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Bayerns Urheberrecht: "Mein Kampf" wird Schulbuch

AFPSoll Hitlers "Mein Kampf" in den freien Verkauf? Ab 2016 wird sich das nicht verhindern lassen, dann verliert Bayern die Urheberrechte an dem Machwerk. Damit möglichst wenige Geschäfte mit der Hetzschrift gemacht werden, bringt der Freistaat selbst eine kommentierte Version heraus.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...829502,00.html
  1. #130

    Interessant, wie Politiker ihren Bürgern nicht zutrauen DAS Nazipamphlet selbstständig kritisch zu hinterfragen und eine eigener Version bereithalten.

    Was gibt es denn zu befürchten? Ein plötzlicher Rechtsrutsch des Volkswillen?

    Ich habe ohnehin nicht vor das Buch in näherer Zukunft zu lesen, aber wenn ich wollte, würde ich bestimmt keine vorgekaute, staatlich geprüfte Version im Buchladen kaufen. Gott sei dank gibt es ja www.gidf.de oder notfalls auch www.google.de falls ich eine kleine nationalsozialistische Nachtlektüre brauche.
  2. #131

    NPD-Verbot

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Soll Hitlers "Mein Kampf" in den freien Verkauf? Ab 2016 wird sich das nicht verhindern lassen, dann verliert Bayern die Urheberrechte an dem Machwerk. Damit möglichst wenige Geschäfte mit der Hetzschrift gemacht werden, bringt der Freistaat selbst eine kommentierte Version heraus.

    Mein Kampf: Bayern plant Schulbuchausgabe von Hitler-Buch - SPIEGEL ONLINE
    NPD-Verbotsdebatte und jetzt das. Bin gerade erst hierüber gestolpert. Sieht denn keiner, daß die braune Schei... jetzt jeder ungestraft verbreiten darf? Auf jede Passage des Buches kann sich jetzt berufen werden, stellt man sie als Zitat dar. Den Holocaust darf man nicht leugnen, aber der Mist, der zu ihm führte, kann dann in Foren "diskutiert" werden. .... aber der Führer hat geschrieben, ich zitiere "......"
  3. #132

    Kommerzieller Weitblick?

    „Mein Kampf“ würde in hoher Auflage erscheinen - gekauft wie so viele Druckerzeugnisse, nur um sie zu besitzen. Mein Kampf gilt als eines der am seltensten gelesenen Bücher. Bei den meisten Exemplaren entdeckt man Stockflecken und durch Adhäsion zusammenhaftende Seiten. Ausnahme: seltene broschürte, zweibändige Augabe (Foto).
    Jene Lektüre ist schwer verständlich und nicht lehrreich für die jüngere Generation.
    Hitler wollte z. B. die Eier des Kolumbus entdeckt haben. Beispiel Führervokabular aus „Mein Kampf“, Band I, Kap. 11, Volk/Rasse:
    „Es liegen die Eier des Kolumbus zu Hunderttausenden herum, nur die Kolumbusse sind eben seltener zu treffen.“
    Hitler, auch eigener Lektor, hatte Bd. I diktiert (!). Ungereimtheiten im Text wurden während der Reden rhetorisch übertüncht. Baldur v. Schirach, Reichsjugendführer d. NSDAP, Goebbels u. a. halfen dabei.
    2. 320 000 Exemplare MK wurden Jungvermählten ab 1936 geschenkt. Lt. Zeitzeugen war ablehnende Haltung gefährlich. Lit.: „Als wir den II. Weltkrieg ausgruben …“
    Wenn man den „Kampf“ für jedermann zugänglich macht, könnten „Folgewerke“ popularisiert werden. Das sind z. B. Propagandaschriften, wie die "Nationale Erhebung vom 30. 01. z. 21 03. 33, das Zigarettenbilderalbum "A. Hitler" oder „Hitler, wie ihn keiner kennt“ usw. Der „Völkische Bebachter“, „Der Angriff“ etc. wurden noch bis April 1945 unter die Massen „gejubelt“ - zur politisch ideologischen Beeinflussung der Massen ...


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