Banken-Kapitalspritze: Europa zwingt Spanien Hilfen auf

REUTERSDie Nachricht über die mögliche 100-Milliarden-Kapitalspritze für Spaniens Banken geht vor allem an die Finanzmärkte: Seht her - Europa hilft sich selbst, Wetten gegen Banken oder ganze Länder werden scheitern! Dabei sind die Risse innerhalb der Euro-Zone unübersehbar.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837980,00.html
  1. #60

    Ich habe...

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Es ging hier um die öffentlich-rechtlichen Medien. Deren Berichterstattung ist und war unter aller Sau - um es vorsichtig zu formulieren. Das lohnt keinen Kommentar mehr.
    ja das rundfunkrat-parteien-gesteuerte Staatsfernsehen in meinem Beitrag auch nicht ausgeschlossen.
  2. #61

    ...

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    Ein direkter Zugriff in unbegrentzter Höhe auf ein in einem Topf ohne Währungs- Zinsschwankungen und sonstige finanzielle Reibungsverluste-Effekte "vereintes" Steueraufkommen des arbeitenden EU-Proletariats, das war schon immer eine Traum der Schurken von Goldman Sucks & Co.
    Deshalb ja die Euro-Bonds, damit lassen sich Schulden
    hervorragend vergemeinschaften. Man kann also
    mit dem Schuldenmachen einfach so weitermachen
    wie bisher.
    Die Länder die gut wirtschaften, müssen dann die
    Schuldenmacherei anderer Länder dauerhaft mitfinanzieren.
    Bei so einem bequemen Geldfluss entfällt auch jedwede
    Anstrengung irgendwas etwas zu ändern,
    Geld fliesst ja automatisch, man spricht da auch
    von Moral Hazard.
  3. #62

    Radio Eriwan

    Zitat von Mr. XXX Beitrag anzeigen
    ja das rundfunkrat-parteien-gesteuerte Staatsfernsehen in meinem Beitrag auch nicht ausgeschlossen.
    Haben Sie nicht, aber wer denen noch glaubt, der kann aber auch fast auf obskure Blogs gehen. Es sind nicht die Journalisten, es ist die verquartzte Struktur des Staatsfunks, die das anrichtet.
  4. #63

    Niemand

    ich wiederhole, niemand hat die Absicht, deutsche Steuergelder zu verschenken!
    Die deutschen Steuergelder werden für wichtige Dinge eingesetzt:
    - Kita ausbau
    - Straßenausbau und Erneuerung
    - Schulen und Unis
    - Bildung
    - Altenpflege
    - Krankenhäusen
    - Infrastruktur

    Somit ist es völlig abwegig, zu glauben, deutsche Steuergelder würden in Fäßer ohne Boden (PIIFGS, ESM, LTRO, EZB) landen.

    PS: Diese Aussage stammt aus einem Paralleluniversum und nicht von unsere ReGIERung.
  5. #64

    Frankreich hat eine Schlüsselrolle

    Zitat von fritz3 Beitrag anzeigen
    ......
    Den einzigen, denen ich noch Widerstand zutraue, sind die Franzosen. Die haben schon einmal bewiesen, dass sie's können und der Euro hat sie noch nicht so stark in die Katastrophe getrieben, dass sie Brüssel und Berlin widerstandslos abnicken müssten, um den Staatsbankrott zu vermeiden.
    Das sehe ich auch so. Die Franzosen sind immerhin der zweitgrösste Netto-Zahler in dieser Euro-Zone, obwohl sie de facto bei weitem nicht die Leistungskraft Deutschlands haben. Werden Bürgschaften im grossem Umfang fällig, ist Frankreich schnell überfordert.

    Auch die Forderung von Euro-Bonds ist für Frankreich deshalb ein zweischneidiges Schwert, es sei demm, sie rechnen schon längst mit dem Schlimmsten und sehen sich als zukünftiges Nehmerland, das wie die PIIGS-Staaten dann auf Kosten Deutschlands lebt.

    Wie auch immer, das Ganze artet immer mehr zur Kamikaze-Aktion für Deutschland aus. Merkel sperrt sich nur noch aus macht- und wahltaktischen Überlegungen gegen Eurobonds, über kurz oder lang muss sie Farbe bekennen und wie wie immer umfallen.
  6. #65

    Die Meinungsmache funktioniert

    blendend. Auch hier ist der Politik inklusive der Massenmedien - scherzhaft auch freie Presse genannt - einen Keil zwischen die Menschen und Völker zu treiben. Da liest man immer wieder von den Foristen von sogenannten "La Dolce Vita" Staaten, die der fleißige Michel alimentieren muss, weil ja Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen etc. sowieso alle von Hause aus faul sind und lieber in der Sonne liegen. Der Witz an der Sache ist, wenn auch ein makaberer, dass dies eigentlich nicht stimmt, es wird nur behauptet. Sicher sind viele Probleme dieser Staaten selbsverschuldet und auf teils gravierende Fehler zurück zu führen. Aber Schuld an diesem Dilemma sind nicht die Griechen, Spanier etc. also die Menschen, sondern die sogenannten Eliten, die ihr Kapital ohne Rücksicht auf Konsequenzen vermehren.
    Da erscheint so eher als Randnotiz hier auf Spon, natürlich ohne Kommentarfunktion per Forum, folgendes Steuertrick spart Volkswagen 1,5 Milliarden Euro. Da erspart sich VW aufgrund eines Tricks Unsummen an Steuern. Das ist schön für VW und auch für die Aktionäre. Schlecht aber für den deutschen Staat und die deutschen Steuerzahler. Nur erhebt sich allerdings die Frage, warum soll was für VW in Deutschland recht und billig ist, für ein griechisches, italienisches oder spanisches Unternehmen nicht auch recht und billig sein? Nein, da wird dann der Finger erhoben und gerufen und gesagt - arbeitet besser, länger und zahlt mehr Steuern ihr Griechen, Spanier, Italiener... Das ist perfide und an Doppelmoral nicht mehr zu übertreffen.

    Und bitte werte Foristen, tun sie sich selbst einen Gefallen und verwechseln sie einen Staatshaushalt und dessen Kreditaufnahmen nicht mit ihrer privaten Haushaltsführung. Denn wenn sie ihrem Nachbarn 100 Euro leihen, dann haben sie die auch. Und wenn der Nachbar dann die 100 Euro zurückzahlt, dann haben sie sie wieder und sie können diese sozusagen wieder ausgeben.
    Wenn einen Bank einen Kredit ausreicht, wird ein einfacher Buchungssatz erzeugt, eine sogenannte Bilanzverlängerung. Die Bank hat das Geld nicht, sie schreibt nur die ausgereichte Summe auf die jeweilige Aktiva und Passiva-Seite der Bilanz. Werden diese Schulden nun zurückbezahlt, wird die Bilanz einfach wieder verkürzt, d.h. aus der Aktiva und Passiva-Seite gestrichen. Sprich in diesem Moment hat sich das Geld in Luft aufgelöst. Nur die Zinsen nicht - die sind als Forderung vorhanden, für etwas was nie real existiert hat. Und nun überlegen wir mal, wo nun eigentlich diese Zinsen herkommen sollen...
  7. #66

    Schäuble hat immer recht!

    Zitat von Fritz Motzki Beitrag anzeigen
    Schäuble in den "Tagesthemen", das Land müsse das Geld hinterher auch wieder zurückzahlen: "Dafür haftet Spanien."
    Natürlich müßten sie das genau so, wie Privatleute ihre Hypotheken. War da nicht mal was mit einer geplatzten Hypothekenblase? Was passiert eigentlich bei uns, wenn ich eine Wohnung auf Pump kaufe und pleite bin? Drängt Schäuble mir auch Geld auf um die Wohnung behalten zu können?
    Sie können sich auf Schäuble und Merkel verlassen. Bei Griechenland waren es vor zwei Jahren nur Bürgschaften. Es hiess Deutschland würde noch an Griechenland verdienen. Jetzt sind es mindestens 200 Milliarden Verlust. Das wird der Ehrenmann Schäuble aber genauso vergessen haben, wie die 100 Tausend Mark.
  8. #67

    Irgendeine Bewegeung...

    Zitat von fritz3 Beitrag anzeigen
    Spanien hat nichts mehr zu sagen. Das wurde gestern von Brüssel und Berlin offiziell erlegt und bei den Zwangsjasagern eingeordnet.

    Den einzigen, denen ich noch Widerstand zutraue, sind die Franzosen. Die haben schon einmal bewiesen, dass sie's können und der Euro hat sie noch nicht so stark in die Katastrophe getrieben, dass sie Brüssel und Berlin widerstandslos abnicken müssten, um den Staatsbankrott zu vermeiden.
    erwarte eigentlich nur noch an der "spanischen Front" -Italien wäre auch noch möglich. Arbeitslosenraten in der Größenordnung von 50% im besten Alter von 20 bis 30 -the "Lost Genaration" also- das kann KEIN System auf Dauer überstehen. Hier muß mittel- bis langfristig der Knoten platzen und zu einer Gegenreaktion kommen. Entweder kommt es zu einer gesellschaftlichen Implosion von Innen, oder aber -Möglichkeit 2- es kommt zu einer Massenflucht-Welle aus Südeuropa; und dann reden und lesen wir hier in 1-2 Jahren von der "EU-Migrationskrise" -in letzteren Fall dürfte dann das Schengen-Abkommen zum Top-Thema in der EU werden... ;-)
  9. #68

    Im Endeffekt

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    ...
    Bald werden wohl auch noch die Sozialversicherungssysteme zusammengelegt werden, die Steuereinnahmen werden dann auch automatisch vergemeinschaftlich, neben den laufenden Schulden und Risiken. Eine wirkliche Stabilitäts- und Fiskalunion mit eingebauter Schuldenbremse, sofern man unseren politisch Verantwortlichen Glauben schenken mag. Die ökonomischen, die gesellschaftspolitischen und auch sozialen Realitäten werden allerdings andere sein.
    Das würde europäischen Bürgerkrieg bedeuten, es sei denn es würde ein europäisches Parlament geben, dass komplett demokratisch legitimiert ist, nämlich one man, one vote. Sonst wird scharf geschossen werden, jeder wähle dann seine Seite.
  10. #69

    optional

    Am Ende kommt mir immer wieder der Spruch in den Sinn: lieber ein Ende mit Schrecken...

    Ich sehe keinen "europäischen Gedanken" in der Fiskalunion, sondern Interessenwahrung einzelner Länder, und als größten Zahler eben Deutschland, als Melkkuh.

    Die ziemlich undemokratische EU-Kommission jedenfalls mag ich mir nicht als "Regierung" vorstellen.