Ihnen jetzt was erzählen vom Haus meiner Nachbarn.
Als Eigentümer eines kleinen 1-Familienhauses war ich vor 10 Jahren froh, als nach Erschließung eines Neubaugebietes der neue Nachbar die Pläne vorlegte. Prima, alles normal.
Umso verwunderter war ich, als ich nach Urlaub sah, dass der Rohbau gänzlich vom Bebauungsplan und dem vorgelegten Plan abwich, 1 Geschoß höher als lt. Bebauungsplan erlaubt, Balkone und Gauben dort, wo vorher keine waren. Die Kellerdecke ungewöhnlich hoch, Kniestock ebenso, dadurch Überschreitung der Traufhöhe um mehrere Dezimeter.
Trotz Baueinstellung meinerseits wurde Sonntags das Dach aufgeschlagen. Seit 10 Jahren kämpfe ich gegen Gleichgültigkeit, Faulheit, Verlogenheit, Ignoranz seitens der Behörden und gegen den Bauherrn selbst. Alle Einwände wurden als Verdacht abgetan, erst als das Kind in den Brunnen gefallen war, lies man sich zu der Aussage hinreißen "es sei dumm gelaufen".
Der Bauherr ist selbständiger Handwerker im Baugewerbe und erzählt bei der Anhörung, er habe sich vermessen.
So ist das in Deutschland. Und dann kommen Sie mit einem solch saudummen Kommentar. Ihnen guckt ja auch keiner von einem illegalen Balkon einer illegalen Wohnung in ihr sauer erarbeitetes 1-Familienhaus oder in den Garten ohne die Möglichkeit des Rückzuges. Ganz dicht an der Grenze wäre man geschützt, aber da stinken die Komposthaufen der netten neuen Nachbarn.

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