DPADie Wüste wächst - und mit ihr die Not der Menschen im Süden der Sahara. Ein Australier sagt der Versandung den Kampf an: Tony Rinaudo hat einen verblüffend einfachen Weg zur Begrünung karger Landstriche erfunden. Nach 30 Jahren Überzeugungsarbeit, beginnt sich die Methode durchzusetzen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...838840,00.html
auch mal was Positives zu lesen
Wenn dann noch die Zahlungen aus diversen Quellen versiegen
( eien Ochsen gekauft, ein Hausgebaut, 8 Kinder zur Schule geschickt )
ist das Projekt vermutlich Vergangenheit. Wo die Zahl der Rinder, Ziegen
wie bei uns das Auto Wohlstand vorgaukelt, wird sich nichts schnell ändern lassen.
"Begriffen"? Naja, da spielen auch wirtschaftliche Zwänge eine Rolle. Steht doch auch im Text. Mal eben seine Methoden ändern und Mindereinnahmen riskieren, weil in 10 Jahren die Wüsten dann weiter fortschreiten? So weit denken die Menschen in diesen Regionen in der Regel nicht. Primär, weil 10 Jahre in der Zukunft vollkommen egal sind, wenn man schon Schwierigkeiten hat, seine Kinder noch im nächsten Monat zu ernähren.
Und wenn man Brennholz nicht selbst schlägt, dann muss es auch irgendwo herkommen. Und das kostet dann Geld. Genau wie Lebensmittel.
Welch' bahnbrechende Erkenntnis.Als Rinaudo genauer hinschaute, sah er junge grüne Triebe, die aus dem Stumpf keimten. Er verstand: Das war kein totes Holz, das da aus dem Sand ragten. Das Wurzelwerk lebte und ließ trotz größter Trockenheit neue Zweige entstehen. "Mir wurde plötzlich klar, dass im Wurzelwerk dieser Stümpfe eine enorme Kraft steckt", sagt Rinaudo.
Es bleibt immer dasselbe Prinzip: Erfolge sind erst - und nur dann - zu verzeichnen, wenn der Mensch umdenkt und davon Abstand nimmt, mit Begeisterung an dem Ast zu sägen, auf dem er sitzt.
in diesen Zeiten.
Die Idee, dass man mit Aufforstung und mühevoller Pflege der Anfänge einiges weiterbringen könnte in der Ökologie, ist nicht ganz neu, da gibt es weltweit interessante Projekte, abseits der großen Themen, die die Menschen derzeit in ihren Bann ziehen.
Aber gut, dass mal jemand kommt und die Mühe nicht scheut und es vormacht und nicht gleich hinwirft angesichts jahrzehntelanger zerstörerischer Umgangsformen durch "konservative" Landbewohner...
Ich hoffe auch, dass das alles Schule macht und das Gedeihen weitere Kreise zieht, es gibt viel zu tun...
Das war auch mein erster Gedanke. Solange solche Dinge nur geschehen, wenn aus dem Ausland Geld fließt, haben die Bauern nicht verstanden.
Erst wenn sie dergleichen aus eigenem Antrieb und mit Hilfe ihrer eigenen Regierung in Angriff nehmen, wird sich die Lage auf Dauer verbessern.
...entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Es als konservativ zu bezeichen, sich und seinen Kindern der Ressourcen und der Zukunft zu berauben...
Besser wäre: "Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich." Das geht so weit, dass man (zumindest in Kenia) gelben Mais angewidert verschmäht. Weil man ihn nur mit den schlecht gelagerten Hungerrationen verbindet.