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Bedrohte Buckelpisten: Abenteuerspielplätze der Alpen

DPAFrüher waren Buckelpisten ein Abenteuerspielplatz für technisch versierte Ski-Meister, inzwischen werden viele von ihnen glattplaniert. Die Abhänge sollen für jeden zu befahren sein - doch eine Könner-Disziplin des Wintersports geht dabei verloren.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0...814349,00.html
  1. #1

    Freie fahrt fuer freie Buerger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher waren Buckelpisten ein Abenteuerspielplatz für technisch versierte Ski-Meister, inzwischen werden viele von ihnen glattplaniert. Die Abhänge sollen für jeden zu befahren sein - doch eine Könner-Disziplin des Wintersports geht dabei verloren.

    Bedrohte Buckelpisten: Abenteuerspielplätze der Alpen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Buckelpisten sind einfach nur aergerlich und ein Hindernis auf dem Weg zur naechsten Huette.
  2. #2

    Das auch

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Buckelpisten sind einfach nur aergerlich und ein Hindernis auf dem Weg zur naechsten Huette.
    Aber mir fehlt dann doch etwas beim Schifahren. Es war doch immer sehr schön, so an einer Buckelpiste ein kleines Päuschen einzulegen und den Hang hinaufzuschauen. Wie die vermeintlichen Cracks da durch die Gegend gepurzelt sind oder wie Anfänger im Stemmbogen die Schneehaufen umkurvt haben, hat schon vor der nächsten Hütte für Vergnügen gesorgt und war einen Teil des Preises für den Schipass wert.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher waren Buckelpisten ein Abenteuerspielplatz für technisch versierte Ski-Meister, inzwischen werden viele von ihnen glattplaniert. Die Abhänge sollen für jeden zu befahren sein - doch eine Könner-Disziplin des Wintersports geht dabei verloren.

    Bedrohte Buckelpisten: Abenteuerspielplätze der Alpen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Da wird doch zu viel durcheinandergeworfen. Ich brettere gerne, fahre aber auch buckelige Pisten gerne (zwar nicht so wie die im Artikel, aber...). Zum Tiefschneefahren braucht man außer der Technik auch adequate Ski, die i.d.R. breiter sind. Ich kenne genug Gebiete, wo alles vorhanden ist. Ich sehe nicht wirklich ein "Aussterben". Im Gegenteil.
  4. #4

    Wahr

    Normalerweise kräuseln sich mir die Zehennägel wenn der Spiegel in irgendeiner Art und Weise über Berg- und Wintersport schreibt. Aber dieser Artikel spricht ein paar wahre Punkte an. Notabene:

    - Der Trend zur DIN-normierten Einheitsskipiste welche viele Skigebiete (rein vom skifahrerischen her) recht austauschbar werden lässt.

    - Die Tatsache dass viele mittelprächtige Skifahrer mit Geschwindigkeiten die jenseits ihres Fahrvermögens liegen unterwegs sind. Ich hatte das bisher nicht recht verstanden. Aber nachdem ich mir nach Jahren des fast ausschließlichen Skitourengehens ein Paar neue Pistenski (= Carver) gekauft habe, habe ich auch verstanden woher dieser Geschwindigkeitsrausch herrührt.

    - Trotzdem übersieht der Autor meiner Meinung nach die Tatsache dass der Trend zur perfekt geplätteten Piste v.a. auch durch den Snowboardboom der frühen 90er Jahre eingeläutet wurde.
  5. #5

    metrosexuelle Pisten

    Könner langweilen sich auf diesen metrosexuellen Pisten, aus denen jedes Gefahrenmoment verschwunden ist

    Hahaha, Danke für diesen Artikel :) Ich hab mich schon immer gewundert was der Sinn des Buckelpistenfahrens ist - jetzt hab ich es verstanden: um seine Männlichkeit zu beweisen! Um Buckelpisten fahren zu können muss man schon ein ganzer Kerl mit Haaren auf der Brust sein.

    Ich kanns nicht - würde aber auch nicht auf die Idee kommen es auszuprobieren - keine Zeit, dafür liebe ich das Carven viel zu sehr.
  6. #6

    Damals

    Früher in den 80zigern....... Jessesgottmariaundjoseph. Der Skianzug bestand aus einem Kunststoff-Overall in Pink oder Babyblau (auch für Männer) und hatte einen Wärmefäktor von minus 5 (man war konstant am erfrieren). Die Skischuhe waren reinste Kühlschränke. Man verlor auch regelmässig den Nagel des grossen Zeh weil man in dem Schuh bei jedem Schwung hin und her rutschte. Ausserdem bekam man die Schnallen nur mit Brachialgewalt und Schwarzeneggermuskeln zu. Die Handschuhe waren dünn und wenn "- 20" draufstand dann hatte es keine Bedeutung. Man trug keinen Helm (man war ja nicht beim Militär) und meist auch keine Mütze (Ohren sind halt kalt, ja und? Stell dich nicht so an). Die Bindungen waren so eingestellt, dass man sich das Kreuzband beim Zusehen riss, wenn man nicht sportlich war. Man machte auch Skigymnastik, ansonsten bekam man nichts auf die Reihe.

    Die Ski waren lang und schmal. Die Keulen wogen ca 20 kg und man nannte sie nicht umsonst Bretter. Kanten gab es ungefähr einen Tag (nach dem Schleifen und Wachsen). Man musste schon sauber fahren können um eine Kurve ohne Explosion alle beteiligten Teile hin zu bekommen. Eisplatten waren nicht nur schön glitzernd, sondern wirkliche Herausforderungen. Mit zwei Wochen Ski-Kurs war man noch immer ein Rookie und durfte maximal eine blaue Piste nehmen.

    Und aus den oben genannten Gründen hat man Skifahren (!!!!) gelernt und man konnte auch Buckelpisten bewältigen und trotzdem gut aussehen. Es war halt kein Spaziergang sondern Sport und wir waren Helden.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher waren Buckelpisten ein Abenteuerspielplatz für technisch versierte Ski-Meister, inzwischen werden viele von ihnen glattplaniert. Die Abhänge sollen für jeden zu befahren sein - doch eine Könner-Disziplin des Wintersports geht dabei verloren.

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    Da ist dem Autor aber ein kleiner geografischer Fehler unterlaufen:
    Zunächst einmal befindet sich die "Harakiri"-Piste im Gebiet von Mayrhofen, oder genauer "Ski-Zillertal 3000". Zudem war diese Piste niemals eine Buckelpiste, vielmehr war an dieser Stelle überhaupt keine Piste in irgendeiner Form. Die Marketing-Verantwortlichen aus Mayrhofen sind bestimmt hoch erfreut, dass ihr Aushängeschild mal eben in das Gebiet eines großen Konkurrenten verlegt wird.

    Des Weiteren ist aus meiner Erfahrung die Piste in Obertauern am Gamsleiten 2 keineswegs vollständig präpariert. Es ist nach wie vor eine Buckelpiste. Das einzige was es wohl früher nicht gab ist ein kleiner Ziehweg der wohl für einige die letzte Rettung vor dem Steilhang ist.
    In einem Punkt kann ich Frau Mittermayer zustimmen, ich erachte eine konsequentere Markierung von unpräparierten Hängen wie es in den USA erfolgt durchaus für sinnvoll, in diesem Bereich gibt es in einigen Gebieten der Alpen wie z.B. St. Anton oder am Kitzsteinhorn schon sehr positive Ansätze. Durch diese Entwicklung werden meines Erachtens alle Typen von Skifahrern zufrieden gestellt. In anderen Gebieten gibt es da noch großen Nachholbedarf.

    Zur Glorifizierung des Buckelpistenfahrens kann ich nur feststellen, dass eine ausgereifte Carvingtechnik in jedem Fall ebenso anspruchsvoll und herausfordernd ist und mich persönlich mehr beeindruckt und mir mehr Spaß macht. Aber wie gesagt, gute Skigebiete zeichnen sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass sie jedem Typ von Skifahrer die geeigneten Hänge bieten.
  8. #8

    Eine Hälfte Buckelpiste, die andere Seite geglättet. So kommt jeder zu seinem Spaß. Ich habe in Colorado verschiedene Hänge gesehen, die auf diese Weise präpariert waren.
  9. #9

    !

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    Da wird doch zu viel durcheinandergeworfen. Ich brettere gerne, fahre aber auch buckelige Pisten gerne (zwar nicht so wie die im Artikel, aber...). Zum Tiefschneefahren braucht man außer der Technik auch adequate Ski, die i.d.R. breiter sind. Ich kenne genug Gebiete, wo alles vorhanden ist. Ich sehe nicht wirklich ein "Aussterben". Im Gegenteil.
    Eben! Und außerdem ist es ja auch nur fair, dass heute viele schwarze Pisten auch für Leute die keine Vollprofis sind befahrbar sind. Und wenn sich dann ein paar Pisten-Cracks über Amateurskifahrer beschweren, dann sollten sie mal bedenken, dass auch diese Skifahrer die Infrastruktur im Skigebiet mit ihrer Karte mitfinanzieren...








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