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Banken-Kapitalspritze: Europa zwingt Spanien Hilfen auf
REUTERSDie Nachricht über die mögliche 100-Milliarden-Kapitalspritze für Spaniens Banken geht vor allem an die Finanzmärkte: Seht her - Europa hilft sich selbst, Wetten gegen Banken oder ganze Länder werden scheitern! Dabei sind die Risse innerhalb der Euro-Zone unübersehbar.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837980,00.html
- #30 10.06.2012 11:52 von
Sicher spielen die Medien bei diesem schleichenden Staatstreich (und so muss man es mittlerweile nennen) eine tragende Rolle. Gerade vor dem historischen Hintergrund einer DDR-Vergangenheit, sollte Deutschland doch eigentlich für eine derartige Gleichschaltung besonders sensibel sein.
Allerdings war es auch nie so einfach sich durch alternative Quellen, Blogs etc. eine eigene kritische Meinung zu bilden. Man muss nur den Willen dazu haben. Da besonders junge Menschen diese Möglichkeit immer öfter nutzen, besteht noch Hoffnung, dass die ideologische Meinungshoheit irgendwann gebrochen wird.
Die nächsten Wochen werden sicherlich spannend. Welche politischen Entscheidungen werden getroffen, während die Europäer damit beschäftigt sind ihren jeweilige Nationalmannschaften zuzujubeln.
Vor einigen Jahren hätte ich sowas noch als Verschwörungstheorie abgetan, aber die Hinterzimmerpolitik der Finanzkrise hat mich eines besseren belehrt. - #31 10.06.2012 11:53 von
Spanien, der Euro und die DM
Wers glaubt, wird seelig!
Sicher! Schäuble jubelt, Juncker jubelt, Barroso jubelt,alle Eurokraten jubeln.Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lobte seinen Kollegen umgehend für "die Entschlossenheit", das Bankenproblem mit Hilfe des Rettungsschirms zu lösen.
Und Spanien hat die Bedingungen, unter der sie das Steuergeschenk annimmt, selbst ausgehandelt! Sie lauten: keine Restriktionen, keine Troika!.
Das wird nicht so teuer wie die Beibehaltung des (T)Euro.Einer Rückkehr zur D-Mark erteilte der Bundesbank-Chef jedoch eine kategorische Absage. Ein Zerfall der Währungsunion wäre mit extrem hohen Kosten und Risiken verbunden, warnte Weidmann. "Aus diesem Grund kann ein solches Szenario nicht das Ziel des Handelns der politisch Verantwortlichen sein."
Allerdings warnte Weidmann davor, dass die fehlende Option eines Euro-Austritts dazu führt, dass sich Deutschland von seinen Euro-Partnern alles bieten lässt. Die enge Bindung an den Euro dürfe "nicht heißen, dass Deutschland erpressbar wird und Haftung ohne Kontrolle verspricht. Denn das würde die Stabilitätsgrundlagen der Währungsunion aushöhlen."
EFSF und ESM kosten uns >450Mrd, Target2 nochmals >700Mrd, ELA 150Mrd, LTRO >150Mrd, IWF =21%, EZB >27% der Schulden.
Tendenz steigend! - #32 10.06.2012 11:54 von
Zurückzahlen
Schäuble in den "Tagesthemen", das Land müsse das Geld hinterher auch wieder zurückzahlen: "Dafür haftet Spanien."
Natürlich müßten sie das genau so, wie Privatleute ihre Hypotheken. War da nicht mal was mit einer geplatzten Hypothekenblase? Was passiert eigentlich bei uns, wenn ich eine Wohnung auf Pump kaufe und pleite bin? Drängt Schäuble mir auch Geld auf um die Wohnung behalten zu können? - #33 10.06.2012 11:55 von
Ich bin meinem Reisepass nach Deutscher, habe aber, mit Ausnahme von kurzen Familienbesuchen, Deutschland seit mehr als 20 Jahren schon nicht mehr besucht.
Ich glaube nicht, das das BVerfG irgendetwas sinnvolles unternimmt, was nicht anschliessend durch die Politik umgangen wird. Ich sehe auch, das dies ein globales Problem ist. Das ist auch mein einziges Interesse an dieser Krise. Werte in Euro oder innerhalb des Euroraums habe ich schon lange nicht mehr.
Ich finde es aber erschreckend, wie wenig eigentlich Europäer wissen, was um sie herum vor sich geht. - #34 10.06.2012 11:55 von
Geld ist geil Politiker und Geiz ist geil Bürger... naja Deutschland eben
- #35 10.06.2012 11:58 von
Niemand wird gerettet- Spanien wird auch ausgeplündert.
Ich wohn hier schon seit 91. Diese Finanzkrise wollen nun die vom Partido Popular lösen, indem sie denen, die sie verursacht haben ganz viel Geld leihen.
Das Geld müssen sich dann jetzt die Bürger, die die Krise erleiden, von Euch leihen.
Das wollen wir zwar gar nicht, aber diese Regierung fragt nicht, obs dem Bürger recht ist. Der Präsident hat es nicht einmal für nötig gehalten, selbst diesen Bankrott anzukündigen. Der geht lieber Fussball gucken und dabei ist Bankia ja eindeutig die Bank des PP.
Ausserdem haben die Banken hier uns Bürgern ja schon 30000 millionen Euro weggenommen. SIe nennen das participaciones preferentes und haben damit ca. 2 millionen kleine Anleger betrogen.
Da redet auch keiner drüber .
Die Banker hier gehören zu 35% direkt ins Gefängnis. Total unmoralisch alle.
Bis gestern dachten wir ja hier noch, das es alles ganz anders gehen solle und das sich die Banken bei ihrer Zentralbank selbst Kredite holen- wie bisher zu 1%.
Aber anscheinend wollen sie lieber das Volk als Bürgen- und das Volk will es nicht. Mal sehen wie es alles endet aber diese Regierung ist wirklich aussergewöhnlich unfähig. Die werden die Legislaturperiode bestimmt nicht zu Ende bekommen, denn was sie auf der einen Seite in die Kasse sparen am Bürger wird auf der anderen Seite in die maroden Banken geschaufelt "damit die dann wieder Kredite geben können".
Da fragt sich dann der Spanier: Also. Wir leihen uns Geld. Das leihen wir denen damit sie es uns dann wieder leihen können????? Und das soll dann die Krise lösen, sagt der Spanier. Das ist doch total irre, sagt der Spanier, der normale, mein ich. Der der arbeiten muss um die Schulden zu zahlen die die oben machen in unserem Namen.
und trotz Krise und allem. Spanien und die Leute - das ist schon schön alles hier. Nette Menschen sinds- so wir Ihr. Kommt doch mal inn Urlaub her.
Mehr Europa. Zentralregierung Brüssel. Das währe gut für uns alle- für die Steuerzahler, meine ich. Für die Menschen.
-j- - #36 10.06.2012 12:03 von
- #37 10.06.2012 12:04 von
Unsere Doktorenpolitiker übertreffen sich selbst!
In der Regierung haben die Doktoren die
absolute Mehrheit. Die, die sprechen, die Wissenschaftler,
Doktoren, Politiker, entmüdingen uns,
die wir die sind, die es angeht.
"Arbeitet fleißig, baut Häuser, zieht eure Kinder groß!”
raten sie uns, ansonsten halten uns im dichten Nebel.
Wie geht es angesichts zunehmender EU-Skepsis in
mit dem Euro weiter? Auf diese Frage bekommen
wir keine überzeugende Antwort.
Unter diesen Umständen hilft uns auch das politische
Prinzip: ... “You get what you see” nicht weiter.
Das Gefühl der Unsicherheit steigt. - #38 10.06.2012 12:04 von
Tsts
Also seriös kann wirklich keiner die Kosten genau quantifizieren..aber qualifizieren geht schon. Im ersten Fall (D tritt aus) handelt es sich überwiegend um Einmalkosten, im zweiten Fall (alles bleibt wie es ist) um eine dauerhafte Alimentierung (=Transferunion), da die Staaten das Geld NIEMALS zurückzahlen werden (können).
Und warum auch? Wer sich erpressbar macht wie D, darf sich nicht beschweren wenn die anderen das ausnutzen.
Die Frage lautet also: Gibt man sich einer (Geld-)Illusion hin oder will man die Wahrheit kennen?
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ends. - #39 10.06.2012 12:05 von
Europa der Eilten
Da undemokratische Euro-Prokekt der Finanz- und Wirtschaftseliten soll nun aufgrund "alternativloser Zwänge" festgezurrt werden. Die Strategie: Ist die Haushaltshoheit der einzelnen Staaten erst mal auf Brüssel übergegangen, gibt es kein Zurück mehr und der Weh in die dauerhafte Transferunion ist frei.
Folgende Interessengruppen sind hier am Werk:
1. Die deutsche Exportindustrie und die deutsche Finanzindustrie.
Deutsche Exporte sollen künftig vom deutschen Steuerzahler über den Umweg der weitgehend zahlungsunfähigen Südländer selbst finanziert werden.
2. Die politische Elite der Eurokraten will dieses "historische" Projekt unbedingt durchsetzen und strebt mittelfristig einen europäischen Zentralstaat unter Herrschaft Brüssels an. Die Mitgliedsländer werden auf Markt- und Kapitalkonformität getrimmt.
3. Eine gewichtige Rolle spielt das anglo-amerikanische Grosskapital: Es strebt einen grossen, lukrativen und gleichzeitig sicheren europäischen Anlageraum für ihre gigantischen Kapitalvolumina an. Dazu braucht es die bedingungslose, dauerhafte Transferunion, die aufgrund der Heterogenität dieser Zone für einen interessanten Anleigezins der Eurobonds sorgt. Die Bonität und Zahlkraft Deutschlands soll die nötige Sicherheit garantieren.
Wichtiger Nebeneffekt: Der Euro insgesamt wird geschwächt und der Dollar bleibt Weltwährung Nr. 1 - ganz wichtig für die Amis.
Diese drei hauptsächlichen Interessenstränge sind eng verwoben. Nicht von ungefähr wurden wichtige Schaltstellen dieser Euro-Zone mit Managern besetzt, die der US-Grossbank Goldman Sachs nahestehen, der Speerspitze der anglo-amerikanischen Grossfinanz.
So wird auch verständlich, dass England vehement auf eine "stabile" Transferunion drängt.
Leider wissen unsere armen Bürger grösstenteils nicht, was da eigentlich gespielt wird und dass die für obige Interessen regelrecht verheizt werden sollen - alternativlos, versteht sich!
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