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Bankfehler: Multimillionär für ein paar Stunden

dapdMichael Hauk bekam von seiner Online-Bank versehentlich 200 Millionen Euro gutgeschrieben. Zehn Millionen landeten wenig später auf seinem Girokonto. Dann verlangte die Bank das Geld zurück - inklusive Zinsen von 12.000 Euro. Nun musste ein Gericht entscheiden.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...831124,00.html
  1. #230

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Es ist vergleichbar mit einem Fund. Der Finder, würde er einen so grossen Geldbetrag finden und nicht bei der Polizei oder Fundbüro abgeben, er würde sich der Unterschlagung schuldig machen.

    Eine Frechheit, hier noch ein Gericht zu bemühen!
    Aber wie hätte er sein Konto bei der Polizei abgeben sollen?
    Das geht doch nur, wenn er sich die 200 mio erst einmal abhebt und dann zur Polizei bringt.
    Ach ja, wenn Sie das als Fund bezeichnen, stände ihm auch Finderlohn zu..
    Also wie hier schon geschrieben, 6 mio Euro.. :-))
    Und nun?
  2. #231

    PR-Abteilung!

    Wieviel Milliarden wurden der Commerzbank vom deutschen Steuerzahler in die Rettung gepumpt. Wo sind die Gerichtsverfahren gegen die C-Bank Manager, die die Milliarden verzockt haben und weiter fleißig Boni kassieren. Jetzt soll ein Kunde von Ihrer Direktbank wegen einem Fehler, der durch bankinterne Systemprobleme verursacht wurde zur Kasse gebeten werden. Wenn ich mein PKW in der Öffentlichkeit nicht gegen unbefugte Nutzung sichere, bekomme ich ein Knöllchen. Wenn die C-Bank ihr Vermögen nicht ausreichend sichert, sollte das Unternehen diese Summe abschreiben und schamvoll schweigen. Den PR-Schaden den dieses Gerichtsverfahren anrichtet wird die Comdirekt hoffentlich ein vielfaches Kosten!
  3. #232

    So etwas nenne ich Unterschlagung

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Es ist vergleichbar mit einem Fund. Der Finder, würde er einen so grossen Geldbetrag finden und nicht bei der Polizei oder Fundbüro abgeben, er würde sich der Unterschlagung schuldig machen....
    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Aber wie hätte er sein Konto bei der Polizei abgeben sollen?
    Das geht doch nur, wenn er sich die 200 mio erst einmal abhebt und dann zur Polizei bringt.
    Ach ja, wenn Sie das als Fund bezeichnen, stände ihm auch Finderlohn zu..
    Also wie hier schon geschrieben, 6 mio Euro.. :-))
    Und nun?
    Tun Sie doch nicht so naiv!
    Der Bankkunde hätte die Hotline der Bank anrufen sollen und diesen Vorfall melden. Es wäre gegenüber den Bearbeitern, denen dieses Missgeschick passiert ist, sogar recht fair.
    Vielleicht hätte er dafür ein kleines Geschenk erhalten.

    Statt dessen beeilte er sich, einen Teil der Beute auf sein Konto zu überweisen, und sie nicht auf dem Onlinekonto zu belassen.
    Das nenne ich Unterschlagung!
  4. #233

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Vielleicht. Das wäre dann natürlich noch... ungeschickter.
    In einem anderen Zeitungsartikel ist zu lesen, dass er sich das Geld selbst überwiesen hat. Klingt plausibel.
  5. #234

    seltsame Moralvorstellung

    Zitat von bierosoph Beitrag anzeigen
    ..... Jetzt soll ein Kunde von Ihrer Direktbank wegen einem Fehler, der durch bankinterne Systemprobleme verursacht wurde zur Kasse gebeten werden. ...
    Der Kunde haftet nicht für den Fehler der Commerzbank, sondern hat schnellstens das Geld, von dem er wissen musste, dass es nicht sein Geld war, vom Konto der Vommerzbank entfernt und seinem Konto gutgeschrieben.
  6. #235

    So sind die Menschen

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    ...
    Ich hätte die ganzen 200 Mio sofort auf ein Konto in einem "sicheren" Staat transferiert. Nach Aufforderung zur Rückzahlung hätte ich gegen Straffreiheit eine Rückzahlung von 190 Mio angeboten. Bei Ablehnung wäre ich vor einem deutschen Gericht vermutlich zu 3 bis maximal 4 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei dem Stundenlohn, der sich dabei ergibt, hätte ich diese Strafe locker abgesessen.
    Meinen Sie nicht, dass es es zutiefst unmoralisch ist, fremdes Eigentum zu unterschlagen.
    Bei Präsidenten Wullf sollten bereits wegen einer Hotelrechnung, die er selbst bezahlt hatte, die Köpfe rollen.
  7. #236

    Zitat von chrisskuss Beitrag anzeigen
    den tenor, den ich hier bei vielen herauslese ist:
    ein 'kleiner mann' der für sich jeden noch so kleinen (finanziellen) vorteil nutzt, schlupflöcher ausmacht und durchschlüpft, der institutionen schädigt ist ein held, ein robin hood der ichAG, zumindest aber ein cooler typ.

    eine bank bzw. deren führungs-menschen, die das tun sind verbrecher.
    tolle moral.
    ^ Genau so ist es.

    Solche Sympathiebekundungen für den kleinen Mann hört man auch bei Banküberfällen oder wenn sich mal wieder ein Sicherheitsmann mit ein paar Hunderttausend erfolgreich abgesetzt hat. Die Ironie bei der Sache ist, dass der kleine Mann durch den Raub seinem geringen sozialen Status entfliehen möchte, um zu "denen da Oben" zu gehören. Daher kommt einerseits die Sympathie, welche vielen dieser Menschen entgegengebracht wird. Wer träumt nicht davon, ein Millionenvermögen auf dem Konto zu haben und sorgenfrei leben zu können. Dass der "kleine Mann" sich auf unmoralische Art und Weise seinen Status erschlichen hat, scheint weniger schwer zu wiegen als die typische Bankenabzocke. Der kleine Mann, so scheint es, hat es verdient, denn er war mal einer von uns und hat den bösen Bankern ein Schnippchen geschlagen.

    Ich glaube, dass dieser Traum vom großen Geld auch Herrn Hauck befallen hat. Läge plötzlich ein solcher Betrag auf meinem Konto - ich bin sicher, dass ich auch für einen Moment daran denken würde, ob ich diesen Schatz nicht irgendwie heben könnte. Ebenso sicher bin ich mir, dass irgendwann die Vernunft wieder die Oberhand gewänne. Herr Hauck hat weitergeträumt, den Millionenschatz vor der Nase, und hat entgegen jeder Vernunft versucht, einen Teil des Geldes in Sicherheit zu bringen. Er muss gewusst haben, dass es nichts werden kann, aber er ließ es auf einen Versuch ankommen. Vielleicht, so das Kalkül, verschwinden die 190 Millionen genauso lautlos, wie die 200 Millionen gekommen waren. Betrüger kann ich nicht ausstehen. Für Träumer habe ich Verständnis. Die Richter in Itzehohe offensichtlich auch.
  8. #237

    Die Comdirect sagt, Michael Hauk habe noch an jenem Abend knapp zehn Millionen Euro auf sein Girokonto bei einer anderen Bank überwiesen. Hauk hingegen sagt, er habe einen Kredit über diese Summe beantragt, um auf die falsche Buchung aufmerksam zu machen. Er habe sich nicht bereichern wollen. Dass der Kredit ohne jede Sicherheit bewilligt wurde, dass die Summe tatsächlich auf seinem Girokonto landete, habe ihn selbst überrascht.
    Dieser Absatz macht für mich irgendwie überhaupt keinen Sinn, zumindest nicht, dass es nicht nachvollziehbar sein soll, was wirklich geschehen ist.

    Angenommen die Bank hat Recht:
    Bank überweist fehlerhaft 200 Mio € von Konto A auf Kundenkonto B1. Kunde greift sich 10 Mio € und überweist auf Kundenkonto B2.
    B1+B2 = 200 Mio €.

    Angenommen der Kunde hat Recht:
    Bank überweist fehlerhaft 200 Mio € von Konto A auf Kundenkonto B1. Kunde beantragt Kredit über 10 Mio €, um auf den Fehler aufmerksam zu machen. Bank bewilligt Kredit aufgrund von Guthaben auf B1 und überweist 10 Mio € auf B2.
    B1+B2 = 210 Mio €.

    Es muss doch in den Akten einsehbar sein, von wo aus die weiteren 10 Mio € gekommen sind, falls es sie gab. Die Bank wird ja schwerlich dem Kunden einen Kredit gewähren und das Geld dann von dessen eigenem Konto abbuchen.


    Es ist schade, dass Journalismus immer schlampiger wird.
  9. #238

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Michael Hauk bekam von seiner Online-Bank versehentlich 200 Millionen Euro gutgeschrieben. Zehn Millionen landeten wenig später auf seinem Girokonto. Dann verlangte die Bank das Geld zurück - inklusive Zinsen von 12.000 Euro. Nun musste ein Gericht entscheiden.

    Millionär für wenige Stunden: Online - SPIEGEL ONLINE
    Komisch, überweist man einem Betrüger Geld hat man kein Recht es zurück zu fordern, im Gegenteil der typische Richter gibt mir sogar noch die Schuld, das ich mich habe von Inkassounternehmen und Mahnbriefe einschüchtern lassen. Macht aber eine Bank einen Fehler und überweist dem falschen Geld soll hier auch noch das "Opfer" dafür aufkommen. Nach dt. juristischer Logik müßte der Mann doch das Geld wenn er es rechtzeitig abhebt oder verschiebt gar nicht zurückgeben, von den Zinsen ganz zu schweigen. Tja, in D sind eben alle menschen gleich, aber manche eben gleicher.
  10. #239

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    Komisch, überweist man einem Betrüger Geld hat man kein Recht es zurück zu fordern, im Gegenteil der typische Richter gibt mir sogar noch die Schuld, das ich mich habe von Inkassounternehmen und Mahnbriefe einschüchtern lassen. Macht aber eine Bank einen Fehler und überweist dem falschen Geld soll hier auch noch das "Opfer" dafür aufkommen. Nach dt. juristischer Logik müßte der Mann doch das Geld wenn er es rechtzeitig abhebt oder verschiebt gar nicht zurückgeben, von den Zinsen ganz zu schweigen. Tja, in D sind eben alle menschen gleich, aber manche eben gleicher.
    Haben sie den Artikel gelesen? Die Zinsen wurden für die 9.999.999,99 Euro erhoben, welche der Kunde auf ein anderes Konto überwiesen hat. Dieser Betrag fehlte folglich nach der Rückbuchung der 200 Mio auf dem Konto des Kunden. Das Gericht vertrat offensichtlich die Auffassung des Kunden, dass dieser Überziehungskredit nicht so einfach hätte zur Verfügung gestellt werden dürfen, ohne den Kunden zuvor zu kontaktieren.








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