Befehl des Präsidenten: Bolivien enteignet spanischen Stromversorger

APDie Firmenbüros sind bereits von Soldaten besetzt: Bolivien hat eine Tochter des spanischen Stromkonzerns REE enteignet. Das Unternehmen betreibt fast drei Viertel des nationalen Elektrizitätsnetzes - Präsident Morales hatte bereits mehrfach angekündigt, die Energieversorgung zu verstaatlichen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...830804,00.html
  1. #30

    Thema ist eigentlich Bolivien

    Wenn Bolivien meint über seine Ressourcen selbst zu entscheiden ist das doch in Ordnung. Keiner sollte sich Anmassen, andere auszubeuten.
  2. #31

    Titellos

    Zitat von Vanagas Beitrag anzeigen
    . . . Volk verpflichtet + nicht dem Wohlergehen einiger geldgieriger Spekulanten !
    Und wie findet es das Volk, wenn mangels Rechtssicherheit und Enteignungen Investoren fern bleiben und Bolivien noch weiter verarmt? Ursache und Wirkung hört nicht an dem Punkt auf, an dem man sich wohl fühlt.

    Zitat von Vanagas Beitrag anzeigen
    Machen Sie sich ersteinmal bewußt wie das bolivianische Volk seit Jahrhunderten auf ' s unerträglichste durch die Spanier gelitten hat bevor Sie etwas von einem " Bärendienst " schwadronieren ! ! !
    Was haben Conquistadoren vor 500 Jahren mit der heutigen Spanischen Republik zu tun? Leben heute noch Bolivianer, die sich an die damaligen Gräultaten erinnern zu können? Leben heute noch Spanier, die Zivilisten niedermetzelten?
    Und warum sollte ein Verbrechen das 500 Jahre her ist eine illegale Aktion im Jahre 2012 rechtfertigen können?

    Darf Israel dt. VW-Werke enteignen, weil VW vor 60 Jahren Zwangsarbeiter hatte?

    So weit ich das überblicke, wurde die bolivianische Tochter rechtmäßig von einem spanischem Konzern aufgekauft. Wenn nun der Vertrag, die Besitzverhältnisse oder die Erlöse nicht so sind, wie das Bolivien gerne hätte, dann haben sie ein schlechtes Geschäft gemacht. Soll vorkommen, ist jedoch kein Grund, einen Vertrag illegal und einseitig zu kündigen. Dann fang ich demnächst auch an, meine gemietete Wohnung an mich zu nehmen, weil ich die Miete zu hoch finde und mein Vermieter sein Urgroßvater meiner Urgroßmutter mal eine Kartoffel geklaut hat.

    Er mag seinem Volk verpflichtet sein, doch sollte auch er sich dabei an Verträge und Regeln halten. "Zum Wohle des Volkes" wurde oft genug als Deckmantel für allerlei Schabernack missbraucht, man sollte zweimal hingucken, bevor man sich davon blenden lässt.
  3. #32

    Titellos

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    In der DDR hatte jeder junge Mensch Anspruch auf einen Ausbildungsplatz und anschließend auf eine Arbeit.
    Ja, lustigerweise auch dann, wenns gar keine Arbeit gab. Dann musste eine Firma 20 Leute beschäftigen und entlohnen, obwohl es nur für 10 Arbeit gab. Dass das nicht auf ewig gut gehen kann, ist einfache Mathemaitk.
    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Jede Mutter konnte arbeiten gehen und wusste ihr Kind gut in der Kita untergebracht.
    Das wiederum stimmt. Die Kinderbetreuung hatte einen ganz anderen, höheren Stellenwert als das heute der Fall ist.
    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Wer krank war bekam die bestmögliche Behandlung, ohne Ansehen der Person.
    Mit dem Ansehen der Person hat das heute auch nichts zu tun. Wenn dann eher mit dem Geldbeutel. Versuchen Sie mal, als Kassenpatient einen Termin für ein MRT früher als in 6 Wochen zu bekommen.

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Ich habe es bei meiner Mutter erlebt. In Ihren Augen war sie nur "Putze", aber die Ärzte in der Uniklinik Rostock ermöglichten ihr ein langes Leben. Heute hätte sie sterben müssen, weil sie die Kosten nicht tragen könnte. DDR war nicht reich, aber menschenfreundlich.
    Wir könnten heute genau so menschenfreundlich wie in der DDR leben, aber dann müssten wir viele Einschnitte in unserem Lebensstandard vornehmen, zu dem viele nicht bereit wären. 3 BMW und das neuste IPhone sind schließlich wichtiger.
    Damals war Öl, verglichen mit heute, spottbillig. Energie sowieso, die Kohle lag ja auf der Erde. CO2 war nur ein nutzloses Gas und es gab 3 Kanäle.
    Die DDR "funktionierte" solange wie Geld aus der Sowjetunion kam und man sich verschuldete (ähnlich wie heute ...). Aber irgendwann gehts nicht mehr.

    Aber es ist ein interessanter Denkansatz: Wenn Sie den Zustand einer Gesellschaft messen wollen, schauen Sie sich an, wie der Rettungsdienst und die Notfallmedizinische Versorgung aussieht. Und da schneidet Deutschland ziemlich bescheiden ab.
  4. #33

    das sollte für Hamburg und Vattenfall ein Beispiel sein, enteignet Vattenfall und zieht die Leute zur Verantwortung die gegen das Wohl der Hamburger Bürger, die HEW an Vattenfall verschleudert haben.
  5. #34

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Wer jetzt noch als Ausländer in Bolivien investiert ist, wird sein Geld abziehen.
    Geld kann man abziehen, wie man will, ist nur Geld.

    Aktien wären ein gutes Mittel zur Sozialversicherung. Wenn eine Firma alle unnützen Leute rauswirft und den Gewinn steigert, kommt es dann automatisch der Sozialkasse zu Gute.
  6. #35

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Wen hat die DDR eingesperrt?
    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Eingesperrt war keiner.
    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    DDR war nicht reich, aber menschenfreundlich.
    Einen Bekannten von mir, der Arzt ist, hat die DDR zum Beispiel ein Jahr in Bautzen eingesperrt, weil er ihr politisch unbequem war. Er mußte von der Bundesrepublik freigekauft werden.

    Sehr menschenfreundliche Aktion von der DDR.

    Geben Sie sich ruhig weiter Ihren Illusionen hin, aber erwarten Sie nicht, dass diese Illusionen von anderen geteilt werden!
  7. #36

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    In der DDR hatte jeder junge Mensch Anspruch auf einen Ausbildungsplatz und anschließend auf eine Arbeit. Jede Mutter konnte arbeiten gehen und wusste ihr Kind gut in der Kita untergebracht. Wer krank war bekam die bestmögliche Behandlung, ohne Ansehen der Person. Ich habe es bei meiner Mutter erlebt. In Ihren Augen war sie nur "Putze", aber die Ärzte in der Uniklinik Rostock ermöglichten ihr ein langes Leben. Heute hätte sie sterben müssen, weil sie die Kosten nicht tragen könnte. DDR war nicht reich, aber menschenfreundlich.
    Du solltest nach Kuba übersiedeln
    Da sind die Verhältnisse wie in der DDR, aber das Wetter ist entschieden besser
  8. #37

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Was im Zuge der Privatisierungen in den 90ern in Bolivien ablief war teilweise schon kriminell.
    Da brauch ich nicht nach Bolivien schauen. Hier in Deutschland haben zahlreiche Gemeinten per Crossborder-Leasing ihren Nahverkehr und Infrastruktur verhökert und die kleinen Kommunalangestellten müssen es nun ausbaden.
  9. #38

    was hat der Beitrag mit der DDR zu tun? Im uebrigen ich durfte in der DDR nicht studieren da ich Verwandte in der BRD und einen in Onkel Chile hatte.
    Mit der Verstaatlichung wird schon seinen Grund haben, der Service der Spanischen Unternehmen in Latainamerike ist unter aller Sau. Hoffentlich verbesserrt der sich jetzt
  10. #39

    Abschaum der Täterä

    Zitat von langenscheidt Beitrag anzeigen
    ...geht ein Teil in die eigene Tasche, der andere Teil wird zerwirtschaftet. Gruß aus der Ex-DDR.
    Das zeigt ja wohl bloß, welchem Abschaum Ihr in der Täterä aufgesessen seid, sagt aber nicht über die Verhältnisse in Lateinamerika.
    Fakt ist ja wohl, Genosse, dass das Geld dort bislang schon aufs Persönlichste zerwirtschaftet wurde, bloß kapierst Du das nicht, weil Du ja "Oben gut" denkst. Das war aber weder zu Täterä-Zeiten schlau, noch hat es im Gapitalismus Geltung.