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Bayern gegen Berlin: Aigner gerät zwischen die Gentechnik-Fronten

Agrarministerin Ilse Aigner steckt nach SPIEGEL-Informationen in der Klemme: Parteichef Seehofer möchte Bayern per Gesetz zur genfreien Zone erklären. Doch die Kanzlerin übt Druck von der anderen Seite aus, Merkel setzt auf grüne Gentechnik. Jetzt will Aigner das Gesetz reformieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...710745,00.html
  1. #1

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Agrarministerin Ilse Aigner steckt nach SPIEGEL-Informationen in der Klemme: Parteichef Seehofer möchte Bayern per Gesetz zur genfreien Zone erklären. Doch die Kanzlerin übt Druck von der anderen Seite aus, Merkel setzt auf grüne Gentechnik. Jetzt will Aigner das Gesetz reformieren.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...710745,00.html
    Wozu brauchen wir das hier in Deutschland. Unser Problem besteht doch eher darin, dass wir nicht wissen, wohin mit den Überschüssen aus der Landwirtschaftsproduktion. Wir wollen doch wohl Deutschland nicht zu einem Argarstaat machen, oder?

    Oder soll das gelockert werden, damit die deutsche Industrie in der dritten Welt großartige Geschäfte machen kann? Aber ist das Problem der dritten Welt nicht viel eher, dass die Landwirtschaft dort heute schon unrentabel ist, weil wir denen so viele unserer hochsubventionierten Agrarprodukte liefern?

    Man kann's drehen und wenden, wie man will: genetisch veränderte landwirtschaftliche Produkte machen in Deutschland ganz einfach keinen Sinn.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Agrarministerin Ilse Aigner steckt nach SPIEGEL-Informationen in der Klemme: Parteichef Seehofer möchte Bayern per Gesetz zur genfreien Zone erklären. Doch die Kanzlerin übt Druck von der anderen Seite aus, Merkel setzt auf grüne Gentechnik. Jetzt will Aigner das Gesetz reformieren.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...710745,00.html
    Es gibt keine sichere grüne Gentechnik.
    Alles was unter freiem Himmel grünt und blüht, kommt irgendwann auch mit der natürlichen Pflanzenwelt in Berührung und früher oder später "springen" die neuen Gene auf die herkömmlichen Pflanzen über (siehe Mais in Mexico und Raps in Amerika). Ich persönlich möchte das nicht. Wer die Gene verändern will, soll bei der konventionellen Züchtung bleiben!
    Und solange sich in der freien Natur ein Kartoffelkäfer nicht mit einer Sojapflanze paaren kann, sollte das der Mensch auch nicht im Labor machen.
  3. #3

    aktuell

    Nachdem gerade wieder eine neue Studie in den USA klipp und klar nachgewiesen hat, dass sich die Gene z.B. von GM-Raps entgegen aller Beteuerungen der Saatguthersteller eben doch unkontrolliert, großflächig und massenhaft in der Natur ausbreiten, kann es eigentlich nur eine mögliche Richtung geben: Anbauverbot. Und zwar allein schon deswegen, um zu verhindern, dass die Landwirte zu Hunderten oder Tausenden von den Saatgutfirmen mit Klagen und Schadenersatzforderungen überzogen werden, weil sie angeblich verbotenerweise GM-Saatgut nachgezogen haben.

    Nur sind es nicht die Landwirte, sondern die Natur, die sich nicht um Patente, Urheberrechte und Lizenzen schert, sondern hier milliardenfach verbotenen unlizenzierten Nachbau betreibt. Da man die Natur aber nicht zur Kasse bitten kann, müssen die Landwirte herhalten. Und wenn die nicht zahlen und und sich nicht verpflichten wollen, künftig ebenfalls teures GM-Saatgut einzusetzen, werden sie mit der geballten Kapitalmacht der Konzerne einfach totprozessiert.

    Die einschlägigen Konzerne haben längst vielfach bewiesen, dass sie dieses Geschäftsmodell durchaus zu nutzen wissen.

    Lustigerweise - wenn man die hiesige Rechtsprechung zum Thema Urheberrechtsverletzungen im Internet heranzieht - könnten die Landwirte allein schon im Rahmen der Störerhaftung belangt werden: Schließlich ermöglichen und fördern sie die Urheberrechtsverletzung wissentlich allein dadurch, dass sie Raps anbauen.
  4. #4

    Mit Verlaub, Frau Merkel hat da soviel "Ahnung" wie bei der

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Agrarministerin Ilse Aigner steckt nach SPIEGEL-Informationen in der Klemme: Parteichef Seehofer möchte Bayern per Gesetz zur genfreien Zone erklären. Doch die Kanzlerin übt Druck von der anderen Seite aus, Merkel setzt auf grüne Gentechnik. Jetzt will Aigner das Gesetz reformieren.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...710745,00.html
    Entscheidung um Asse. Sie steht unter Druck und lässt sich die Richtlinien der Politik diktieren von Bayer und Co. Vielleicht hat auch Bill Gates vorgesprochen, und mit einer digitalen Verwüstung bei Monsanto Verweigerung gedroht.
    Wie immer auch. Sie möchte sich durch Brüssel die Hände waschen lassen. Aber schmutzige Hände bleiben schmutzige Hände in einer solchen Sache. Denn das hier ist keine Ackerkrume, die dann an ihren Händen klebt. Ich habe nicht gehört, dass Frau Merkel sich bei Percy Schmeiser, als er vor einiger Zeit durch Deutschland gereicht wurde, informiert hätte. Aber in Brüssel war der. Und da hat man gut zugehört, so schien es mir. Ob es die richtigen waren, weiss ich nicht. Prinzipiell: erst müssen per Gesetz die Haftungsfragen für die Gentech-Freisetzer geklärt sein, das klärt dann sofort den Markt dieser Halbwelt, die nur darauf wartet, auf die Felder gehen zu können, um Proben von den von ihnen verunreinigten Pflanzen zu nehmen, um dann den Bauern Rechtsverletzungen nachzuweisen und zur Bezahlung zu pressen. Die Abstandsregelung hat ja schon juristische Klarheit geschaffen, auch für Windbestäuber, oder wird es. Das ist alles so unglaublich, dass man es nicht glauben kann. Wenn das nicht eine neue Windung in der Spirale ganz rechtsstaatlich ausgeübter Gewalt wird, die bereits jetzt allerorten zu erfahren ist. Es könnte aber jene allerletzte Windung sein, die hier überzogen wird, an der die Schraube gerade noch so hält.
    Dieses mal allerdings hat Frau Aigner keine Chance mit Käferchen und so wie beim Gen-Mais. Es ist die Kanzlerin, die wir uns merken müssen. Weg mit dieser untragbaren Frau, die Schaden nicht vom Volke abwendet, sondern ihn bewusst bringt, indem sie diese Büchse der Pandora für D öffnet!
  5. #5

    genfreie Zone?

    ...Gen-Kartoffel, Genpflanzen, genfreien Zone, ...
    Soso, Bayern soll also eine genfreie Zone werden..!? Darf ich das so verstehen, dass hier jetzt alles Leben vernichtet werden soll? Oder haben wir Menschen etwa keine Gene?
  6. #6

    Verbot jeglicher Gen-Pflanzen!

    Das ist die einzig mögliche Entscheidung, um patentierte Nahrungsmittel und wie schon möglich Spekulationen auf Lebensmittel zu verhindern.
    Der einzige Sinn der Gentechnik besteht darin, einigen wenigen Unternehmen die Weltherrschaft über Nahrungsmittel zu verschaffen. Das Massensterben von Bienen in Bereichen starken Geneinsatzes soll die natürliche Bestäubung verhindern, sodann können wiederum nur Pflanzen dieser Unternehmen angebaut werden. Ein Milliardenmarkt und eine Knechtschaft der Menschen.
    Und das Merkel: Wie immer von nichts eine Ahnung oder ausreichende Entlohnung.
    Die "versehentliche" Aussaat von Genmais in D war alles, nur kein Versehen. Wie amerikanische Forscher nun endgültig nachgewiesen haben, kontaminieren geringe Flächen sehr zügig weite Landstriche...
    Und: Gentechnik hat nichts mit Hungersbekämpfung zu tun. Es gibt genug Anbauflächen für die weltweite Versorgung - man darf den Anbau nur nicht verhindern. Zum einen sorgt erst die westliche -subventionierte- Überproduktion für den Notstand in Afrika (Weltbank-Kredite nur gegen freie Einfuhr westlicher Massen zu Dumpingpreisen, somit Vernichtung vorhandener Agrarstrukturen); zum anderen werden mittlerweile weite Flächen von Anbaugebieten für Masse zur Herstellung von Biosprit-Grundpflanzen missbraucht...
  7. #7

    Was will die überhaupt?

    Auf der einen Seite reist Merkel nach Grönland um den Eisgletschern beim Schmelzen zu zuschauen, alles im Namen des Umweltschutzes, auf der anderen Seite will sie, Umweltschutz hin oder her die Erde kaputt machen. Diese Madame ist unerträglich in ihrer aroganten dummen Überheblichkeit!
  8. #8

    Bayern gegen Berlin

    Ein Hoch auf die Bilderberger Kanzlerin,
    bei deren Treffen sie oft mitmischt.
    Da sind narürlch auch alle Freunde von Monsanto anwesend.

    Alles zur Rettung der Armen dieser Welt.

    Dolle Demokratie.......
  9. #9

    Wenn es nur so einfach wäre ...

    Zitat von thelensis Beitrag anzeigen
    Und: Gentechnik hat nichts mit Hungersbekämpfung zu tun. Es gibt genug Anbauflächen für die weltweite Versorgung - man darf den Anbau nur nicht verhindern. Zum einen sorgt erst die westliche -subventionierte- Überproduktion für den Notstand in Afrika (Weltbank-Kredite nur gegen freie Einfuhr westlicher Massen zu Dumpingpreisen, somit Vernichtung vorhandener Agrarstrukturen); zum anderen werden mittlerweile weite Flächen von Anbaugebieten für Masse zur Herstellung von Biosprit-Grundpflanzen missbraucht...
    Naja, das sehen einschlägige Organisationen wie der VDI aber anders. Es gibt sehr wohl ein weltweites Problem mit der Anbaufläche. Biotreibstoffe und Biomasse für Bioreaktoren sind ja kein Missbrauch, sondern Teil unseres zukünftigen regenerativen Energiekonzepts. Mit ökologischem Anbau könnte man die Produktion maximal stabil halten. Dank explosionsartigem Wachstum unserer Population benötigen wir allerdings auch ein Wachstum der Ernteerträge.


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