Wundert das tatsächlich irgendjemanden? Glaubt man wirklich, dass eine Frau Merkel, die für Herrn Ackermann sogar den Geburtstag veranstaltet, irgendein Gesetz verabschiedet, dass die Banken einschränkt?
Hat die Finanzwirtschaft zur Normalität zurück gefunden? Mitnichten. Das System ist genau so anfällig wie vor der großen Krise. Es wird wieder munter gezockt und die Chance für eine Reform verspielt. Ohne eine rigide Umkehr vom bisherigen Kurs droht schon bald ein neues Finanzdesaster.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...761319,00.html
Wundert das tatsächlich irgendjemanden? Glaubt man wirklich, dass eine Frau Merkel, die für Herrn Ackermann sogar den Geburtstag veranstaltet, irgendein Gesetz verabschiedet, dass die Banken einschränkt?
Aber Herr Kaden, das stimmt doch nicht, dass Banken nichts gelernt hätten. Wenn ein Kind sein Spielzeug mutwillig kaputt macht oder verbummelt, und Mutti besorgt umgehend Ersatz (denn das Kind ist für sie selbstverständlich systemisch), dann lernt es daraus -- was??
Na also, genau das haben die Banken auch gelernt.
Solange die Regierenden sich von diesen angeblichen Göttern wie ein Ochse am Nasenring durch den Stall ziehen lassen wird sich nichts ändern. Aber wollen die politischen Liebediener in den Regierungen etwas ändern an dieser Situation? Ich denke die wollen dieses nicht! Denn das Leben ist ja so schön bei diesen Zahlen und die Pöbel kann und muss ja, wenn es wieder mal schief läuft, das Portmonee aufmachen und die Rechnung bezahlen. Hauptsache die Götter kommen ungeschoren davon, also bitte keine Gotteslästerung!
die können ihren aufgeblähten Geschäftsumfang, ihre einkommensverwöhnten Angestellten und ihre explosiven Gewinnerwartungen nur noch mit "Zocken" aufrecht erhalten, die Zeiten, als man über Omas Sparbuch Geld einnahm und dieses an biedere Handwerksmeister, Mittelständler und Hausbauer wieder auslieh, sind einfach vorbei, damit lassen sich die Edelstahl-Glas-Marmor-Paläste, die feinen Nadelstreifen, die ETWs auf Madeira und die Ferienhäuser in Florida und die SUVs nicht finanzieren ...
Wer geglaubt hat, die Bankster hätten aus der letzten Krise etwas gelernt, ist ein Naivling, der glaubt, diese sehr spezielle Gattung Mensch hätte aus ihren Fehlern gelernt, eine moralische Verantwortung für unsere Gesellschaft u. würde deswegen ihre Raffgier, ihre Skrupellosigkeit u. ihre rücksichtlose Zockerei ad acta legen.
Das über dem Artikel eingeblendete Bild des Frankfurter Bankenviertels mit seinen gigantischen Bauten, das die unheimliche Macht der Finanzindustrie symbolisiert u. das genauso überall auf unserer Erde ähnlich aussieht, ist ein erschreckendes Beipiel für eine aus den Fugen geratene Branche, in der inzwischen Millionen von geldgeilen, nur Profit-orientierten, verantwortungslosen Leuten, unkontrolliert ihr Unwesen treiben können, ohne dass ihnen die Politikerkaste die Grenzen aufzeigt u. ihr gesellschaftsschädliches Handeln unterbindet.
Die nächste, wahrscheinlich noch schlimmere Krise, kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, leider. Wetten dass?
Das teuflische an unserer Finanz"wirtschaft" ist, daß ab einem bestimmten Schuldenstand keine Umkehr oder ein Ausstieg möglich sind. Es gibt eben keine funktionierenden "Abklingbecken" mehr ...
...die Banker an die Kette zu legen hat Merkel, 2008.
Steinbrück hat alle schwindlig gequatscht mit seiner Systemrelevanz, ein einziger deutscher Professor hätte die HRE in die Insolvenz geschickt, passiert wäre: Nichts, außer ein paar Reiche hätten viel Geld verloren.
In den USA wurde seinerzeit der Telfonkonzern AT&T Bell zerschlagen, da seine Macht den Staat bedrohte; es entstanden viele kleinere Baby Bells.
Inzwischen haben Wirtschaftsimperien so viel Macht akkumuliert, dass sie dem eigenen Staat schaden können, ihn in Geiselhaft nehmen, ohne dass der das verhindern kann. Dafür besitzt keines dieser Imperien auch nur die geringste demokratische Legitimation.
Statt klein bei zu geben, muss der Staat sich Mittel verschaffen, um solchen Entwicklungen Paroli bieten zu können. Ein solches Mittel besteht darin, ein derartiges Imperium zu zwingen, sich in kleinere unabhängige Einheiten aufzuspalten. Schafft es das nicht selbst, kann die Aufspaltung auch von einem staatlich eingesetzten Verwalter erzwungen werden.
Das steht dem Schutz des Eigentums nicht entgegen: Es wird kein Eigentum vernichtet, wohl aber ein Machtgefüge, das den Staat bedroht. Unsere Verfassung steht einer solchen Verfahrensweise sicherlich nicht entgegen.