Forum


 

Bayerische Brauer in Nöten: Die letzte Runde

Bayerns Brauereien stecken in der Krise, jeder fünften droht das Aus. Schuld sind die neuen Trinkgewohnheiten der Bundesbürger: Sie kaufen am liebsten Dosenbier aus Norddeutschland. Ein Streifzug durch das ehemalige Stammland von Hopfen und Malz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...759255,00.html
  1. #90

    Sparen

    Zitat von alpha0711 Beitrag anzeigen

    Wie hier schon kommentiert wurde :
    Bei anderen Dingen wird nicht gespart:
    - IPhone und Co sind gute Beispiele
    Doch, natürlich wird auch da gespart. Warum wohl gibt es so viele billige Androids?
  2. #91

    So what?

    Große machen Kleine über den Preis platt. Das ist die viel gelobte und grade in Bayern ja hochgeschätzte globale neolieberale Martwirtschaft. Und jetzt plötzlich nach subventionen und gezielter Förderung/Abschottung der heimischen unrentablen Wirtschaft gegen Wettbewerb und Preisdruck rufen?

    Sonst wird sowas immer als sozialistisches Teufelswerk und sinnlose Sozialromantik verdammt. Warum solls jetzt ausregechnet bei bayrischen Brauern anders sein?
    Nur weil die zu stolz oder zu blöd sind halt eben ihr Sortiment um ein Büchsenbier zu ergänzen wenn der Kunde das will?
    Persönlich finde ich Bier aus der Dose genauso unattraktiv wie sogenanntes Bier aus Bayern. Wo man anscheinend bis heute von einem gescheiten Pils noch nichts gehört hat. Und persönlich bevorzuge ich durchaus individuelle kleine Brauereien gegenüber den großen Konzernen. Und sei es auch nur weil mir diese Wirtschaftsform sympathischer ist. Das ist freilich persönliche Geschmackssache und für jeden anders.

    Aber wir haben hier eine Marktwirtschaft, und wenn die Unternehmen nicht wahr haben wollen was der Markt will, und der Ansicht sind der Markt hat gefälligts nachzufragen was Sie gerne produzieren wollen und nicht etwa andersrum ....

    Erinnert einen irgendwie an die Konsumgüterplanung von inzwischen untergegangenen sozialistischen Staaten. Den gleichen Ausgang dürfte es dann auch mit den Bayern-Brauern nehmen.

    So what? Sollen wir jetzt für die Dumdödel dann neben dem Banken-Rettungsfond auch noch den Brauer-Rettungsfond auflegen ????
  3. #92

    Doch, diese werden vermisst

    Zitat von dashaeseken Beitrag anzeigen
    und Klitschen mit 100 hl Jahresvolumen wird sowieso keiner vermissen.
    Doch, diese, wie Sie es bezeichnen, "Klitschen", werden ser wohl vermisst, denn sie prägen das Gebiet in Ober/Mittelfranken. Die dotigen Brauereigaststätten mit guten Brotzewiten mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis gehören einfach dazu. Ähnlich verhält es sich mit Heckenwirtschaften (kleine Weinstuben) in Unterfranken oder kleinen Eckkneipen in Köln oder Berlin. Gerade diese kleinen, gastlichen Kneipen machen einen gewissen Lebensstandard aus.
  4. #93

    Linderung in Sicht

    Zitat von Nighthawk1963 Beitrag anzeigen
    Moin Moin
    als ein seit weitüber einem Jahrzehnt im Ruhrpott ansässiger Ex-Franke (Geburtsort Kulmbach, was sonst *g*) kaufe ich auch hier regelmässig lieber Bier aus Kulmbach, überregional bekannt... - wenn, ja wenn man einen....
    Versuchen Sie es mal bei trink*** an der Lockhofstr. in Schalke, da gibt es wenigstens Maisels ;-)
  5. #94

    Franken ist nicht Bayern..

    ... denn ich glaube, dass gerade die Fränkischen Brauereien in den letzten Jahren großen Zuspruch erfahren haben. Hier wird regional vermarktet und auch touristisches Angeboten. Letztebdlich kann man jeden nur hierher einladen in die Region mit der größten Brauereidichte und dem besten Bier.
  6. #95

    10 Euro...?

    Zitat von dashaeseken Beitrag anzeigen
    ihr seid da genau wie die blauweißen Milchbauern...jahrelang verwöhnt und mit Subventionen überschüttet...und nun kommt langsam Realität und Marktwirtschaft ins Spiel, und das Gejaule......
    ...schön wärs. Für einen Kasten Paulaner zahle im Angebot 13.49 + Pfand. Normalpreis 14,99....so schlecht kanns den bayerischen Brauern also gar nicht gehen.
  7. #96

    Gibt es schon

    [QUOTE=tengri_lethos;7748278Am Ende steht dann ein Gesetz bez. des Trinkens in der Öffentlichkeit (wird natürlich verboten)[/QUOTE]

    Solche Verordnungen gibt es längt auf kommunaler Ebene, die das verzehren von Alkohol an öffentlichen Plätzen verbietet. Grund für solche Verordnungen ist zumeist Vandalismus von Jugendlichen in Folge von übermäßigem Alkoholkonsum. Ich wundere mich, warum nicht an einer anderen Stelle angesetzt wird, denn mit einem drastischen Alkoholverbot ist auch das abendliche romantische Rendevous am städtischen Badesee mit einer Flasche Sekt eine Ordnungswidrigkeit :-(
  8. #97

    Naja...

    Zitat von elschmido Beitrag anzeigen
    "Für sie ist Bier in Einwegverpackungen ein Tabu. "Unsere Brauer wollen das nicht", berichtet König. "

    Dieser Satz sagt doch eigentlich schon alles zur Kundenorientierung der Brauer aus.
    Ich unterstütze diese Aussage der Brauer aber voll und ganz, da ich als Verbraucher auch keine Getränke in Einwegverpackungen möchte. Damit gehöre ich sicherlich nicht zur Masse, die sich bei 1,5l Wasser aus der PET-Flasche nicht fragt, wie diese eigentlich für 14 ct. verkauft werden kann (zzgl. Pfand).
    Lebensmittel sind in Deutschland so günstig, wie in kaum einen anderen land und der Verbraucher, an dem sich die Anbieter orientieren sollen, möchte vieles noch günstiger haben. Die Folge sind Massenproduktion und entsprechende Lebensmittelskandale, die natürlich nicht ausbleiben. Kundenorientierung ist nett und gut, aber ökologische Gründsätze finde ich wichtiger.
  9. #98

    Nämberch

    ist meine Heimat, hier im wunderschönen Frankenland gibts wohl die beste Auswahl und ich kann es getrost als Bierparadies bezeichnen.
    Ich trinke gern und regelmäßig abends ein zwei Bierchen, vergangenen Freitag war ich auf dem hiesigen Volksfest und da warns dann auch mal paar mehr ;) Ob Kitzmann, Zirndorfer, Tucher, oder das phänomenale Pyraser Landbier, ich liebe euch alle!

    Leider muss ich aber zugeben, dass ich auch sehr wählerisch geworden bin... mein absoluter favorit ist seit meiner Bundeswehrzeit in München das goude Augusdinää, nur ist das bei einem Flaschenpreis von mind. 1 Euro (egal ob Tanke oder Einzelhandel) für mich zum Luxusgut geworden.
    Ich weiss noch wie groß meine Augen wurden, als ich das (meiner Meinung nach^^) vergleichsweise ebenso gut schmeckende Oettinger für schlappe 28 Cent incl Pfand sah..
    Also ich unterstütze euch nach Kräften, liebe Brauer, Wodka-Bull und solche mixes kommen mir selbst beim Feiern nur noch selten ins Glas, aber Bitte, erschwinglich sollte das wohlschmeckende Gerstenwasser doch bleiben, sonst _muss_ ich beim Oettinger bleiben.
    Die Unterschiede sind einfach zu marginal, als dass sich die teils 3fachen Kastenpreise rechtfertigen ließen :(
    mfg Kai
  10. #99

    Bier ist nicht nür Pils

    Zitat von LondoMollari Beitrag anzeigen
    Persönlich finde ich Bier aus der Dose genauso unattraktiv wie sogenanntes Bier aus Bayern. Wo man anscheinend bis heute von einem gescheiten Pils noch nichts gehört hat.
    Mag sein, dass gerade fränkische Brauereien wenig Pils brauen, das den Geschmack der Pilstrinker trifft. Dafür gibt es aber völlig andere Biersorten, wie Märzen, Voll- oder Rauchbier, die einen anderen Geschmack bieten, wie das Pils. Der Absatz von stark gehopften Pils ist bei uns in der Gegend (Oberfranken) eben gering, es werden eher malzigere Sorten bevorzugt. Solche Biersorten suchen Sie aber außerhalb der ländlichen Region vergebens, vor allem nicht bei den Massenbrauaereien, die meiner Meinung nach eher gelb eingefärbtes Wasser als genießbares Bier vertreiben. Verkauft sich natürlich gut, weil das Bier nicht nach Bier schmeckt :-) Fragen Sie in meinem Freundeskreis vor allem die Frauen - Bier mögen sie nciht, aber ein Beck's wird schon mal getrunken...


TOP



TOP