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Bayreuth-Premiere 2012: Sturm überstanden

dapdHohe Wogen gab es in Bayreuth schon vor dem Festspielstart zu glätten. Würde sich der Eklat um Nazi-Tattos auf die Musiker auswirken? Mitnichten - fürs Ensemble des "Fliegenden Holländers" gab es frenetischen Jubel, die Regie wurde allerdings ebenso heftig ausgebuht.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...846450,00.html
  1. #1

    Welcher Skandal eigentlich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hohe Wogen gab es in Bayreuth schon vor dem Festspielstart zu glätten. Würde sich der Eklat um Nazi-Tattos auf die Musiker auswirken? Mitnichten - fürs Ensemble des "Fliegenden Holländers" gab es frenetischen Jubel, die Regie wurde allerdings ebenso heftig ausgebuht.

    Bayreuth: Fliegender Holländer bei Premiere bejubelt - SPIEGEL ONLINE
    Es gab doch eine Erläuterung des russischen Sängers, der sein ehemaliges Tattoo heute nicht mehr unterschreiben würde.

    Der Eklat ist in meinen Augen die hysterische Welle, in der die Reaktionen gekommen sind.

    Der Sänger hätte ohne Weiteres in Bayreuth singen dürfen.

    Wenn es um Rassismus geht, da haben wir echte Probleme. Aber nicht bei diesem Mann, der längst ein neues Tattoo über das beanstandete erhalten hatte.

    Es wäre so schön, dass man erst alle Fakten auf den Tisch bringt und dann entscheidet. Leider gibt es Skandale, die gar keine sind.

    Jetzt sollen die Leute ihren Spass in Bayreuth haben, Mitwirkende und Publikum. Und nächstes Jahr ohne diese Erbsenzählerei bitte :-))))

    Einen guten Abend
    Wahrheit2011
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hohe Wogen gab es in Bayreuth schon vor dem Festspielstart zu glätten. Würde sich der Eklat um Nazi-Tattos auf die Musiker auswirken? Mitnichten - fürs Ensemble des "Fliegenden Holländers" gab es frenetischen Jubel, die Regie wurde allerdings ebenso heftig ausgebuht.

    Bayreuth: Fliegender Holländer bei Premiere bejubelt - SPIEGEL ONLINE
    Es gab doch eine Erläuterung des russischen Sängers, der sein ehemaliges Tattoo heute nicht mehr unterschreiben würde.

    Der Eklat ist in meinen Augen die hysterische Welle, in der die Reaktionen gekommen sind.

    Der Sänger hätte ohne Weiteres in Bayreuth singen dürfen.

    Wenn es um Rassismus geht, da haben wir echte Probleme. Aber nicht bei diesem Mann, der längst ein neues Tattoo über das beanstandete erhalten hatte.

    Es wäre so schön, dass man erst alle Fakten auf den Tisch bringt und dann entscheidet. Leider gibt es Skandale, die gar keine sind.

    Jetzt sollen die Leute ihren Spass in Bayreuth haben, Mitwirkende und Publikum.
  3. #3

    hervorragend

    Zum Glück hat jeder einen anderen Geschmack, leider haben nicht viele so eine Plattform wie Hr. Theurich, ihre Eindrücke ebenfalls zu schildern: ich fand den "neuen" Holländer hervorragend. Wie der Regisseur gerade durch die minimalistische, nüchterne Ausstattung gezeigt hat, dass sich das Thema durchaus in die Gegenwart transportieren lässt und sogar in die Zukunft: die Wolkenkratzer, die der Autor zu erkennen geglaubt hat, haben mich eher an Borg-Würfel erinnert und die ebenfalls vom Fluch belegte Mannschaft des Industriekapitäns hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Unternehmen "assimiliert" werden. Ist mir in jedem Fall lieber als die romantisierte Mantel- und Degenaufführung vor 12 Jahren...
  4. #4

    unverständlich

    Kann mir mal jemand erklären, warum regelmäßig über die Festspiele berichtet wird? Sind viele Leser tatsächlich daran interessiert? Oder nur, weil es ja "Kultur" ist?
  5. #5

    Hintergründe...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hohe Wogen gab es in Bayreuth schon vor dem Festspielstart zu glätten. Würde sich der Eklat um Nazi-Tattos auf die Musiker auswirken? Mitnichten - fürs Ensemble des "Fliegenden Holländers" gab es frenetischen Jubel, die Regie wurde allerdings ebenso heftig ausgebuht.

    Bayreuth: Fliegender Holländer bei Premiere bejubelt - SPIEGEL ONLINE
    Interessenten an den Zusammenhang zwischen Bayreuth und Hakenkreuz, mal hier nachlesen:

    Vor den Festspielen: Wagner und wir - Bühne und Konzert - FAZ
  6. #6

    der deutsche Geldadel jubelt, na und?

    wen interessiert denn diese "Elite",
    diese pseudo-Promis der Kapital-Oberschicht, die am Geldtropf des ehrlichen Steuerzahlers hängt... ?
  7. #7

    ................

    so ganz klar ist mir immer noch nicht warum Evgeny Nikitin die Rolle abgeben mußte. Bereits lange vor der Premiere konnte man von dem Tattoo in der "Welt am Sonntag" lesen.
  8. #8

    .

    Der gnadenlosen Arroganz die Herr Gloger hinter der Bühne vor sich herträgt, tut das Buhgegröhle sicher mal ganz gut
  9. #9

    Zitat von brss Beitrag anzeigen
    Kann mir mal jemand erklären, warum regelmäßig über die Festspiele berichtet wird? Sind viele Leser tatsächlich daran interessiert? Oder nur, weil es ja "Kultur" ist?
    Ich weiß nicht, ob ihnen das jemand erklären kann aber man könnte es versuchen. Ein Grund, weshalb 'regelmäßig', also immer zur Saison der Bayreuther Festspiele, die einmal im Jahr im Sommer - heuer vom 25.7. bis zum 28.8. - stattfinden, berichtet wird, ist vielleicht, dass dieses Ereignis in seiner Struktur und vom Konzept her einmalig ist. Es gibt nirgendwo anders ein Festspielhaus, das von einem Komponisten konstruiert, auf seinen Wunsch hin gebaut wurde und in dem nach wie vor, seit 1876 ausschließlich Stücke des selbigen aufgeführt werden. Das ist, abseits von aller Mystifizierung, allem Pathos und dem selbstverständlich unsymphathischen Volk, das die Aufführungen besucht und auch dem, das sie ausrichtet, das, was die Bedeutung der Festspiele ausmacht.

    Zwei Sachen vielleicht noch: Weshalb man Wagner unbedingt in Bayreuth hören möchte, liegt unter anderem daran, dass das Gebäude vollkommen auf die Musik Wagners ausgerichtet ist. Es ist so konzipiert, dass man, beispielsweise, zu Beginn des Rheingolds noch vor dem eigentlichen Hören der Ouvertüre ihren Beginn 'spürt', weil die Holzbänke leicht vibrieren und zwar dadurch, dass sie mit dem Orchestergraben, den Wagner im Übrigen als erster auf diese Art und Weise nutzte, nämlich zur Erschaffung einer vollständigen Illusion auf der Bühne, auf der sich zuvor die Musiker fanden, verzahnt sind und die Schwingungen so durch das Haus an die Zuschauenden gelangen.

    Zweitens möchte ich kurz anmerken, dass Wagner die Festspiele keineswegs als High-Society Event ausgelegt hatte. Ganz im Gegenteil, dadurch, dass es keine Logen und somit nur eine Preiskategorie gibt, waren die Kartenpreise erschwinglich. Ohne Wagner nun als Märtyrer der Unterschicht - also dem, was wir mittlerweile Prekariat nennen sollen - an's Volk verkaufen zu wollen, kann man dennoch sagen, dass ihm durchaus daran lag, seine Musik einem großen und breiten Publikum vorzustellen. Das heißt, die Tatsache, dass heutzutage für interessierte Musik- oder Wagnerliebhaber nicht an Karten zu kommen ist, weil die immer gleichen Affen auf den roten Teppich pinkeln, hätte ihm sicher nicht gefallen.

    Ob nun Leser 'tatsächlich' daran interessiert sind, oder nur so tun als würde es sie interessieren, weil die Bayreuther-Festspiele in's Kulturressort fallen, weiß ich nicht. Diese Frage muss wohl unbeantwortet bleiben. Was ich aber weiß ist, dass Jonathan Meese keine gute oder nachvollziehbare Entscheidung wäre. Da zeigt sich, dass das Engagement von Schlingensief damals nichts als ein Glückstreffer war. Offenbar wollte der Clan dort auch nichts als PR. Aber gut, die kriegen sie durch Interviews mit Herrn Meese, der es meinem Kenntnisstand noch nie geschafft hat drei Sätze ohne grenzdebile Peinlichkeiten von sich zu lassen, auch.








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