Forum: Blogs
Begründung für Einreiseverbot: Israels Innenminister schimpft Grass einen "antisemiti
REUTERSDie israelische Regierung legt nach: Der Schriftsteller Günter Grass sei ein "antisemitischer Mensch", erklärte Innenminister Jischai. Es sei eine Ehre, ihm die Einreise ins Land zu verbieten. In Deutschland überwiegt bei aller Kritik am Dichter Unverständnis über die Reaktion Jerusalems.
Begründung für Einreiseverbot: Israels Innenminister schimpft Grass "antisemitischen Menschen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
- #1 08.04.2012 17:56 von
Durch die Reaktionen Israels und deren Anhänger kann man deutlich erkennen, wie intolerant die israelische Regierung und deren Verbündete sind.
Andersdenkende, wie Grass, werden in den deutschen Medien zerissen und als Hetzer diffarmiert! Die Gleichschaltung der Medien, welche Grass ansprach, ist nicht nur seit diesem Fall zu sehen, schon in den vergangen Jahren hat man gesehen, was man mit Andersdenkenden oder Kritikern der europäischen oder des israelischen Regimes macht!: Man diffamiert und verspottet sie in den Medien !
Nicht Grass Kritik an Israel ist der Skandal, der Mann hat Recht mit dem was er sagt, sondern die Art wie die deutschen Medien und die israelische Regierung auf Grass reagieren ist das skandalöse! Den Spiegel mit eingeschlossen !
Israel, widersetzt und ignoriert jahrelang UN-Resolutionen, unterzeichnet den Atomwaffensperrvertrag nicht und streubt sich gegen jede Einmischung in ihre Politik (beispielsweise die Siedlungspolitik), will dem Iran vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat und stützt sich auf INDIZIEN der IAEA dass der Iran an Atomwaffen bastelt. Diese Indizien der IAEA würden sie in unzähligen anderen Ländern ebenfalls finden, weil Raketentests und Kernenergie heutzutage auf der Welt selbstverständlich sind.
Gruß Jörg - #2 08.04.2012 18:03 von
Dann halt nicht...
- #3 08.04.2012 18:09 von
Gezwungen.
Wenn ich schon wieder höre, dass man ihm vorwirft eine SS Uniform getragen zu haben muss ich den Kopf schütteln. Er war 17, hatte keine andere Wahl und war dort nicht mal ein Jahr. Und danach hat er sich jahrelang gegen den Nationalsozialismus stark gemacht. Lächerlich!
- #4 08.04.2012 18:10 von
Der verkannte Dichter oder: Kritik, Frieden und Freiheit
Oh, welche Lust zu treten ein
auf dieses arme Dichterlein,
das längst am Boden krumm sich windet,
der letzte Sinn ihm bald entschwindet!
Was hat er Schlimmes denn getan,
dass Wut und Häme branden an?
Der Dichter hat sein Wort erhoben,
zu warnen vor des Krieges Toben,
das ausgelöst vom ersten Schlag,
kein Mensch mehr zu verhindern mag.
Er mahnte zur Besonnenheit,
auf dass die Welt sich nicht entzweit
durch einen Angriff, wild und dumm,
begründet als Verteidigung
vor atomaren Waffen dort,
die niemand hat gesehn vor Ort.
Mit seiner Warnung hob der Dichter
sich über viele hohen Richter,
die vorab schon entschieden haben,
was über jede Kritik erhaben.
Verletzt hat er die Deutungshoheit,
man wirft ihm vor, aus reiner Torheit.
Kritik ist wichtig, gut und fein -
doch muss sie auch genehmigt sein!
Gewidmet den sehr verehrten Herren Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki sowie den Menschen in Israel, Iran, Deutschland und überall. - #5 08.04.2012 18:10 von
So kann man sich täuschen!
Freundliche Töne/Reaktionen aus Israel via D. enstehen nur gegen Cash. Die Ausfälle wegen dem Gedicht von G. Grass sind deutliches zeichen. Für D. gibt es keine freundlich-von freundschaftlich ganz zu schweigen-gesonnen Länder, Völker oder Organisationen. Es geht D. gegenüber lediglich um Cash oder andere handfeste Vorteile. Punkt. Daraus muss D. unbedingt und unverzüglich die entsprechenden Schlüsse ziehen.
Denn: wenn D. mal nicht mehr "löhnen" kann, was dann? Müssen wir uns dann alles von allen gefallen lassen?
Und wie soll die Reaktion von D. auf die ständigen Nazi-Filme in GB, USA & Co, in denen ein Deutschland-Bild und ein Bild der Deustchen geprägt wird, für das keinerlei Rechtfertigung gegeben ist?
Sollen wir etwa kontern a la Bibel/Israel: "Auge um Auge, Zahn um..." und es auch "als Ehre empfinden", Jemand, der sich kritisch gegen D. auslässt, als Persona non grata zu betrachten? Herrn Jischai z. B.?
Oder dürfen wir gar nichts? - #6 08.04.2012 18:15 von
Natürlich hat er Recht, deswegen ist die Reaktion auch so heftig. Als Obama vor einem kriegerischen Alleingang Israels warnte, waren die Reaktionen merkwürdigerweise sehr verhalten - was aber nicht zu Einsicht führte. Jetzt sagte Grass das gleiche und da geht ein Sturm der Entrüstung los, als hätte er damit schon das Ende Israels besiegelt. Fakt ist aber: Wer einen Angriffskrieg plant und dafür Kriegsgründe konstruiert, kann den eigenen Untergang damit schon eingeleitet haben.
- #7 08.04.2012 18:15 von
.
Die übertriebene Reaktion Israels auf das Gedicht von Grass zeigt warum der Nahostkonflikt schon so lange köchelt. Immer hat Israel mit voller Härte zurück geschlagen und selten einen Versuch zum Kompromiss gewagt. Und weil die Araber ähnlich gestrickt sind wird es immer so weiter gehen, bis zum jüngsten Tag.
Ich hab das Gedicht von Grass als unnötig empfunden und wenig hilfreich. Populär gesagt interessiert sich keine Sau dafü, was ein deutscher Dichter zur politischen Lage sagt.
Wes Geistes Kinde aber die Politiker in Israel und im Iran sind kann man gut an ihren Reaktionen erkennen.
Kein Wunder dass soviele Menschen die Politik und die Politiker verabscheuen! - #8 08.04.2012 18:17 von
Zunächst empfand ich die.......
.....mit Phrasen gefüllte Welle gegen Günter Grass kurios, mittlerweile hat es fast schon gespenstige Züge wie und was da alles relativiert wird, um überaus zeitgemäße und vor allem berechtigte Kritik ins Gegenteil zu verkehren.
Bei alledem bleibt nur zu hoffen, daß es dazu führen mag, dieses Treiben als das zu erkennen was es ist und sich dem offen und freimütig entgegen zu stellen. Dies gilt insbesondere gegenüber den Wackeldackel in hiesigen Gefilden.
Mein tiefster und herzlicher Dank an Günter Grass, diesen Stein der Offenbarung ins Rollen gebracht zu haben! - #9 08.04.2012 18:17 von
Was Entrüsten sollte, das ist die Art der Entrüstung die Grass entgegenschlägt. Wenn man den CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe liest, dann wird erkennbar, dass sich die hiesige Regierung schon längst mit einem Militärschlag abgefunden hat.
Und natürlich darf der rechtspopulistische Brandstifter Henryk M. Broder nicht fehlen, der Grass als „Prototyp des gebildeten Antisemiten“ beschimpft. Die Debattenkultur in Deutschland über einen Angriffskrieg, gar einem Präventivschlag mit Atombomben ist furchterregend. Statt den derzeitigen israelischen Politikern einen solchen Bruch des Völkerrechts auszureden und auf eine friedliche Lösung hinzuwirken, wird ein Literat beschimpft, der vor nichts anderem warnt als sogar auch US-amerikanische wie auch israelische Geheimdienstler und führende Militärs.
Die aktuellen Top-Themen



