Es ist lange her. Es gab größeres Unrecht. Vermutlich wäre es selbst für die Betroffenen besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Alles andere ist Rache.
Auch nach 13 Monaten vor Gericht gibt es keinen Beweis, dass Verena Becker 1977 am*Buback-Mord beteiligt war. Der Nebenkläger meint:*Weil jemand seine*"schützende Hand" über die Terroristin hielt. Dieser Vorwurf soll nun ausgeräumt werden -*mit Hilfe einer jahrzehntealten TV-Fahndung.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...797010,00.html
Es ist lange her. Es gab größeres Unrecht. Vermutlich wäre es selbst für die Betroffenen besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Alles andere ist Rache.
"Ob Nebenkläger Buback nun von der Idee einer "schützenden Hand" über Verena Becker ablässt?" Nun, das ist wirklich schwer zu sagen, aber mehr und mehr macht Michael Buback auf mich den Eindruck, dass er einfach nicht wahrhaben will, dass es geradezu unmöglich ist, eindeutig festzustellen, wer seinen Vater auf dem Gewissen hat und in seiner Verzweiflung klammert er sich an jeden noch so dünnen Strohhalm, um dieser Tatsache nicht ins Auge sehen zu müssen.
Dabei vergisst er, dass es mit erhöhtem zeitlichem Abstand nicht einfacher wird, etwas nachvollziehen zu können, sondern immer schwieriger bzw. auch unmöglich.
Man kann ihm nur wünschen, dass er seinen inneren Frieden findet, denn um seine augenblickliche Situation, in der er sich das Leben mit dem geradezu suchtartigen Verlangen, einen Schuldigen am Tod seines Vaters zu finden, ist für ihn sicher alles andere als angenehm. Was aber will er erreichen? Woher will er so sicher sein, dass Verena Becker schuldig ist? Im Zweifel für den Angeklagten ist eines der wichtigsten Prinzipien des Rechtsstaates. Und vielleicht ist Verena Becker ja nicht beteiligt gewesen?
Er sollte seinen Vater in Frieden ruhen lassen und sich nicht weiter selbst das Leben ruinieren.
Ach, so einfach kommt man aus Vorwürfen raus?...Denn wer sogar Fernsehzuschauer um Mithilfe bei der Fahndung bittet, dem kann schwerlich der Vorwurf gemacht werden, er verhindere die Strafverfolgung der betreffenden Person.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...797010,00.html
Mit einer XY-sendung?
Dann wundert es mich nicht, daß noch niemand diesbezüglich verurteilt wurde!
Man muß Buback schon zugutehalten, daß er auf bestimmte Geschehnisse hingewiesen hat, die zumindest seltsam wirken müssen. Ob das bestimmte Ermittlungsschritte betrifft, die man nicht getan hat, Zeugenaussagen, die nicht direkt berücksichtigt wurden usw. Auch die Rolle, die der Verfassungsschutz und andere staatliche Stellen im Zusammenhang mit der RAF und einzelnen Terroristen spielte ist bisher nur unzureichend aufgeklärt, unabhängig vom Fall Buback und evtl. auch von anderen Dingen, wie einem möglichen Einfluß der STASI. Speziell die letzten der RAF zugeschriebenen Attentate sind doch sehr diffus geblieben. Da darf die Frage erlaubt sein, woran das lag, und auch, wer dafür evtl. verantwortlich ist.
Ansonsten ist Michael Buback insofern eine tragische Figur, als die Tat vermutlich im Detail nie wird aufgeklärt werden können. Jedenfalls nicht mehr so restlos, wie man sich das vielleicht wünschen würde. Aber er hat das Recht, unbequem zu sein und muß sich dafür noch am wenigsten rechtfertigen.
Buback stellt die Fragen, die schon lange gestellt gehören, als Opfer kann man ihn dann auch nicht so einfach abwimmeln. Leider muss man auch durch diesen Prozess sehen, dass wohl viele dieser Fragen für immer unbeantwortet bleiben. Der Verfassungsschutz und das BKA mauert und vertuscht bis heute, die letzten Mitglieder der RAF machen das Maul auch nicht auf.
An Bubacks Verhalten muss man sehen, dass er sich immer tiefer in die Geschichte hineinfanatisiert, wenn es um Neigungsprozente eines Motorrades von 1977 geht, wird´s langsam lächerlich.
Aber auch die sonst hoch geschätzte Gisela Friedrichsen muss sich fragen lassen, wieso sie ein Fernsehbericht beim Hetzprogramm von XY als Beweis dienen soll, dass der VS eben nicht die Hand über Becker hielt. Im Gegenteil, das machte sie in der Szene erst richtig glaubwürdig und demnach als Informantin doppelt wertvoll. Aktenzeichen XY war ja wohl auch nie dazu da, Verbrecher zu fangen, sondern dem Bürger in einer Zeit vor RTL 2 zu zeigen, in was für einer latenten Gefahr er lebt und dass man zum Schutz von Leib und Leben dann bedauerlicherweise einen starken Macht- und Polizeiapparat benötigt.
Vor einiger Zeit ging mir folgende Spekulation durch den
Kopf: Siegfried Buback und Horst Herold waren sich Anfang
1977 der Gefahr bewusst, durch Attentate der RAF ums Leben
zu kommen. Als echter Kämpfer wollte Buback auch in solch
einem Fall noch nach seinem Tod mithelfen, die RAF zu
unterminieren. Passieren sollte das eventuell auch durch
eine Desinformations-Kampagne, bezüglich der Täter eines
Mordanschlags auf ihn.
Passen würde zu solch einer Geschichte, dass Kurt Rebmann
Jahre später hin und wieder angedeutet haben soll: "wir
haben noch einen Platz auf dem Motorrad frei".
das ganze ist doch nur noch ein privatprozess von herrn buback. jetzt kommt er mit einem angeblich falschen reifendruck und der überwindung der physik für motorräder. was soll das ganze eigentlich noch? die tat ist längst aufgeklärt und die raf wurde wegen gemeinschaftlichen mordes gemeinschaftlich angeklagt und verurteilt. die täter haben längst gesessen. jetzt muss endlich mal schluss sein mit dieser gigantischen verschwendung von steuergeld.