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Behandlungsfehler : Tausende Patienten beschweren sich bei der Ärztekammer

dapdDie Gutachterstellen der Ärztekammern geben immer mehr Patienten im Streit über Behandlungsfehler recht. Die Zahl der geschädigten Patienten und der Beschwerden ist 2011 gestiegen. Doch die Dunkelziffer ist hoch, der Weg für die Patienten beschwerlich.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...839690,00.html
  1. #40

    Jaja, die armen reichen Ärzte...

    Kaum bringt SPON mal eine Schlagzeile, bei der auch die Mediziner sich mal sagen lassen müssen was Sache ist, schon springen bezahlte PR Beauftragte und ewig Uneinsichtige zur Stelle.
    Tatsache ist, dass es in Deutschland aufgrund der Lobby (noch) immer zu schwierig und langwierig ist, bis man als geschädigter Patient zuseinem recht kommt. Es ist egal ob 0,1% oder weniger - jeder, der arbeitet und Fehler macht hat Schadenersatz zu leisten, wenn er sie begeht. Nur die Mediziner zieren sich hier, weil es ja um die Reputation und die Haftpflichtversicherung geht. Armselig meine Herrschaften! Wer es nicht verkraftet, für den Bockmist den er angerichtet hat gerade zu stehen, der schreibe doch wissenschaftliche Bücher, züchte Labormäuse oder lagere die Reagenzgläser um. Irgendwo, wo er in der Bevölkerung keinen Schaden anrichten kann.
    Das Geheule vom barmherzigen Samariter der aus "Undank" auch noch dafür zur Rechenschaft gezogen wird, weil er den falschen Hoden entfernt (alles passiert) kann kein Mensch mehr hören.
    Auch mein Dachdecker "hilft Menschen", oder deckt Herr Dr. med. das selbst?
    Aber wenn es reinregnet, dann rennt er schnell zum Anwalt und besteht auf seinen Rechten.
    Das Recht auf Wiedergutmachung gilt für alle Berufstände, wir sind ja nicht im Ausnahmezustand und müssen froh um jeden sein, der sich mal erbarmt und sich in den OP quält. Und hören Sie mir auf von Überstunden und 36 und 100 Stunden Diensten zu fabulieren. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben - auch der Rest der Republik ARBEITET.
    Und wenn Sie merken, dass die Hände zittern und die Aufputscher Sie am OP auch nicht mehr wach halten - dann lassen SIe es doch einfach sein und suchen sich einen anderen Beruf!
    Wer aber einem Anderen Schadne zufügt, weil er sein Handwerk nicht versteht, die Nacht durchgezecht oder den Befund nicht richtig gelesen hat, der gehört dafür zur Rechenschaft gezogen und basta.
    Ein Wort noch zu den Ärztekammern: Da gibt es solche und solche. Manche verstehen sich als Ärzteschutzverein (Hessen liegt da für mich ganz vorne) andere wie Bayern oder NRW haben einen guten - weil fairen Ruf. Das zeigen auch die Berichte die einige hierzu ins Netz stellen.
    Hier sollte man mal vereinheitlichen, damit die Kungelei bei Einigen mit der Ärzteschaft aufhört. Sonst gehen zukünftig die, die es sich leisten könen gleich vor Gericht. Ich würde es heute so tun. 2 Jahre vor einer Ärztekammer verschwendet, das kann ich keinem empfehlen.
    Wohl dem, der aufgrund eines Arztfehlers nicht im Koma liegt oder bei Harz IV gelandet ist - bis zum Prozess sind gute 10.000€ an Anwaltskosten und Gerichtskostenvorschuss fällig.
    Ein Großteil der Ärzte macht einen guten Job, aber die wenigen Nichtskönner, vor die Sie sich hier pauschal stellen und die dann noch von einer Lobby gedeckt werden, vermiesen all den Medizinern den Ruf, die ihre Sache ordentlich machen.
    Tun Sie doch nicht so, als gäbe es keine Arztfehler. Es gibt sie , wie in jedem Beruf und zwar jeden Tag den ganzen Jahres. Die Art und Wiese wie manche wohlmeinende Repräsentanten damit umgehen und versuchen die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen ist ein Armutszeugnis.
    Mein Rat an alle medizingeschädigten Leser hier:
    1.Besorgen Sie sich zunächst - unter einem Vorwand - alle Unterlagen vom Arzt - die "verschwinden" nämliche gerne mal, sobald ein Verfahren läuft.
    2. Wenn es was Ernstes war, sparen Sie sich das Schlichtungsverfahren - Es ist Zeitverschwendung.
    3.Nehmen Sie sich einen Fachanwalt, der NUR Patienten vertritt! Und nehmen Sie sich einen verdammt guten.
    4.Klagen Sie gleich vor Gericht. Lassen Sie sich nicht veräppeln.
    5.Wenn Sie Gutachten brauchen, denken Sie auch ruhig mal ans Ausland. Da sind die Krähen bunter.
  2. #41

    cholerische Polemik

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    0,1%? Träumen Sie? Ich schätze, ca. 50% wären korrekt! ...

    Bei derartig substanzloser Polemik als Aufmacher spare ich mir die Lektüre des restlichen Beitrages...

    Arbeiten sie mal eine Weile in einem normalen Krankenhaus, dann werden Sie vermutlich etwas ruhiger. Schichtdienst, Doppelschichten, Bereitschafts- und Notdienste, Personalmangel, Überbelegung, Anspruchsdenken... Von den Gehältern mal gar nicht anzufangen...

    Alltagsmedizin ist in Deutschland ein kostenintensives Massengeschäft, keine Individualtourismus auf Chefarztniveau. Wenn Ihnen das nicht reicht, gehen sie doch einfach in eine Privatklinik. Da bekommen Sie alles was sie wollen...

    ... sobald sie die nötige Bonität nachgewiesen haben, die fünfstelligen Rechnungen zu zahlen.

    Wären deutsche Ärzte allerdings ähnlich zuverlässig, wie deutsche Handwerker, würde ich Ihrer Behauptung allerdings Glauben schenken...
  3. #42

    Was würden Sie machen?

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Wie oft verschwindet eine Schere in Bauchraum? Dieses reißerische Foto hilft niemandem, außer den Werbeeinnahmen der Online-Medien.

    Wenn die Klagerei wegen Nichtigkeiten so weiter gehen, dann werden die Kosten für die Krankenkassen bald sehr gering werden, weil es keine Ärzte mehr geben wird. Denn merke, keine Behandlung, keine Kosten, keine Fehler. Beten war immer schon erfolgreicher. :(

    Wir sehen die Entwicklungen deutlich bei freien Hebammen, gravierender, aber weniger auffällig ist der Dokumentationswust. Anstatt sich um Patienten zu kümmern, werden seitenlange Berichte geschrieben. Es wird immer lächerlicher.
    Was würden Sie machen wenn Ihre werkstatt bei Ihrem wundervollen heißgeliebten Auto Fehler baut die Sie wahnsinnig teuer zu stehen kommen? Da geben Sie Ihr Auto ab und bekommen ein defektes zurück.
    Sagen Sie dann auch die arme Werkstatt und der arme Meister der nun noch Überstunden schreiben muss weil er sich rechtfertigen muss?
    Nichts Anderes sind Ärzte! Die Ärzte haben deshalb so viel zu tun weil sie ständig mit GOÄs und DRGs beschäftigt sind, da geht ums Geld und nicht unbedingt um die Fürsorge. Ich erlebe das jeden Tag, die wichtigste Frage: ist der privat? was kostet das? leider Alltag in Deutschland!
  4. #43

    Wie sind Sie denn drauf?

    Zitat von joe22222 Beitrag anzeigen
    Zum Glück ist dieser Arzt aus dem Verkehr gezogen und hat seine verdiente Strafe bekommen. Jetzt kann er bei Null anfangen mit seinen 47 Jahren.
    Approbationsentzug kann Folge einer solchen Klage sein, wenn grobe Fahrlässigkeit oder ein andrer Srafrechtsbefund bestand. Für einen Arzt hängt damit der Beruf an einer Klage. Als Dachdecker geht man insolvent, kann sich aber noch neu anstellen lassen oder unter Umständen eine neue Firma aufmachen.
    "Klagen lohnt sich" ist doch wohl sehr zynisch im Hinblick auf das Schicksal Ihrer Tochter.
    "Gutbezahlte Ärzte":
    Schauen sie sich doch mal die Gehaltstabellen im Internet an (Marburger Bund) und vergleichen Sie das mit anderen Berufen mit ebenso langer Ausbildung, ähnlicher Verantwortung und zeitlicher Belastung.
    Der Verdienst ist o.k.- mehr aber nicht.
    Wenn im Krankenhaus Angehörige um 17:00 beim Besuch sich nicht wundern, dass Sie beim unangemeldeten Gesprächswunsch auf den Arzt treffen, der den Patienten schon um 07:30 visitiert hat, dann frage ich mich immer, ob die Allgemeinbevölkerung überhaupt akzeptiert, dass Arzt auch nur ein 40h Job/Woche ist.
    Erwartet wird etwas anderes.
    Letztlich kotzt mich diese andauernde Diskussion nur noch an.
    Vor Ort erklären wir die Gesundheitspolitik der Regierung und der Krankenkassen und stehen für von uns nicht verantwortete Härten des Systems gerade.
    Herr Bahr erklärt nicht, warum ein Patient bei Pflegestufe 1 keine Reha bei einem neuen Ereignis (z.B. Schlaganfall) erhält etc. Das machen wir dann.
    Ich kotze nach solchen Tagen nur noch ab!
  5. #44

    Ärztepfusch

    Deutschland das Land der Millionäre. Jetzt ist es raus Viel Pfusch, viel Geld.
    Und unsere Kassen alles. Der Dumme ist, der die Krankenkassenbeiträge
    bezahlt und oft nur Pfusch dafür bekommt. Jetzt weiss ich auch weshalb
    in Deutschland sehr wenige Obduktionen durchgeführt werden. Diese
    dienen auch mit zur Kontrolle der ordentlichen Arbeit der Ärzte. Es müsste jeder
    Verstorbene obduziert werden, was da alles noch ans Tageslicht kommen
    würde.
  6. #45

    Er hats verdient.

    Der Arzt hat selbstverständlich seine Approbation verloren und kann nun bei Null anfangen wenn überhaupt. Das Gesicht von dem hätten sie mal sehen sollen! Eine Wohltat :-) Er hat massiv grob fahrlässig gehandelt und meine Tochter wäre deswegen fast verstorben und hat nur knapp überlebt. Das schlimme war aber nicht das der Arzt einen groben Fehler gemacht den er nicht machen durfte...sondern das er massiv gelogen hat und die Klinik alles vertuschen wollte. Das hat auch erst dazu geführt das wir diesen riesigen Aufwand betrieben haben...viel Geld hatte uns das auch gekostet. Nun ja meine Tochter kann nun ein neues Leben anfangen und hat genug Startkapital.
    Ich wünsche diesem Arzt einen Leben in der Gosse wenn ich ehrlich bin und es ist toll das es Gerechtigkeit in Deutschland gibt und solche Ärzte immer mehr aus dem Verkehr gezogen werden.

    Zitat von Zoloft Beitrag anzeigen
    Approbationsentzug kann Folge einer solchen Klage sein, wenn grobe Fahrlässigkeit oder ein andrer Srafrechtsbefund bestand. Für einen Arzt hängt damit der Beruf an einer Klage. Als Dachdecker geht man insolvent, kann sich aber noch neu anstellen lassen oder unter Umständen eine neue Firma aufmachen.
    "Klagen lohnt sich" ist doch wohl sehr zynisch im Hinblick auf das Schicksal Ihrer Tochter.
    "Gutbezahlte Ärzte":
    Schauen sie sich doch mal die Gehaltstabellen im Internet an (Marburger Bund) und vergleichen Sie das mit anderen Berufen mit ebenso langer Ausbildung, ähnlicher Verantwortung und zeitlicher Belastung.
    Der Verdienst ist o.k.- mehr aber nicht.
    Wenn im Krankenhaus Angehörige um 17:00 beim Besuch sich nicht wundern, dass Sie beim unangemeldeten Gesprächswunsch auf den Arzt treffen, der den Patienten schon um 07:30 visitiert hat, dann frage ich mich immer, ob die Allgemeinbevölkerung überhaupt akzeptiert, dass Arzt auch nur ein 40h Job/Woche ist.
    Erwartet wird etwas anderes.
    Letztlich kotzt mich diese andauernde Diskussion nur noch an.
    Vor Ort erklären wir die Gesundheitspolitik der Regierung und der Krankenkassen und stehen für von uns nicht verantwortete Härten des Systems gerade.
    Herr Bahr erklärt nicht, warum ein Patient bei Pflegestufe 1 keine Reha bei einem neuen Ereignis (z.B. Schlaganfall) erhält etc. Das machen wir dann.
    Ich kotze nach solchen Tagen nur noch ab!
  7. #46

    Zitat von christian-hamburg Beitrag anzeigen
    Und welcher Anwalt würde seinem Mandanten gerne beichten, dass er einen Verfahrensfehler verschuldet hat?
    Jeder macht Fehler! Keiner gibt sie gerne zu, wenn man dadurch seinen Beruf gefährdet!
    Keiner. Aber schon vor Jahren hat der BGH Anwälte dazu verpflichtet, einen Mandanten über einen Fehler zu informieren und aufzuklären, dass der Mandant den RA in Regress nehmen kann. Tut er es nicht, haftet er allein deswegen.

    Gibt es vergleichbare Regelungen bei Ärzten? Ich kenne keine.
  8. #47

    Zitat von Deep Thought Beitrag anzeigen
    Von daher ist der Vorstoß der "Grünen" in dieser SAche doppelt absurd:

    Erstens EXISTIERT bereits seit langer zeit die ständige Praxis der BEWEISUMKEHR bei mangelnder Dokumentation, mangelnder Zusammenarbeit des Arztes oder unvollständigen Unterlagen - was praktisch IMMER seine Niederlage bedeutet ! - und zweitens ist es absurd und verfassungswidrig, einen Beschuldigten dazu zu verdonnern, seine Unschuld zu beweisen.

    Kurz:
    JEDER seriöse PAtientenanwalt rät dazu, einfach die Gutachterstellen kostenlos in Anspruch zu nehmen.
    Sie verwechseln hier Zivilprozeß mit Strafprozeß Im erstern gibt es keine Beschuldigten oder Angeklagten, sondern Kläger und Beklagte. Und es geht nicht um strafbares Handeln, sondern um meist fahrlässige Fehler bei der Ausübung einer vertraglich geschuldeten Leistung. Wollen die Ärzte zwar nicht gern hören, aber jeder Handwerker muss auch für die ordentliche, fehlerfreie Ausführung seiner Arbeit gerade stehen.

    Es kann sinnvoll sein, die Gutachtenstellen in Anspruch zu nehmen, vor allem bei einfach gelagerten Fällen. Das ist aber nicht immer der Fall.
  9. #48

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen
    Aber versetzen Sie sich mal in die Position eines zu unrecht Beklagten...
    Das Gericht (als unparteiliche Instanz) hat nicht dafür zu sorgen, dass Sie ihr Recht bekommen. Seine Aufgabe ist es, zu verhindern dass jemandem Unrecht geschieht.
    Das ist, werter Mitforist und mit Verlaub, ziemlicher Blödsinn. Aufgabe des Zivilgerichts ist es, lb anhand der vorgelegten und vom Gericht zu beurteilenden Fakten ein Sachverhalt vorliegt, der zu einer Rechtsfolge im Sinne des Gesetzes - hier in der Regel Schadensersatz - führt. Die Regeln der Beweislast sind da ganz klar: Wer behauptet, einen Anspruch zu haben, muss die seinen Anspruch begründenden Tatsachen vortragen und ggf. beweisen. Ist der Beweis geführt, kann der Beklagte den Klägervortrag durch eigenen Vortrag erschüttern oder widerlegen. Gelingt das dem Beklagten nicht oder hält das GEricht die den Anspruch stützenden Beweise für unzureichend, verliert der Kläger, ansonsten der Beklagte.

    Für moralinsaure Überlegungen von Recht oder Unrecht ist da überhaupt kein Raum, es kommt immer nur ein Urteil oder ein Vergleich raus.

    Ich wiederhole es gern noch einmal für Sie: In dubio pro reo gilt im Strafrecht und hat im Zivilrecht nichts zu suchen.
  10. #49

    Oh werch ein Iltum!

    In einem der Beiträge stand "Im Vergleich mit anderen Akademikern verdienen Ärzte überdimensional viel".
    Ich kann nur raten bevor wieder soviel unrichtiges verzapft wird sich am zu erkundigen was tatsächlich ein Krankenhausarzt verdient ( man muss nur bei der Verwaltung anrufen oder noch einfacher sich die Tarif TVöD BT-K -ist auch im Internet, anschauen). Die Mehrzahl der Krankenhausärzte, also die, die Hauptlast der Routinearbeiten erledigen verdienen etwa das was eine Schreibkraft im öffentlichen die verdient.
    Im Unterschied zu dieser, arbeitet der aber nicht 40 Stunden dafür sondern zwischen 60 und 120 Stunden. Der jetzt wieder propagierte Ärztemangel im Deutschen Krankenhaus und Abwanderung ins Ausland hat ja Gründe, die nicht nur im häufig ätzenden Arbeitsklima liegen. Es gibt inzwischen kein Land der Erde, in dem nicht deutsch Ärzte tätig sind und das sicher nur, weil die so "angenehme" Arbeit im Deutschen Krankenhaus auch noch so gut bezahlt wird, das man gar nicht mehr weiß wo sein Geld noch hinschmeissen soll.
    Gott erhalte uns unser Vorurteil!








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