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Bankfehler: Multimillionär für ein paar Stunden

dapdMichael Hauk bekam von seiner Online-Bank versehentlich 200 Millionen Euro gutgeschrieben. Zehn Millionen landeten wenig später auf seinem Girokonto. Dann verlangte die Bank das Geld zurück - inklusive Zinsen von 12.000 Euro. Nun musste ein Gericht entscheiden.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...831124,00.html
  1. #220

    Zitat von nebenjobber Beitrag anzeigen
    welchen Schaden hat denn die Bank nun genau erlitten? Das abgezweigte Geld wurde doch direkt von Hauk wieder überwiesen.
    Dass die Bank hier derart aggressiv mit den (wahrscheinlich ) teuersten Kreditzinsen, dem Überziehungszinssatz hantiert, zeugt von einer gewissen Geisteshaltung....

    Außer nem Imageschaden und möglicherweise den Prozeßkosten nix gewesen.
    naja...'direkt' nach drei tagen...
    davon ab ist für uns ja nicht nachvollziehbar, ob hauks kreditgeschichte oder comdirekts klaugeschichte (ist das nicht eigentlich veruntreuung? mal an die juristen hier gefragt) die wahrheit ist.
    gefühlsmässig glaube ich aber grad sogar eher der bank, deswegen meine argumentation.
  2. #221

    Seltsames Urteil

    Was mache ich, wenn 200 Mio offensichtlich durch einen Fehler auf meinem Konto landen und ich angeblich - auch nicht über eine Hotline - die Bank erreichen kann? Ich schicke eine Email oder Nachricht über mein Internetbanking und warte auf eine Antwort. Wofür bitte 10 Mio auf ein Girokonto EINER ANDEREN BANK überweisen? Zinsen kassieren und nicht die Bank damit auf einen Fehler hinweisen. Ganz simpel und offensichtlich. Genauso hat es die Bank gesehen und berechnet Zinsen.

    "Dass der Kredit ohne jede Sicherheit bewilligt wurde, dass die Summe tatsächlich auf seinem Girokonto landete, habe ihn selbst überrascht." Natürlich. An einem Freitag abend wird innerhalb kürzester Zeit ein Kredit in dieser Höhe ohne Prüfung und Sicherheiten bewilligt. Nur weil plötzlich 200 Mio auf dem Konto landen.

    Ich bin sicherlich nicht auf der Seite der Banken. "Gier frisst Hirn" hat den bösen Herrn da wohl die Vernunftssynapsen durchbrennen lassen.
  3. #222

    Naiv? Nein, scharfes Kalkül!

    Zitat von bigeagle198 Beitrag anzeigen
    Ich habe es gerade auf HR3 gesehen. Ehrlich gesagt, wie naiv muss ein Mensch sein, sich von einem fehlerhaften Geldeingang einfach was abzuzweigen und dann davon auszugehen, der liebe Gott wird es schon richten? Aus meiner Sicht hätte der Kläger die 12.000.- Vorschusszinsen voll bezahlen müssen.
    Mit Naivität hat das nichts zu tun, vielmehr mit scharfem Kalkül, das leider nicht konsequent durchgehalten wurde.

    Ich hätte die ganzen 200 Mio sofort auf ein Konto in einem "sicheren" Staat transferiert. Nach Aufforderung zur Rückzahlung hätte ich gegen Straffreiheit eine Rückzahlung von 190 Mio angeboten. Bei Ablehnung wäre ich vor einem deutschen Gericht vermutlich zu 3 bis maximal 4 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei dem Stundenlohn, der sich dabei ergibt, hätte ich diese Strafe locker abgesessen.
  4. #223

    Zitat von nebenjobber Beitrag anzeigen
    welchen Schaden hat denn die Bank nun genau erlitten? Das abgezweigte Geld wurde doch direkt von Hauk wieder überwiesen.
    Dass die Bank hier derart aggressiv mit den (wahrscheinlich ) teuersten Kreditzinsen, dem Überziehungszinssatz hantiert, zeugt von einer gewissen Geisteshaltung....

    Außer nem Imageschaden und möglicherweise den Prozeßkosten nix gewesen.
    Na ja, aus PR-Sicht schlicht und ergreifend dämlich, keine Frage, aber rein sachlich hat die Bank mit ihrer Forderung garnicht mal so unrecht.

    Ich versteh auch nicht ganz, wieso der Mann mal eben einen Kreditantrag von 10 Mio stellt... Als Unternehmensberater sollte er wissen, dass Verträge bindend sind.

    Bei der Bank werden einfach automatische Prozesse gegriffen haben.
    Ein Kreditantrag (10 Mio), Gegenprüfung mit dem aktuellen Kontostand (200 Mio) -> Risiko=0, genehmigt, Überweisung, fertig.

    Das die CB dann allerdings nicht umgehend, nachdem sie ihren Fehler entdeckt haben, für diesen Kunden jeden Automatismus außer Kraft gesetzt haben, schafft nicht gerade Vertrauen.
  5. #224

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    Wir ... wollen nicht vergessen:
    Für die Interpol die neue Adresse hinterlegen.
    Glauben Sie vielleicht, dass man aus dem Schneider ist, wenn man die Grenze überquert hat ???
    Ach, es gibt jenseits des Atlantiks so viele nette - sogar englischsprachige - Bananenrepubliken, die einen mit Kusshand (nach Zahlung des obligaten Bakschisch' natuerlich) niemals ausliefern wuerden ...
  6. #225

    Zitat von Hamburg4ever Beitrag anzeigen
    Den kopletten Betrag auf ein anderes eigenes Konto überweisen und den Rest des Lebens unter Palmen von den Zinseszinseszinsen überwintern, 200 Mio € sollten dafür locker reichen...
    Leider ist das nicht so einfach und das aus 3. Gründen.

    1. Solange das Geld auf einem Inlandkonto liegt kann ja jederzeit das Konto gesperrt und gepfändet werden.
    2. Überweisung ins Ausland ist wg. Geldwäschegesetz nicht möglich.
    3. Abheben solcher Summen ist auch nicht möglich, soviel hat keine Bank im Safe.

    Sie werden das Geld einfach nicht schnell genug los bevor einer was merkt :-)
  7. #226

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Ich versteh auch nicht ganz, wieso der Mann mal eben einen Kreditantrag von 10 Mio stellt... Als Unternehmensberater sollte er wissen, dass Verträge bindend sind.
    Wir wissen ja gar nicht, ob der Mann wirklich einen Kreditantrag gestellt hat oder ob das nur ein sprachlicher Winkelzug seines Anwaltes war. Vielleicht hat er sich die 10 Mio. einfach selbst auf ein anderes Konto überwiesen.
  8. #227

    titel

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Mit Naivität hat das nichts zu tun, vielmehr mit scharfem Kalkül, das leider nicht konsequent durchgehalten wurde.

    Ich hätte die ganzen 200 Mio sofort auf ein Konto in einem "sicheren" Staat transferiert. Nach Aufforderung zur Rückzahlung hätte ich gegen Straffreiheit eine Rückzahlung von 190 Mio angeboten. Bei Ablehnung wäre ich vor einem deutschen Gericht vermutlich zu 3 bis maximal 4 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei dem Stundenlohn, der sich dabei ergibt, hätte ich diese Strafe locker abgesessen.
    Das sehe ich ganz genau so. Und bei einer Bank hätte ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen.
    Ich hätte ihnen aber erst mal die Rückzahlung der Hälfte angeboten.
    Der Spatz in der Hand ist doch besser als die Taube auf dem Dach, oder nicht?
  9. #228

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Wir wissen ja gar nicht, ob der Mann wirklich einen Kreditantrag gestellt hat oder ob das nur ein sprachlicher Winkelzug seines Anwaltes war. Vielleicht hat er sich die 10 Mio. einfach selbst auf ein anderes Konto überwiesen.
    Vielleicht. Das wäre dann natürlich noch... ungeschickter.
  10. #229

    Fundunterschlagung - Eine Straftat

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Michael Hauk bekam von seiner Online-Bank versehentlich 200 Millionen Euro gutgeschrieben. Zehn Millionen landeten wenig später auf seinem Girokonto....
    Es ist vergleichbar mit einem Fund. Der Finder, würde er einen so grossen Geldbetrag finden und nicht bei der Polizei oder Fundbüro abgeben, er würde sich der Unterschlagung schuldig machen.

    Eine Frechheit, hier noch ein Gericht zu bemühen!


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