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Bayerns Urheberrecht: "Mein Kampf" wird Schulbuch

AFPSoll Hitlers "Mein Kampf" in den freien Verkauf? Ab 2016 wird sich das nicht verhindern lassen, dann verliert Bayern die Urheberrechte an dem Machwerk. Damit möglichst wenige Geschäfte mit der Hetzschrift gemacht werden, bringt der Freistaat selbst eine kommentierte Version heraus.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...829502,00.html
  1. #120

    können ja, müssen nein

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Warum soll "Mein Kampf" verboten werden? Dann müsste "Das Kapital" ebenso verboten werden. Denn durch den Kommunismus sind noch mehr Leute gestorben, als durch den Nationalsozialismus!
    Außerdem kann es nicht schaden, wenn die Leute endlich mal nachlesen können, wie bekloppt, krank und größenwahnsinnig dieser Diktator war!
    Verstehen Sie mich nicht falsch: Wer "Mein Kampf" unbedingt lesen möchte soll es meinetwegen tun, aber doch bitte nicht verpflichtend als Schulbuch, auch nicht in der "CSU Directors Cut Platinum Edition"
  2. #121

    UrhG

    Zitat von matokla Beitrag anzeigen
    Es IST jedem Deutschen schon längst frei zugänglich, wie einige Vorposter schon sehr richtig bemerkten. Da hilft also auch Füsschenstampfen nichts mehr.
    Nur stellt das Herunterladen, Abspeichern oder gar das Ausdrucken eine Rechtsverletzung dar. Der Freistaat Bayern besitzt das Urheberrecht.
  3. #122

    Soso

    Zitat von schwarzes_lamm Beitrag anzeigen
    "Das Kapital" ist ein ebenso zusammenhangloses und konfuses Geschwurbel wie "Mein Kampf"
    Von wegen. Marx gilt - anders als Hitler - bis heute als exzellenter Beobachter der damaligen Wirtschaftsverhältnisse und ist unter Wirtschaftswissenschaftler als einflussreichster deutscher Nationalökonom anerkannt.

    Was andere (!) aus seinen Beobachtungen für falsche Schlüsse zogen ist eine andere Geschichte. Aber was Sowjetunion und Co "Kommunismus" nannten hat mit Marx nicht das geringste zu tun gehabt (und mit Kommunismus auch nicht, aber nicht einmal die Sowjetunion hat je behauptet kommunistisch gewesen zu sein). Der wird heftigst im Grabe rotiert haben.
  4. #123

    Niedriger hängen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Soll Hitlers "Mein Kampf" in den freien Verkauf? Ab 2016 wird sich das nicht verhindern lassen, dann verliert Bayern die Urheberrechte an dem Machwerk. Damit möglichst wenige Geschäfte mit der Hetzschrift gemacht werden, bringt der Freistaat selbst eine kommentierte Version heraus.

    Bayerns Urheberrecht: "Mein Kampf" wird Schulbuch - SPIEGEL ONLINE
    Viel zu viel Aufmerksamkeit. Kaum ein Jugendlicher wird sich das Geschwurbel freiwillig antun.

    Erst wird es jahrzehntelang verboten und dann ist es auf einmal Schulbuch. Warum eigentlich nicht schon jetzt, wenn man das eh vorhat? Dann nimmt der Staat wenigstens noch etwas Geld ein durch die Rechte, welches man dann Projekten gegen Nazis zur Verfügung stellen kann.

    Das wäre sinnvoller.
  5. #124

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Von wegen. Marx gilt - anders als Hitler - bis heute als exzellenter Beobachter der damaligen Wirtschaftsverhältnisse und ist unter Wirtschaftswissenschaftler als einflussreichster deutscher Nationalökonom anerkannt.

    Was andere (!) aus seinen Beobachtungen für falsche Schlüsse zogen ist eine andere Geschichte. Aber was Sowjetunion und Co "Kommunismus" nannten hat mit Marx nicht das geringste zu tun gehabt (und mit Kommunismus auch nicht, aber nicht einmal die Sowjetunion hat je behauptet kommunistisch gewesen zu sein). Der wird heftigst im Grabe rotiert haben.
    Ja, sicherlich ein Genie. Allein zu entdecken, dass ein Arbeiter mehr einbringen muss, als er kostet, damit ein Betrieb Gewinn macht.
    Da ist vorher noch nie jemand drauf gekommen.
  6. #125

    Macht gleich Geld

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Ja, sicherlich ein Genie. Allein zu entdecken, dass ein Arbeiter mehr einbringen muss, als er kostet, damit ein Betrieb Gewinn macht.
    Da ist vorher noch nie jemand drauf gekommen.
    Für so oberflächlich hätte ich Sie nicht gehalten. Er war schlicht der erste, der Zusammenhänge im Wirtschaftsgebaren systematisch zu beschreiben versucht hat, und damit Begründer der Wirtschaftwissenschaften. Auch moderne Geschichtsforschung ist großenteils marxistisch, weil sie nach ökonomischen Motiven fragt. Bei fast allen Kriegen und Veränderungen waren ökonomische Gründe Anlaß und Grund. Heute auch, ganz nebenbei.

    Diese Analysen haben grundsätzlich gar nichts mit dem Kommunismus zu tun. Der sollte die Fehler heilen, war aber offensichtlich nicht dazu imstande.
  7. #126

    Verbieten statt überzeugen

    Weil sich dann die Veröffentlichung durch andere Anbieter nicht mehr verhindern lässt, will Bayern selbst eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe der Hetzschrift herausbringen.
    Welch eine armselige Haltung. Verbieten statt überzeugen. Diese kommentierte Ausgabe wäre schon IMMER der bessere Weg gewesen. Das Buch ist doch Antiwerbung pur, verstehe nicht wovor man da Angst haben muss.
  8. #127

    Armes Deutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Soll Hitlers "Mein Kampf" in den freien Verkauf? Ab 2016 wird sich das nicht verhindern lassen, dann verliert Bayern die Urheberrechte an dem Machwerk. Damit möglichst wenige Geschäfte mit der Hetzschrift gemacht werden, bringt der Freistaat selbst eine kommentierte Version heraus.

    Bayerns Urheberrecht: "Mein Kampf" wird Schulbuch - SPIEGEL ONLINE
    Als meine Eltern geboren wurden war es pflicht.
    Als ich geboren wurde war es verboten.
    Als meine nichten geboren wurden war es geduldet.
    Und jetzt wird es wieder pflicht?
    Kriegen es die bayern bei der taufe?
    Wird der gruss auch wieder eingefuehrt?
  9. #128

    Zitat von carpitol Beitrag anzeigen
    Als meine Eltern geboren wurden war es pflicht.
    Als ich geboren wurde war es verboten.
    Als meine nichten geboren wurden war es geduldet.
    Und jetzt wird es wieder pflicht?
    Kriegen es die bayern bei der taufe?
    Wird der gruss auch wieder eingefuehrt?
    Der vielleicht nicht, aber das Mutterkreuz;o). Von der Leyen könnte wieder mal in die Presse.

    MfG. Rainer
  10. #129

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Für so oberflächlich hätte ich Sie nicht gehalten. Er war schlicht der erste, der Zusammenhänge im Wirtschaftsgebaren systematisch zu beschreiben versucht hat, und damit Begründer der Wirtschaftwissenschaften. Auch moderne Geschichtsforschung ist großenteils marxistisch, weil sie nach ökonomischen Motiven fragt. Bei fast allen Kriegen und Veränderungen waren ökonomische Gründe Anlaß und Grund. Heute auch, ganz nebenbei.

    Diese Analysen haben grundsätzlich gar nichts mit dem Kommunismus zu tun. Der sollte die Fehler heilen, war aber offensichtlich nicht dazu imstande.
    Der erste war rund 100 Jahre vorher Adam Smith mit seinem "Wohlfahrt der Nationen", welches wirklich eine Revolution darstellte. Smith hat unter anderem die zunehmende Arbeitsteilung als Grundlage für Wohlstand entdeckt und damit die moderne Prozessanalyse in der Arbeitswelt begründet.

    Sein Werk war eine der Grundlagen welche Freiher vom Stein 1808 zu den Preußischen Reformen nutzte, welche unter anderem die kommunale Selbstständigkeit beeinhalteten, etwas das weltweit kopiert wurde und bis heute nachwirkt.

    Marx wird überschätzt. Er lieferte eine ideologische Grundlage zur Rechtfertigung von Machtmenschen. die ihre Diktatur humanistisch begründen wollten. Das hat Marx sicherlich nicht gewollt, aber so ist es eben gekommen.








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