Ich nehme hier nur auf die Individualreisen Bezug, da das angebotene organisierte Vereisen sicher eine tolle Sache ist, die aber wohl jede betroffene Familie auch super im Rahmen einer "Mutter-Kind-Kur" machen kann.
Das das Verreisen mit einem behinderten Kind ausserordentliche Umsicht und Vorbereitungen benötigt wird jedem einleuchten.
Ich halte aber die hier beschriebenen Probleme für eine reine Luxusdiskussion.
Um mit seinem behinderten Kind verreisen zu können, benötigt man schon einmal zwingend einen PKW mit dem entsprechenden Raumangebot.
Wenn man von einer durchschnittlichen Behinderung ausgeht wird i.d.R. nur ein Ehepartner einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen können. Der finanzielle Rahmen wird in den allermeisten Fällen für einen PKW gar nicht reichen.
Dies ist z.B. bei unserem Sohn der Fall, unser 8-jähriger Enkel (Pflegestufe II) ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ansonsten geistig fit und agil.
Hier kann nur Sohnemann arbeiten gehen, so dass kein Pkw vorhanden ist.
Wir als Oma und Opa haben lediglich einen Kleinwagen.
Hier reicht der Platz tatsächlich nur für den Rollstuhl und Gepäck für 2 Personen( im Fahrgastraum) .
Sicher würden gerne alle Familien mit ihren behinderten Kindern verreisen oder auch nur gerne Ausflüge unternehmen, da das positive Feed back unübersehbar ist und für jeden Aufwand entschädigt.
Leider wird es in den meisten Fällen an der finanziellen Ausstattung scheitern. Zum Glück gibt es aber auch die eingangs beschriebenen Mutter-Kind-Kuren.
Mein Enkel hat davon schon zwei d total begeistert absolviert. An dieser Stelle recht herzlichen Dank an die Einrichtung in Mardorf/Steinhuder Meer.

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