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Banken im Service-Check: Meine Odyssee mit der Griechen-Anleihe

REUTERSIch bin Euro-Patriot und Renditejäger. Deshalb habe ich mich mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt. Muss ich jetzt um meine Investition bangen, weil das Land einen Schuldenschnitt plant? Das herauszufinden, ist gar nicht so leicht. Ein Report aus der Servicewüste der Finanzindustrie.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...815789,00.html
  1. #50

    Vertrauen?

    [QUOTE
    OK, vielleicht waren wir zu gierig. Aber, liebe Politiker, da ist nebenbei eine Menge Vertrauen in Eure Versprechen kaputtgegangen. Europäische Staatsanleihen? Ich werde nicht mal mehr mit Gummihandschuhen dieses Zeug anfassen. Schaden macht klug. Heute Griechenland, morgen Portugal, dann Frankreich u. Deutschland. Der Glaube an das Schneeballsystem der europäischen Staatsfinanzierung ist weg.[/QUOTE]

    Zu Häme besteht kein Anlass.
    Keiner kann sich vorstellen das ein Staat Pleite geht. Schon deshalb weil er dann von niemandem mehr etwas geliehen kriegt. Ergo sind Staatsanleihen sicher, nicht? Soar die Russen haben trotz ihrer schwierigen Situation bezahlt.
    Nur Argentinien hat, nicht zum ersten Mal frech erklärt es gäbe nichts. Und wie im Fall Griechenland wurde mit formaljuristischen Trick der "Default" umgewandelt in eine endlos laufende Ahneihe zum Minizins. Anderenfalls gibt es nix!
    Fazit: Meine eingangs gemachten Behauptungen sind FALSCH!
    Staaten können sich ihrer Verpflichtungen entziehen. Wie sie das nennen ist mir egal. Sie zahlen einfach nicht, oder nur einen Bruchteil.
    Fazit zwei: Als Argentinien-Geschädigter hab ich meine Lektion gelernt:
    Nie mehr Staatsanleihen!
    Auch keine von Triple-A gerateten Staaten.
    Würden das mehr Investoren so machen, dann kämen die Staaten ins schwitzen ob ihrer "Finanzierung". Denn in Wirklichkeit hat man ja kein Pfand. Nur Vertrauen zählt.
    Und das ist bei mir weg!
  2. #51

    Genau!

    Zitat von hokie Beitrag anzeigen
    Ich beschaeftige mich nicht wirklich mit Griechenland aber ich glaube
    es erfolgt eben keine Auszahlung der aktuell auslaufenden Anleihen sondern eine Umschuldung! (Denn Griechenland hat ja gar nicht so viele potentielle neue Geldgeber und es soll eben keinen BailOut seitens der EU geben, deshalb die erzwungene Umschuldung in neue Anleihen)

    D.h. Sie erhalten "neue" Staatsanleihen (zu einem nennwert von 57% der alten Anleihe), vorzugsweise mit 30jaehriger Laufzeit zu einem miserablen Kupon von 2.xy %.

    Bleiben wir bei ihren Zahlen:
    Sie haben aktuell eine 100 E Anleihe verzinst mit 5.25% faellig am 18.05.13!
    Statt dessen bekommen Sie dafuer nun eine "neue" 57E Anleihe verzinst mit 2.xy% faellig am 18.05.43!

    Oder aber eben einen Zahlungsausfall.
    Was die EU/EZB aber um jeden Preis verhindern will;wird.
    Das wird mit jedem Tag deutlicher!

    Wenn Griechenland, aehm die EU respektive Deutschland es also schaffen den griechischen Laden noch einige Jahre am laufen zu halten, steckt Ihr 'Gewinn' langfristig in den Kupon der neuen Anleihe.
    Je mehr Kupons sie kassieren um so geringer werden aber die Chancen fuer die Anleihe jemals einen Kaeufer zu finden.
    Da man davon ausgehen muss das auch diese "neuen" Anleihen in 30 Jahren nicht bedient werden/koennen (vorausgesetzt Griechenland so lange ueberlebt) sondern wieder nur Zwangsweise umgeschuldet werden muessen!
    Genau das ist zu erwarten, deshalb weg mit dem Dreck, Mund abputzen, weiter machen.
    Aber: Nie wieder "Anleihen"!
  3. #52

    Hier gibts noch Antworten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ich bin Euro-Patriot und Renditejäger. Deshalb habe ich mich mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt. Muss ich jetzt um meine Investition bangen, weil das Land einen Schuldenschnitt plant? Das herauszufinden, ist gar nicht so leicht. Ein Report aus der Servicewüste der Finanzindustrie.

    Banken im Service-Check: Meine Odyssee mit der Griechen-Anleihe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    für ratlose Renditejäger:

    Schuldenschnitt für Kleinanleger: Was wird aus meinen Griechen-Anleihen? - Börse + Märkte - Finanzen - Handelsblatt
  4. #53

    So ein Kollumnist ist schon arm dran... Er muss ja etwas schreiben. Dabei fehlt scheinbar immer die Zeit sich richtig zu informieren. Und Schuld sind immer die Anderen. Und ganz am Ende sowieso die Bank, die dann später auch noch dafür verantwortlich gemacht wird, dass sie den Kauf überhaupt ausgeführt hat... Herr König, gehen Sie auch auch zu Ihrem Volkswagenhändler des Vertrauens um die Ecke und machen Ihn dafür verantwortlich, dass Daimler die Dividende kürzen wird?! Oder zum Frauenarzt wenn sie nicht richtig sehen? Diesen Eindruck bekommt man, wenn man Ihre Kolumne liest. Mittlerweile - und nicht erst seit heute - ist doch jedem Schulkind klar, dass Greichenland pleite ist. Warum also jammern Sie, wenn Sie sich selber Ihr Pausenbrot wegnehmen? Nicht immer sind die Anderen Schuld...
  5. #54

    Zitat von And1roid Beitrag anzeigen
    da bekommt man ja direkt Mitleid...nicht! Selbst Schuld wer so blöd ist und als Privatperson Griechenland-Anleihen gekauft hat.. Klassisch verzockt?!
    normalerweise sind die Leute die so reden auch die ersten, die sich darüber aufregen wenn andere Leute mit "Zockereien" ein paar Tausend Euro dazuverdienen. Typische Hasenfüsse, die ihr Geld lieber auf's Sparbuch legen und zuschauen wie die Inflation ihren Besitz auffrisst, als mal selbst nachzudenken und tätig zu werden (ja, dazu muss man manchmal mutige Entscheidungen treffen!). Die Mutigeren sind in Ihren Augen vermutlich die Bösen, so kann man es sich auch verklären...
  6. #55

    Big Spender

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ich bin Euro-Patriot und Renditejäger. Deshalb habe ich mich mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt. Muss ich jetzt um meine Investition bangen, weil das Land einen Schuldenschnitt plant? Das herauszufinden, ist gar nicht so leicht. Ein Report aus der Servicewüste der Finanzindustrie.

    Banken im Service-Check: Meine Odyssee mit der Griechen-Anleihe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Seit Jahren ist bekannt, dass die Griechen bankrott sind.
    Wer dennoch griechische Staatsanleihen kauft, kann sich als grosszügiger Spender bezeichnen.
  7. #56

    Aber das weiss doch jeder

    Zitat von Pitti Platsch Beitrag anzeigen
    Allerdings muss man auch mal darauf hinweisen, dass noch vor einem Jahr von Seiten der Politik (u.a. Herr Schäuble!) felsenfest behauptet wurde, griechische Staatsanleihen seien sicher.
    .

    Ich dachte dass sei klar:-) wenn ein Sprecher der Bank vor die Mikrofone tritt
    und sagt: unsere Bank hat kein Liquiditaetsproblem, dann ist es bereits zu spaet das Geld abzuziehen. Das selbe mit den Zitaten der Politiker: wenn es in Griechenland alles paletti gewesen waere, warum sollte Schaeuble vor die Presse treten und sagen "Griechenland geht es prima". Nicht weil Politiker zwanghaft luegen oder Banker, sondern halt: wenn alles im Gruenen Bereich ist, gibt es erst gar keinen anlass, einen grossen Auftritt zu veranstalten.
  8. #57

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ich bin Euro-Patriot und Renditejäger. Deshalb habe ich mich mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt. Muss ich jetzt um meine Investition bangen, weil das Land einen Schuldenschnitt plant? Das herauszufinden, ist gar nicht so leicht. Ein Report aus der Servicewüste der Finanzindustrie.

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    Also mal ehrlich...mir fehlen die Worte. Also mein Tip als Bankberater: Nur Beratung erwarten, wo man auch Beratung erwarten kann. Comdirect. Ja die Bank glänzt durch ihr weitverbreitetes Filialnetz. Ihre Beratung vor Ort. Aber es wurder ja gesagt... man is ein Renditejäger. Also nimmt man auch das Produkt, welches durch möglichst niedrige Kosten die Nettorendite am höchsten ausfallen lässt. Und dann das gejammer, dass man bei Fonds oder Zertifikaten immer gleich bequatscht wird. Das mag stimmen, geht hier nur komplett an der Thematik vorbei. Frage: Hat Ihnen die Comdirect beim Kauf der Anleihe speziell eine Empfehlung für den Kauf ausgesprochen? Nein? Na also war es Ihre eigene Entscheidung. Leben Sie damit!
    Aber nein, dann hätte man ja keinen Aufhänger für die skandalösen Zustände, welche sich Ihnen da boten.
    Ich kann mir auch gut vorstellen was passieren würde, wenn man Ihnen den Verkauf empfehlen würde oder gar schon von Anfang an vom Kauf abgeraten hätte und die Anleihen sich als echte Renditeraketen erwiesen hätten. Dann dürften wir uns einen Artikel antun, wie sie von unfähigen Bankberatern um Ihren wohlverdienten Gewinn gebracht wurden.
    Nun wollen Sie sich ja aus jeglicher Eigenverantwortung stehlen. Das Schiff ist schließlich am sinken und es liest sich in den Familienchroniken dann später besser, wenn man andere Menschen dafür verantwortlich machen kann, dass man Geld verloren hat.
    Mein Tipp für sie um Ihr Informationsvakuum zu füllen: Lesen sie Handeslblatt oder sonstige Wirtschaftspublikationen. Oder lesen Sie das Blättchen, aus dem sie Die ISIN / WKN für Ihre Anleihe habe.
  9. #58

    So nicht geplant?

    Zitat von And1roid Beitrag anzeigen
    da bekommt man ja direkt Mitleid...nicht! Selbst Schuld wer so blöd ist und als Privatperson Griechenland-Anleihen gekauft hat.. Klassisch verzockt?!
    Der Anleger handelt im Vertrauen darauf, das der Gläubiger wie geplant seinen Schuldendienst nachkommen kann. Aber: Das Vertrauen kann hin und wieder nicht berechtigt sein. Dann ist der Verlust die logische Folge. Jeder Gläubiger sollte sich also sehr gut überlegen, wie er anlegt. In diesem Falle handelte er wohl ziemlich riskant oder besser gesagt nur dämlich. Die Rettung seiner Anlage dann wiederum anderen aufzubürden ist ebenso unangemessen wie unlogisch oder liegt hier etwa Betrug vor. Eher nicht. Also klar verzockt. Schönen Tag noch.
  10. #59

    Banken

    Der Bericht zeigt überdeutlich, dass der Bürger stets im Stich gelassen wird, sei es von den Banken , sei es von der Regierung.

    Solange er alles widerspruchslos hinnimmt, ist er der "mündige" Bürger.

    Sollte er sich aber wehren, mutiert schnurstracks zum undankbaren, eigensinnigen Wesen, das nicht begreift, wie sehr sich die Politiker und Banken abmühen, das Wohl des Staates und damit das des Bürgers zu garantieren.
    Wecl ein Zynismus








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