als nächstes werden dann die Kinder mit einem IQ von unter 120 ausgesondert, dann die mit einem von 140, dann die die eine schmutzige Hautfarbe haben, dann die Migranten, dann die Mädchen von den Jungen, dann die Blonden von den Schwarzhaarigen und die Bayern von den Hessen...
    Sie reden der Gleichschaltung das Wort. Studieren Sie bitte, was zum Erfolg der Nazis (den hatten sie ja anfangs) am meisten beigetragen hat - weil viele die Folgen nicht abschätzten. Und was das wirksamste Unterdrückungsmittel des Staates DDR war - die Gleichmacherei. Ein Staat, der die ihm anvertraute Verantwortung für die Schulen mißbraucht, handelt gegen seine Bürger.

    Auffächerungen gibt es in jedem Teil der Gesellschaft: Wollen Sie auch die Fußballeinheitsliga, wenn ja, ok! Dann schicken wir den Vorstopper aus der 3. Altherrenmannschaft von Kleckerskleinkirchen mit zur nächsten WM, OK?

    Die Menschen sind verschieden. Sie haben unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten. Wie es dazu kommt, durch Zufall, Vererbung, Umweltbedingungen - das weiß niemand genau.

    Aber man weiß, daß man mit begabungsgerechter Förderung am meisten für den einzelnen tun kann. Das unterscheidet ein erfolgreiches differenziertes Bildungsangebot vom massenweisen Unterjochen unter die Knute des kleinsten gemeinsamen Bruchteils.

    Die Reformpädagogen wehren sich systematisch gegen eine Messung und Validierung des Lernerfolges. Die Hamburger LAU-Studie, von Frau Götsch abgewürgt, zeigte eindrücklich, daß begabungsgerecht gefächerte Schulangebote den integrierten haushoch überlegen sind - gerade auch in der Förderung der langsameren Lerner.

    Kinderschändernester wie die Odenwaldschule oder die Wiesbadener Helene-Lange-Schule brauchen wir nicht. Gerade dort wurde ja das Gleichmachen zum Prinzip erhoben - mit der Folge - auch in der Absicht? -, willenlose Opfer aussuchen zu können. Es ist kein Zufall, daß das im Umfeld der Reformpädagogik geschah. Hentig hat sich bis heute nicht ansatzweise distanziert, im Gegenteil, er fand für Becker noch apologetische Worte.
  7. #36

    Inklusion

    wenn man elaborierten Code labert, möchte man nicht verstanden werden. Dann taugt die Idee sowieso nichts, sondern ist Fachspinnerei.
  8. #37

    Nebenwirkung

    Zitat von willem.fart Beitrag anzeigen
    wenn man elaborierten Code labert, möchte man nicht verstanden werden. Dann taugt die Idee sowieso nichts, sondern ist Fachspinnerei.
    Sie wird innerhalb der abgeschlossenen Zirkel dann aber dennoch beschlossen, umgesetzt und gegen Kritik abgeschottet. Sie kommt zum Tragen, das ist das Fiese.
  9. #38

    kT

    Gibt es eigentlich irgendwo eine Statistik, wie den die Arbeitslosenquoten für Behinderte in Ländern mit Inklusion aussehen? Auf die Schnelle habe ich sowas für zB Italien nicht gefunden.








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