Forum


 

Bankenkritiker Wolfram Siener: Hoffnungsträger der "Generation Occupy"

In Talkshows brilliert er, bei den Protesten in Frankfurt wird er gefeiert wie ein Popstar: Mit Wolfram Sienert hat die Occupy-Bewegung eine charismatische Führungsfigur. Der 20-Jährige bewegt die Menschen - weil seine Wut aufrichtig erscheint.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...792029,00.html
  1. #140

    Und was sollte man daraus lernen?

    Zitat von objectiveview Beitrag anzeigen
    Und wie soll das Gesetzt dazu aussehen? und meinen sie das wäre noch verfassungskonform?
    Was meinen sie mit wahnsinnigen Schulden wegen Krediten? Erst diese Kredite ermöglichen doch den Deutschen das Leben über ihre Verhältnisse.
    Und diese ach so schlimmen Politiker haben sie doch selbst gewählt!!!
    vielleicht eine Partei gründen, die den Banken vorschreibt, was sie tun dürfen. Natürlich wäre das verfassungskonform.

    Mit den jetzt bestehenden Parteien wird es so etwas sicher nicht geben. Die CDU/CSU verteidigt seit je den uneingeschränkten Kapitalismus, genauso die FDP.
    SPD und Grüne haben dem noch die Krone aufgesetzt, indem sie den Banken vollkommene Zockerfreiheit eingeräumt haben.
    Die Linke läuft unter dem Rock der SPD mit und bietet deshalb auch keine Chance für so eine Veränderung.

    Also eine neue Partei gründen, die mit dem Argument "Wir sind die 99 Prozent" sehr gute Chancen hat und die verkommenen alten Parteien ganz einfach nicht mehr wählen!
  2. #141

    es ist doch bezeichnend, dass dieser revolutionaer gerade mal 20 jahre alt ist. denn die jugend ist es, die die welt veraendert. jugend steht fuer veraenderung, mut, hoffnung, kampfgeist, kraft... schlicht leben.

    junge menschen haben das leben noch vor sich. sie haben nichts zu verlieren und glauben alles erreichen zu koennen.

    alte menschen dagegen wollen entweder ihr erreichtes verteidigen oder sie haben schon verloren.

    unsere ueberalternde gesellschaft wird traege und konservativ, es droht der stillstand.
  3. #142

    Danke,danke,danke.......danke

    Zitat von kurtwied Beitrag anzeigen
    Beruf: Kapitalismuskritiker

    Schlimm ist, dass Politiker sich jetzt tatsächlich anbiedern und als Verantwortliche für die Schulden, die Bankenschelte unterstützen.
    Wissen die Menschen nicht, wie unverschämt die Lüge ist?

    Allein der Bund, ohne die Länder und Kommunen, nimmt dieses Jahr durch Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe und Bundesobligationen neue Schulden in Höhe von 275 Milliarden Euro auf. Sie gehen zum einen in den Bundeshaushalt, in dem eine Lücke von 48,4 Mrd. Euro zwischen Einnahmen (257,4 Mrd.) und Ausgaben (305,8 Mrd.) klafft.

    Diese Schulden werden permanent umgewälzt, fällige alte Anleihen durch neue ersetzt. Die die Banken sind dabei gern gesehene Abnehmer. Ihr Problem ist, dass mittlerweile einige Staaten bankrott sind und sie auf faulen Papieren sitzen. Sie können oder wollen neue Anleihen nicht mehr kaufen. Das gefährdet das revolvierende Kreditsystem der Staaten, und nicht nur, aber vor allem auch deshalb, haben die Staaten höchstes Interesse daran, dass die Banken ihre notleidenden Staatsanleihen loswerden. Andernfalls fehlen Abnehmer für Neuemissionen und das Spiel der unendlichen Schuldenspirale ist aus.

    Das heißt, gingen die Banken auf die Forderungen der "Kapitalismuskritiker" ein, wären viele Staaten, auch der deutsche, innerhalb kürzester Zeit zahlungsunfähig, und das Geld vom Amt sowie die Rente blieben ganz oder zum Teil aus.
    Ich verneige mich vor soviel Weitsicht und Verständnis!
    Man kann froh sein das sich noch einige wenige Menschen auf dieses Mainstreamantibankengeschwurbel nicht einlassen.
    Von nix eine Ahnung,aber davon viel..........,daß ist der neue Zeitgeist.
    Anfügen an diesem hervorragenden Beitrag möchte ich noch,daß jahrzehntelang auf Pump gelebt worden ist,die Löhne in den 70er und 80er Jahre angehoben wurden ohne Gegenwert,sämtliche Sozialsysteme geplündert wurden bis aufs Letzte.Viele Konzerne ihre Löhne nur noch aus riesigen Dispokrediten finanziert haben.
    Alle,wirklich alle davon ganz gut gelebt haben und jetzt,wo die Schuldenfalle zuschlägt,die 50 Jahre vorbereitet wurde,sollen es die pöhsen pöhsen Banken sein.

    Die erste Frechheit an Illners Show war der (wahrscheinlich selbsternannte)"Mr.Dax"
    Der sich als der Beschützer des armen Steuerzahlers hinstellt,ohne den Menschen reinen Wein einzuschenken,was bei bei 50 Jahre Schulden machen rauskommt.
    Der zweite Hammerauftritt war dann noch der Auftritt von Domina Wagenknecht.Mit Buisnessklamotten,die jeder Oberbänkerin zur Ehre gereicht hätte vom handeln reden und ansonsten bei jeder Glegenheit altkommunistisches "Rückwärtsessen von sich geben.
    Keiner in der Runde weist die Dame mal darauf hin,wieviel Geld von den Banken aufgenommen worden ist,daß wir schon seit 20 Jahre mit einem Soli abzahlen,um die Altlasten von 40 Jahre real existierendem Sozialismus abzutragen.
    Das man so eine Frau überhaupt einlädt zu solch einer Runde,ist der eigentliche Skandal.

    Ich hoffe das endlich ganz viele Menschen auf die Straße gehen und die wahren Schuldigen ablösen.
    Diese völlig unfähige und korrupte Politikerkaste in Deutschland und auf er ganzen Welt.
    Letztere freut sich aber,solange der deutsche Michel ihnen abnimmt das sie nichts tun können und alles Übel in Banken gesehen wird.
  4. #143

    Die Wut kommt.

    http://www.youtube.com/watch?v=b-NbB7WMxbk

    Ein Video von gestern abend. So ist die "Stimmung"...
  5. #144

    Kein Thema

    1. Ich kann den Typen ebenfalls nicht ausstehe - sein Auftritt bei Illner war eine Mischung aus der derzeit so beliebten allgemeinen Empörung gegen "das System" gepaart mit einer ungesunden Form von Selbstdarstellungsdrang und Lösungvorschläge, wie sie auch meine kleine Schwester nach einer einstündigen Wikipedia-Recherche ausarbeiten könnte.

    2. Der Sloterdijk-Link war klasse.

    3. Ich frage mich immer wieder: Was glauben die Leute eigentlich, warum die Politik so großes Interesse an einer Bankenrettung hat? Weil das alles fiese Heuschrecken sind, die voll darauf stehen, mit Lebensmittelpreisen zu pokern? Oder vielleicht auch deshalb, weile s keine Lohntüten mehr gibt, sondern das Sparvermögen fast sämtlicher Bürger auf den Konten eben dieser Banken liegt - und wenn die dichtmachen. Dann ist das Geld weg. Und DAS möchte ich mal erleben, wenn Karl Peter nach der Demo mit heiserer Stimme vom ganzen Rumgeschreie gegen die Bankenrettungen zum GEldautomaten stiefelt, um sich 'nen Zwanni für Kippen und die Apotheke abzuholen - und dann merkt: Huch. Bank ist leider pleite. Schade für Sie. Schönes Leben noch.

    4. Klar muss sich was ändern. Und man mag mich dafür schlagen, aber von den Massenreformen von unten halte ich herzlich wenig, die führen vielleicht zu Guillotine oder ins Gulag. Von kaiserlichen Edikten halte ich btw auch nix. Von unserer parlamentarischen Demokratie hingegen schon.
  6. #145

    Nicht 99%

    Jeder, der behauptet fuer 99% der Menschen zu sprechen, luegt um eine Diktatur zu errichten.

    Fuer mich spricht derjenige oder diese Bewegung nicht und bei allen seinen Fehlern bevorzuge ich das derzeitige durchaus verbesserungswuerdige System jedem System das auf Zwangsbeglueckung beruht.
  7. #146

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Talkshows brilliert er, bei den Protesten in Frankfurt wird er gefeiert wie ein Popstar: Mit Wolfram Sienert hat die Occupy-Bewegung eine charismatische Führungsfigur. Der 20-Jährige bewegt die Menschen - weil seine Wut aufrichtig erscheint.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...792029,00.html
    Bitte keine Führungsfigurenanbetung, Idolisierung bzw. Vergötterung von "normalen" Menschen.
  8. #147

    Zitat von berns Beitrag anzeigen
    Wenn international den Banken vorgeschrieben wird, dass sie höchstens 2 Prozent Zinsen kassieren dürfen (was sehr gut ausreicht, damit Banken alle Kosten, die ihnen entstehen, bezahlen können), dann ist es das Ende der Spekuliererei und das Ende der unverschämten Abzockerei. Unternehmen und Staaten könnten wieder richtig arbeiten, ohne wahnsinnige Schulden wegen Krediten anzuhäufen.
    Können Sie mal bitte vorrechnen, wie eine Zinsobergrenze von 2 Prozent den Schuldenberg reduziert, wenn immer mehr Schulden gemacht werden? Das Gleiche hätte ich gerne auch für eine Zinsobergrenze von 0 Prozent berechnet...
  9. #148

    Kein Vortänzer/-beter - so wird das WIR gekapert!

    Zitat von king_pakal Beitrag anzeigen
    Bitte keine Führungsfigurenanbetung, Idolisierung bzw. Vergötterung von "normalen" Menschen.
    So ist es - Grundlage der Veränderung und Revolution ist Mehrheit, Gemeinschaft und Volksentscheid!

    Keine Vorredner, keine Vordenker und Tänzer - sondern Volksentscheide als die Basis unserer Demokratie - keine Eu Diktatur, aber auch keine neuen Versuche der Volksdiktatur!

    Außer wir wollen diese wie in Ägypten und anderswo gekapert und vereinnahmt sehen - hier stehen ja schon Sorros und die SPD/Grüne) bereit!

    Die Mächtigen haben genug Marionetten wie Cem/Trittin etc im Anschlag, beherrschen die Parteispitzen in allen Lagern und Bündnisse wie Attac, Greenpeace enthalten auch genug Führungsleute die dank Bauchgepinsel und langer Ideologisierung manipulierbar sind!

    Das muss der Bürger tragen und dann nicht mehr abgeben!
    Volksabstimmmungen auf Papier (nicht manpulierbaren Computern) funktionieren in der Schweiz und auch hier - das Grundgesetz hat Ewigkeitsparagraphen und über Menschenrechte kann keine Abstimmung hinweggehen, also ist auch das in Deutschland problemlos möglich!

    Derzeit ignoriert ja die Regierung in ständiger Wiederholung GrundGesetz und Verfassung - das können WIR besser!

    "Do you hear the people sing?!" - Leute stellt Euch auf Veränderung ein!

    http://www.youtube.com/watch?v=FmaTNf4YhEs

    Der angebliche tumbe deutsche Michel wird in wenigen Jahren zusammen mit den Bürgern (egal ob einfacher Bürger,Polizist oder Soldat) eine Reform seiner Republik hingelegt haben - ohne EU* oder Parteien-Bevormundung!
  10. #149

    Außerordentlich interessant

    Zitat von Don M. Tingly Beitrag anzeigen
    mit dem was sie sagen haben sie aus zweierlei gründen unrecht:
    erstens: die staaten des westens leben nicht über ihre verhältnisse. die jeweiligen realwirtschaften erwirtschaften genügend produkte und dienstleistungen für alle. problematisch ist lediglich die vertelung: einem prozent gehört quasi alles, so dass die regierungen gezwungen sind, schulden zu machen, um den staat am leben zu erhalten. das wäre unnötig, wenn sie sich trauten das benötigte geld bei denen die es haben nicht als schulden, sondern als steuern zu holen. dazu haben die eliten aber zuviel einfluß auf die politik.
    und zweitens aus einem rein betriebswirtschaftlichen grund: banken verleihen mehr geld, als sie mit einer vernünftigen risikoabwägung dürften. eine bank hat ihr risiko eben so zu streuen, dass sie den ausfall einzelner gläubiger verkraften kann. andernfalls geht sie eben pleite. und hier ist der haken: die bankster wissen, dass sie gar nicht pleite gehen können, weil im zweifel die politik mit steuergeldern zu hilfe kommt.
    und jetzt der skandal: das ganze weiß man seit jahren und tut trotz Lehman Bros. nichts dagegen. im gegenteil: man ist froh, dass man das perfekte perpetuum mobile für die umverteilung von unten nach oben gefunden hat.
    es gibt nur eine lösung: alle unternehmen, die "too-big-to-fail" sind, also außer banken vor allem auch versorger und andere industriebetriebe müssen zuerst verstaatlicht, dann zerschlagen und in kleineren einheiten wieder privatisiert werden.
    anders wird man die erpressbarkeit ganzer völker durch winzige eliten nicht beenden können.
    1. Natürlich leben sie über ihre Verhältnisse, sonst müssten sie keine Schulden machen. Beispiel Amerika: Wo wollen sie denn 15 Billionen von den oberen 1 % herkriegen? Das dürfte ziemlich in die Hose gehen.
    2. Mit trauen hat das garnichts zu tun sondern, ob es gerechtfertigt ist und ob es Verfassungskonform ist. (Stichwort Empfehlung des BVG bezüglich Einkommenssteuer)
    3. Die Frage ist eher, warum überhaupt so viel Geld benötigt wird. Die Gesellschaft kann und sollte es sich auch nicht auf dauer leisten, arbeitslosen Schulabbrechern leistungslosen Wohlstand zu bieten.
    4. In ihrem zweiten Punkt gebe ich ihnen Recht. Eine Bank sollte ihre Kredite so streuen, dass sie einzelne Ausfälle verkraften könnte. Nur folgt daraus, dass sie höhere Zinsen zb von den PIIGS-Staaten nehmen müssten. Dann würden aber wieder alle aufschreien und irgendetwas von "Wetten gegen Staaten" daherfaseln.
    5. Da es Leute gibt, die eben mehr Leistung bringen, als andere, gibt es nunmal eine Umverteilung von unten nach oben. Aber warum auch nicht? Sonst hätten die, die mehr leisten doch garkeinen Anreiz mehr, mehr zu leisten. (genau dieses Phänomen ist ja auch das Kernproblem im Kommunismus)
    6. Einfach mal alles, was einem nicht passt verstaatlichen. (woran erinnert mich das bloß?)
    Und sind sie sicher dass der Staat wirklich der bessere Unternehmer ist? Standen die Landesbanken denn in der Finanzkrise besser da als andere? Nein im Schnitt nämlich sogar noch schlechter als Banken in privater Hand.
    7. Zerschlagen ist auch nicht unbedingt eine Lösung. Sie benötigen auch große Banken, weil auch für manche Projekte große Kredite benötigt werden. Und da sie auch vom Streuen des Risikos sprachen, muss eine Bank dementsprechend groß sein.
    8. Sie haben kein Konto bei einer Bank? Kein Smartphone? Kein Internet? Kein Facebook? Keinen Windows-Rechner?.....


TOP



TOP