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Begabtenförderung: Sieben Millionen Euro für Stipendien verfallen

Mehr als 150.000 Studenten sollten vom "Deutschlandstipendium" profitieren, doch zum Start fördert der Bund lediglich 5200 Stipendiaten. Sieben Millionen Euro verfielen zum Jahreswechsel. Laut Bildungsministerium soll das 2012 besser werden. Die Opposition bezweifelt das.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...806705,00.html
  1. #1

    Wofür eigentlich ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 150.000 Studenten sollten vom "Deutschlandstipendium" profitieren, doch zum Start fördert der Bund lediglich 5200 Stipendiaten. Sieben Millionen Euro verfielen zum Jahreswechsel. Laut Bildungsministerium soll das 2012 besser werden. Die Opposition bezweifelt das.

    Begabtenförderung: Sieben Millionen Euro für Stipendien verfallen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
    In einem anderen Forum habe ich obige Frage bereits gestellt.
    Abgesehen davon, dass mir nicht klar ist, nach welchen Kriterien Begabte bereits v o r dem Studium ausgwewählt werden , ist mir noch weniger klar, wofür diese während (!) des Studiums Extra-Geld brauchen.
    Ich gönne ihnen - eigentlich jedem - ein vernünftiges Auskommen mit dem Einkommen. Aber : Warum ist das für das eigentliche Srudium notwendig ?
    Etwas anderes ist es, wenn sich die Begabung durch gute Examensnoten manifestiert hat und das Ausweiten der Begabung -auch im Interesse des Gemeinwohls - gefördert wird.
  2. #2

    Werte Leser.

    Ganz bestimmt haben unsere Damen und Herren Politiker ganz viel richtig gemacht in 2011. Arbeitlosenzahlen wurden geschönt wie nie- Frau von der Leyer sah richtig glücklich aus unter Ihrer Hartz- Frisur, immerhin 52 Prozent aller Erwerbstätigen über 58 LEBENSJAHREN arbeiten noch immer, schon wieder ein Stümper als Bundespräsident, Frau Kühnast feierte Ihre Erfolge in Berlin, Rösler feiert nach wie vor 3 Prozent, dass Beste an Frau Merkel war Ihre Frühlingstasche, Fürst Guttenberg schmiert sich klebriges Zeugs ins Haar um den Wiedereintritt in die deutsche Atmosphäre mit deutlich weniger Brandschäden zu überstehen. Alles ehemalige begabte.
  3. #3

    Witz?

    "...die Hälfte des Förderbetrags, also 150 Euro monatlich zu übernehmen."

    Das gesamte Stipendium beträgt nur 300 Euro pro Monat? Und das soll dann auch noch aus zwei Teilen zusammengestückelt werden? Ist das jetzt ein Witz, oder was? Und dann wundert man sich, daß sich kein Unternehmen findet, das den Verwaltungsaufwand für den Kleckerbetrag von 150 Euronen monatlich auf sich nimmt? Und als Student kann man in einer Stadt auch von 300 Euro kaum leben. Das heißt, da muß noch eine dritte Einkommensquelle her.

    Mir scheint, diese Stipendien sind eine Alibi-Aktion, die aufgelegt wurde, damit Politiker auf sie verweisen können, wenn ihnen Untätigkeit bei der Begabtenförderung vorgeworfen wird. Die Tatsache, daß mir dieses Stipendium bislang nicht bekannt war, deutet darauf hin, daß auf hohen Bekanntheitsgrad -und damit Nutzung- offenbar wenig Wert gelegt wurde.
  4. #4

    16(!)

    Yeah hier in Hamburg gibt es GANZE 16 Studenten die von diesem Stipendium profitieren?
    Da sind die Chancen selber was davon zu haben ja richtig gut!
    Jetzt würde mich auch noch interessieren wie viele von den 16 dieses Geld wirklich brauchen. Ich kenne zumindest 16 Studenten die da drauf wirklich angewiesen wären...
  5. #5

    gibt doch Bafög

    und alle die kein Bafög bekommen, sind auf so eine Förderung wahrscheinlich eh nicht angewiesen. 300 € im Monat als Geschenk sind für einen Studenten natürlich schon was Tolles.
  6. #6

    naja

    Zitat von raphv Beitrag anzeigen
    und alle die kein Bafög bekommen, sind auf so eine Förderung wahrscheinlich eh nicht angewiesen. 300 € im Monat als Geschenk sind für einen Studenten natürlich schon was Tolles.
    Die Bafög Grenzen sind ziemlich niedrig angesiedelt.
    Faktisch können die wenigsten Eltern so viel zugeben wie in der Bafög Berechnung mal eben so veranschlagt wird.
    Außerdem sind 5200€ die Höchstgrenze was die Finanziellen Rücklagen angeht. Jemand der z.b geerbt hat kriegt ganz schnell ein Problem ob wohl jemand der 2 Eltern hat eigentlich immer Finanziell besser dasteht.
  7. #7

    Die Studenten stehen nach der Bildungsreform (=Kürzung) an den Unis unter einem dermassen Leistungsdruck, dass zusätzlicher Leistungsdruck aus einem solchen Witzstipendium wohl das allerletzte sein dürfte, was die brauchen.

    Wie wäre es stattdessen mal damit, etwas weniger die Sklavenpeitsche zu schwingen über dem Rücken der Studenten und denen mal mehr Freiräume zu geben, in denen sie ihre Talente frei entfalten können?
  8. #8

    Amerika du hast es besser

    Das ist genau die Crux, an der wir in D leiden: Die Unternehmer schreien und jammern, daß sie mehr und besser ausgebildete Studenten brauchen, weigern sich aber, ihren Beitrag dazu zu leisten. Lieber möchten sie - gratis ins Land geholt und dann zu Hungerlöhnen angestellt - Tausende ausländischer Studenten ins Land holen.
    Amerika hat es in diesem Fall besser: Da beteiligen sich die Unternehmen mit Milliarden an Stipendienprogrammen - auch für Studenten aus nicht begüterten Familien. In Deutschland werden Stipendien höchstens mal an das Söhnchen vom Aufsichtsratsvorsitzenden vergeben.
  9. #9

    ....

    Zitat von jenniferrod Beitrag anzeigen
    Das ist genau die Crux, an der wir in D leiden: Die Unternehmer schreien und jammern, daß sie mehr und besser ausgebildete Studenten brauchen, weigern sich aber, ihren Beitrag dazu zu leisten. Lieber möchten sie - gratis ins Land geholt und dann zu Hungerlöhnen angestellt - Tausende ausländischer Studenten ins Land holen.
    Amerika hat es in diesem Fall besser: Da beteiligen sich die Unternehmen mit Milliarden an Stipendienprogrammen - auch für Studenten aus nicht begüterten Familien. In Deutschland werden Stipendien höchstens mal an das Söhnchen vom Aufsichtsratsvorsitzenden vergeben.
    ja, das ist schade....
    ich hatte 2 mitschülerinnen, von denen eine ihr abi mit 1,0 machte, die andere mit 1,1. erstere ist mit einem äußerst begüterten elternhaus gesegnet und bekam den vorschlag für ein stipendium. sie bekam es und hatte plötzlich eine menge geld mehr, büchergeld etc. wurde mit übernommen, dazu kamen ein paar zuschüsse von den eltern, die nicht wehtaten. im prinzip war es wie bafög, nur ohne rückzahlungsverpflichtung.
    letztgenannte kam aus einem h4-elternhaus. sie bekam den stipendiumsvorschlag nicht. dafür hat sie zwar den bafög-höchstsatz bekommen, musste aber trotzdem noch arbeiten, da teure studiengebühren nicht davon bezahlbar waren, sowie kostenspielige anschaffungen an pflichtliteratur in den ersten studienjahren regelmäßig löcher in die kasse rissen. sie startet mit einem schuldenberg ins nach-studenten-leben....

    das ist doch auch nicht gerecht....
    das deutschlandstipendium ist ein witz.....die mir bekannten überdurchschnittlich guten studenten haben alle eltern, die sie komplett sponsorn. niemand von denen hat je eine einzige stunde gearbeitet um sich den lebensunterhalt zu verdienen.....
    diese sind eher berechtigt, geld zu bekommen, als die, die doppelbelastungen haben, sich im leben auf unterschiedliche weise beweisen und aufgrund von beständigen 2er-durchschnitten nicht mehr zu den guten studenten zählen dürfen und daher kein anrecht auf ein stipendium hätten...vielmehr müsste man genau da angreifen, denn wer es schafft unter vielfältigen belastungen gute leistungen zu bringen, wird vermutlich bei weniger äußeren pflichten noch besser sein....








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