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Befristete Stellen: Zweck erfüllt, Job weg
Eine feste Anstellung*- für Berufsanfänger ist das oft ein Traum. Fast die Hälfte aller Arbeitsverträge wird*auf eine bestimmte Zeit begrenzt. Dabei ist die Befristung*in vielen Fällen gar nicht zulässig.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...798570,00.html
- #20 21.11.2011 06:40 von SpieFo
wen interessiert's?
Frei nach dem Motto:
Bring die Leute dazu, daß sie sich für ihr Leben *wirklich* anstrengen müssen,
lass sie zappeln, dann haben sie keine Zeit, nachzudenken und zu demonstrieren.
Geht ein Hartz-4ler demonstrieren, wird ihm der Unterhalt gekürzt. So einfach.
Das ist politisch so gewollt.
Daß sich die angestaute Wut eines Tages doch noch Luft verschaffen wird, nun,
das ist "nicht mehr unser Problem"(sagt der Politiker). - #21 21.11.2011 07:02 von
Chancen für den AN
dieses Prinzip der ständigen Zeitverträge ist nicht gut - weder für den AN noch für den AG, denn der AG muss immer wieder das Glück haben, solches Personal zusammenzuwürfeln, daß die Projekte auch klappen.
Hier sehe ich auch eine Chance der AN: Wer sich in vielen Projekten bewährt hat, verfügt über einen guten Erfahrungsschatz und sehr breit angelegtem praktischen Wissen. Für freiberufliche Mitarbeiter ist das eine referenz nach der anderen .. für wechselnde Festangestellte jedoch auch.
Man muß sich in vielen betrieben auch fragen: muß ich da bleiben? Muß ich mir das Betriebsklima dort auf Jahre hinaus antun?
Ich will das Prinzip der unsicheren Arbeitsverhältnisse nicht schönreden und wünsche mir ebenso Verhältnisse wie in den 70ern. Aber wer als AN oder Freier sich selbst die Initiative vorbehält und sich nicht dauerhaft rumschubsen läßt, der kann daraus vielleicht mehr Zufriedenheit ziehen als jemand der 20 Jahre auf derselben Stelle versauert udnj mit 55 "freigesetzt" wird. - #22 21.11.2011 07:50 von dhanz
...
Verzeihung, aber diese 'Angst' müssten Arbeitnehmer in allen anderen Länder auf dem Planeten doch auch haben.
Wir müssen uns in Deutschland von der Vorstellung verabschieden, das jeder Arbeitnehmer bei kontinuierlichen Lohnsteigerungen und ebenso kontinuierlichen Arbeitszeitverkürzungen einen Job auf Lebenszeit (einmal Daimler, immer daimler) quasi von Staats wegen erhält.
Ist nicht schön, aber leider Realität
Da haben Sie nicht ganz unrecht.
Schließlich erdreistet sich auch der Arbeitnehmer als Kunde seinen Strom-,Handy- oder zeitschriftenabovertrag zeitlich zu befristen. Keine Spur von Solidarität mit seinem bisherigen Lieferanten und deren Mitarbeiter. - #23 21.11.2011 07:51 von
...
Es ist eine lebenslähmende Belastung für manche Leute, wenn sie nicht wissen, ob sie in einem halben Jahr auch für das nächste Projekt weiterbeschäftigt werden. Oder ob es überhaupt einen nächsten Auftrag gibt.
Das ist vergleichbar mit den Angestellten von insolvenzgefährdeten Betrieben, wo morgen Ende sein kann. Die Zukunftsangst lässt viele erstarren. Man muss da zwischen denen und den Lebenskünstlern wie z.B. vielen Selbständigen unterscheiden, die diesen Druck häufig sogar brauchen.
Ich rede von befristet arbeitenden Menschen in vielleicht auch noch strukturarmen Landstrichen, die gerne auf Jahre planen, vorsichtige Typen sind, Sicherheit regelrecht benötigen. Solchen Leuten hilft kein Bewusstsein, den Zeitpunkt des Vertragsendes zu wissen. Diese Leute brauchen einen beruflichen, finanziellen Halt in ihrem Leben.
Zudem, sich als ordentlich ausgebildeter Akademiker wie ein Praktikant von Projekt zu Projekt zu hangeln, ist sowas von demoralisierend. Da fragen sich manche Leute schon, warum sie sich 10 Jahre durch Abi und Studium gepeitscht haben, um dann von der kleinen festangestellten Arzthelferin gefragt zu werden, wie man denn permanent mit der Arbeitslosigkeit im Nacken leben könne, dass eine Lehre wohl doch besser gewesen wäre ... - #24 21.11.2011 15:14 von
Daimler?!?
Daimler ist ein ganz schlechtes Beispiel! Daimler deckt seinen gesammten Bedarf an neuen Arbeitskräften nahezu ausschließlich über Leiharbeit/Bremdarbeitskräfte. Da weiß mann nie ob die Beauftragung für das nächste Jahr weitergeführt wird, im Regelfall erfährt man es erst anfang Januar!! In meiner Abteilung beträgt der Fremdarbeiteranteil 50%.
Sooo sieht es aus! - #25 21.11.2011 19:44 von
Voll das Arbeitszeugnis !
Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #26 22.11.2011 11:47 von
Befristete Arbeit - wie sie singt und lacht
Überprüfen wir einmal kritisch den Artikel:
Sind in den 46 Prozent auch die Zeitarbeiter? Wenn nein: wie hoch ist dann die Zahl (oder Prozent) der neu geschlossenen Verträge unbefristet?Fast jeder zweite neu eingestellte Arbeitnehmer (46 Prozent) hat im Jahr 2010 nur einen befristeten Vertrag bekommen.
Mag in der Sache stimmen, aber so erhält die Arbeitnehmerin keine Berufserfahrung in dem Unternehmen, um in der Gehaltsstufung nach oben zu steigen.Mit der Befristung ist Richard - rechtlich gesehen - zunächst einmal nicht schlechter gestellt als ihre unbefristeten Arbeitskollegen.
Oder beispielsweise kann sie so nicht die Betriebsrente in Anspruch nehmen oder zu viel schlechteren Konditionen.
Oder falls sie gegen Ende der Laufzeit des Vertrages schwanger wird, verlängert sich der Vertrag nicht und sie steht dann mit Kind aber ohne Arbeit da.
Wegen des Geldes: s. o. Im öD gibt es beim TVöD die sogenannte Stufung in den Entgeltgruppen. An die oberen Stufen kommt man als befristet Beschäftigter gar nicht.Sie haben Anspruch auf die gleiche Vergütung und die gleichen Fortbildungen.
Wer das Gegenteil behauptet lügt. Die diese Tatsache widerlegen wollen, sollten einmal versuchen, mit befristeten Verträgen einen Kredit für z. B. ein Automobil zu bekommen.Aber die Angestellten können mit solchen Verträgen kaum langfristig planen.
Kleiner aber feiner Unterschied: eine Verlängerung von befristeten Verträgen ist wie o. g. möglich, aber wenn der Arbeitnehmer jeweils einen neuen Vertrag erhält, kann er beliebig "verlängert" werden.Eine Befristung ist höchstens für zwei Jahre zulässig. Außerdem darf innerhalb der zwei Jahre der Vertrag höchstens dreimal verlängert werden.
Grau ist alle Theorie. Verklagen Sie heute den Arbeitgeber auf Entfristung des Vertrages, können Sie damit rechnen, bald dort nicht mehr tätig zu sein. Man findet schon einen Grund, Sie zu kündigen. Ggf. kündigt der Arbeitgeber "ordentlich", also innerhalb der zulässigen Frist. Ob man dann Chancen bei einem neuen Arbeitgeber hat, kann sich jeder selbst ausrechnen.Das könne der Arbeitnehmer einklagen.
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