Kaum bringt SPON mal eine Schlagzeile, bei der auch die Mediziner sich mal sagen lassen müssen was Sache ist, schon springen bezahlte PR Beauftragte und ewig Uneinsichtige zur Stelle.
Tatsache ist, dass es in Deutschland aufgrund der Lobby (noch) immer zu schwierig und langwierig ist, bis man als geschädigter Patient zuseinem recht kommt. Es ist egal ob 0,1% oder weniger - jeder, der arbeitet und Fehler macht hat Schadenersatz zu leisten, wenn er sie begeht. Nur die Mediziner zieren sich hier, weil es ja um die Reputation und die Haftpflichtversicherung geht. Armselig meine Herrschaften! Wer es nicht verkraftet, für den Bockmist den er angerichtet hat gerade zu stehen, der schreibe doch wissenschaftliche Bücher, züchte Labormäuse oder lagere die Reagenzgläser um. Irgendwo, wo er in der Bevölkerung keinen Schaden anrichten kann.
Das Geheule vom barmherzigen Samariter der aus "Undank" auch noch dafür zur Rechenschaft gezogen wird, weil er den falschen Hoden entfernt (alles passiert) kann kein Mensch mehr hören.
Auch mein Dachdecker "hilft Menschen", oder deckt Herr Dr. med. das selbst?
Aber wenn es reinregnet, dann rennt er schnell zum Anwalt und besteht auf seinen Rechten.
Das Recht auf Wiedergutmachung gilt für alle Berufstände, wir sind ja nicht im Ausnahmezustand und müssen froh um jeden sein, der sich mal erbarmt und sich in den OP quält. Und hören Sie mir auf von Überstunden und 36 und 100 Stunden Diensten zu fabulieren. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben - auch der Rest der Republik ARBEITET.
Und wenn Sie merken, dass die Hände zittern und die Aufputscher Sie am OP auch nicht mehr wach halten - dann lassen SIe es doch einfach sein und suchen sich einen anderen Beruf!
Wer aber einem Anderen Schadne zufügt, weil er sein Handwerk nicht versteht, die Nacht durchgezecht oder den Befund nicht richtig gelesen hat, der gehört dafür zur Rechenschaft gezogen und basta.
Ein Wort noch zu den Ärztekammern: Da gibt es solche und solche. Manche verstehen sich als Ärzteschutzverein (Hessen liegt da für mich ganz vorne) andere wie Bayern oder NRW haben einen guten - weil fairen Ruf. Das zeigen auch die Berichte die einige hierzu ins Netz stellen.
Hier sollte man mal vereinheitlichen, damit die Kungelei bei Einigen mit der Ärzteschaft aufhört. Sonst gehen zukünftig die, die es sich leisten könen gleich vor Gericht. Ich würde es heute so tun. 2 Jahre vor einer Ärztekammer verschwendet, das kann ich keinem empfehlen.
Wohl dem, der aufgrund eines Arztfehlers nicht im Koma liegt oder bei Harz IV gelandet ist - bis zum Prozess sind gute 10.000€ an Anwaltskosten und Gerichtskostenvorschuss fällig.
Ein Großteil der Ärzte macht einen guten Job, aber die wenigen Nichtskönner, vor die Sie sich hier pauschal stellen und die dann noch von einer Lobby gedeckt werden, vermiesen all den Medizinern den Ruf, die ihre Sache ordentlich machen.
Tun Sie doch nicht so, als gäbe es keine Arztfehler. Es gibt sie , wie in jedem Beruf und zwar jeden Tag den ganzen Jahres. Die Art und Wiese wie manche wohlmeinende Repräsentanten damit umgehen und versuchen die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen ist ein Armutszeugnis.
Mein Rat an alle medizingeschädigten Leser hier:
1.Besorgen Sie sich zunächst - unter einem Vorwand - alle Unterlagen vom Arzt - die "verschwinden" nämliche gerne mal, sobald ein Verfahren läuft.
2. Wenn es was Ernstes war, sparen Sie sich das Schlichtungsverfahren - Es ist Zeitverschwendung.
3.Nehmen Sie sich einen Fachanwalt, der NUR Patienten vertritt! Und nehmen Sie sich einen verdammt guten.
4.Klagen Sie gleich vor Gericht. Lassen Sie sich nicht veräppeln.
5.Wenn Sie Gutachten brauchen, denken Sie auch ruhig mal ans Ausland. Da sind die Krähen bunter.
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