das, was bisher über den Wechsel Kochs zu Bilfinger Berger zu lesen war, war mehr als dünnbrüstig, flach, polemisch, dümmlich. Den eigentlichen Kern, nämlich: "kann ein berufsfremder Outsider einen in starkem organisatorischem Wandel befindlichen Baukonzern leiten, die Arbeitsplätze sichern und dauerhaft den Gewinn mehren?", hat keiner angesprochen. Das aber ist doch seine Aufgabe. Und ausschliesslich daran muss er sich messen lassen. Wäre ich Mitarbeiter - gar Bauingenieur - in diesem Unternehmen, dann kämen mir schon grosse Zweifel. Allein das Vertrautwerden mit einer Organisation dieser Grösse und ihren Schlüsselfunktionen dauert 3-4 Jahre. Von mangelnder Erfahrung geprägte Fehlentscheidungen treffen Mitarbeiter und deren Familien ebenso wie die Aktionäre. Insoweit ist die Entscheidung des Aufsichtsrats für die Person Roland Koch hochriskant und eigentlich nicht nachvollziehbar.
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