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Ball auf Wiener Hofburg: Protest gegen tanzende Burschenschafter

Massiver Protest gegen einen Ball auf der Wiener Hofburg: Akademische Burschenschaften hatten ausgerechnet am Holocaustgedenktag*zu der Tanzveranstaltung*eingeladen. Rund 20 Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...811933,00.html
  1. #30

    Zitat von core87 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe Sie , liebe linke Leser nicht.
    Die Burschenschaften feiern den Geburtstag des Kaisers, jedes Jahr am 27. Januar (sofern möglich). Und dieser Geburtstag war nachweislich vor dem Holocaust.
    Österreichische Burschen feiern den Geburtstag von Willem Zwo? Lustiger Begründungsversuch.
    Richtiger wäre, dass der Ball seit Jahrzehnten immer am letzten Freitag im Jänner stattfindet.
    Zitat von core87 Beitrag anzeigen
    Was sollen sie denn nun machen ?
    Das Geburtsdatum fälschen ? Warum sollen sie an einem anderen Tag feiern, der Gedenktag des Holocaust könnte genauso gut verlegt werden. Ggf. liegt der auch mit Absicht am 27. Januar.
    Ja, der liegt da mit Absicht. Da wurden die Vernichtungslager in Auschwitz von den Sowjets befreit. Das muss man eigentlich wissen, wenn man mal in D eine Schule besucht hat.
  2. #31

    Eine Sache der Moral!

    Zitat von Sveto Beitrag anzeigen
    Sollte das Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz denn nach Auffassung der Gegner ein Trauertag mit Tanzverbot sein? Freude wäre da doch deutlich angebrachter, und dann darf man wohl auch tanzen, zumal dieser Ball traditionsgemäß immer am letzten Freitag im Jänner stattfindet... Dass die Burschenschaften mit dem NS nichts zu tun haben ist im übrigen eine historische Binsenweisheit...
    Man kann an diesem Tag als Privatmensch tun und lassen was man will... solange man nicht an den Gedenktag denkt. Ist ja wohl klar. Die Burschis aber, die denken dran! Und dann darf man eben nicht! Diese Leute denken an das alles mehr als Otto Normalo. Und zwar denken sie stets revisionistisch dran. Die wollen, dass man nochmal hinsieht, aber bitte nur mit Blick auf die Opfer aus den eigenen Reihen. Es ist ihnen das proportionale Ungleichgewicht des Leids egal, was ja nebenbei Verächtlichkeit für die damaligen Gegner demonstriert,falls der typische Burschi in seinem Suff überhaupt so weit denken kann. (Wenn sie zusammen hocken, saufen und grölen sie bekanntlich ja viel..) Das Ursacherprinzip blenden sie überhaupt gleich aus. Ich habe sie beim "Posten" erlebt, in ORF-Foren zum Beispiel. Üble Dinge konnte man da lesen. Und die in der Hofburg, ausgerechnet an dem Tag! Da kann einem schon schlecht werden!
  3. #32

    Austria

    Unsere Nachbarn können auch demonstrieren? Schön für sie.
    Wogegen wurde denn nun eigentlich demonstriert? Gegen einen Ball? Dann wärs ein bisschen komisch, selbst für die Aussis.
    Falls nämlich gegen den Holocaust demonstriert worden wäre, hätte man ruhig die Burschis einladen können mitzudemonstrieren. Bin mir ziemlich sicher, daß da nicht wenige mitgemacht hätten.
    Die sind nämlich sogar politisch motiviert.
  4. #33

    Ursprungsland

    Zitat von t.h.wolff Beitrag anzeigen
    Ich glaube, hier liegt ein Mißverständnis vor: die Republik Österreich zählt sich zu den Opfernationen des Nationalsozialismus,
    Das ist Ironie auf hoechsten Niveau sein....Oesterreich als Opfer, selten so gelacht

    Das Oesterreich sowohl einen gewissen Adolf H als auch ueberproportional (Bevoelkerungsanzahl) viele fuehrende Nazis gestellt haben ist sicher auch im Alpenland bekannt

    Das Oesterreicher ueber die 50% aller KZ Kommandanten und 1/5 aller SS Freiwilligen waren sollte nochmals in Erinnerung gebracht werden

    Ich zitiere mal frei aus dem Film ueber das Leben des Simon Wiesenthal (The Simon Wiesenthal Story); SW sagte seiner Frau er wolle das Buero nach Wien verlegen. Sie erwiderte "da hat alles angefangen.." leider in der deutschen Version rausgeschnitten!
  5. #34

    .

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Gut. dass die Alliierten nicht mitbekommen hatten, wie in Österreich gejubelt wurde, "heim ins Reich geführt" zu werden.
    Und wenn die Allierten 1945 nicht auf eine autonome Republick Österreich bestanden hätten, dann würde es ganz demokratisch legitimiert heute nur eine deutschsprachige Bundesrepublick geben. Aber das hat man in Österreich heute auch schon vergessen.
  6. #35

    Antifa muss nicht immer "links" sein.

    Zitat von core87 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe Sie , liebe linke Leser nicht.
    Die Burschenschaften feiern den Geburtstag des Kaisers, jedes Jahr am 27. Januar (sofern möglich).
    Burschenschafter seien also Monarchisten? Bei so viel historischer Unwissenheit bleibt mir echt die Spucke weg.
  7. #36

    Was ist mit dem 11.11 oder dem 8.Mai

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Massiver Protest gegen einen Ball auf der Wiener Hofburg: Akademische Burschenschaften hatten ausgerechnet am Holocaustgedenktag*zu der Tanzveranstaltung*eingeladen. Rund 20 Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen.

    Ball auf Wiener Hofburg: Empörung über tanzende Burschenschafter - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Waehrend der 11.11 im Rheinland der Beginn des Karnevals gefeiert wird, wird er als Feiertag wegen der deutschen Kapitulation im 1. Weltkrieg in mehreren europaeischen Laendern begangen. Allerdings seit neuestem in Frankreich zum Gedenken an alle (militaerischen) Opfer in allen Kriegen.
    Auch der 8.Mai, Kapitulation im 2. Weltkrieg(Westalliierte), den uebrigens Giscard d'Estaing schon einmal abgeschafft hatte, soll durch den 9.Mai (Kapitulation Deutschlands vor UdSSR) als 'Tag Europas' ersetzt werden.
    Gedenktage sollen Gedenktage bleiben und zum Nachdenken anregen. Wer sie benutzt um ein politisches Spektakel abzuziehen verhoehnt die Opfer. Wenn traditionnel ein Ball am Tag stattfindet wenn Weihnachten auf Ostern faellt, kann man ihn nicht verlegen auf den Tag an dem der Pfingssonntag auf den Ostermontag faellt.
    Ausserdem kann man niemanden zwingen 'nachzudenken'. In meiner Jugend haben wir eben am Volkstrauertag statt der getragenen Musik deutscher Sender einfach Radio Luxemburg gehoert.
  8. #37

    Selten so viel Blödsinn gelesen wie hier...

    Zitat von Das-tobende-Steuerschaf Beitrag anzeigen
    Zum Datum: war es Zufall, so war es enorm dämlich. War es kein Zufall, war es eine bösartige Provokation.
    Weder noch. Der Ball findet seit was weiß ich wie vielen Jahren immer am letzten Wochenende im Januar statt. Egal ob 25., 26., 27., 28., 29., 30. oder 31. Dazu hätte man aber ohne bösen Willen einen Artikel schreiben müssen.... - der Veranstalter hat nie etwas anderes kommuniziert und es wäre für jeden Journalisten ein Leichtes gewesen!



    ---


    Was die generelle Beschimpfung von Verbindungen in vielen BEiträgen (nein, keineswegs nur Burschenschafter, und schon gar nicht nur "zweifelhafte"!) angeht, erspare ich mir jeden Kommantar.
  9. #38

    Titel!

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Da habe wohl einige die Republik-Werdung Österreichs verpennt.

    Vielleicht um österreichischen Burschenschaften und ihren auserlesene Gästen die Tanzparty zu vergällen? Eine Verschiebung wäre kontraproduktiv, denn dann müssten ja auch die Burschenschaften ihren Termin verschieben, um den Holocaust zu feiern.
    Auch für Sie:

    Der WKR-Ball wird seit Jahrzehnten am letzten Freitag im Februar gefeiert. Daher hat die Wiener Hofburg dem WKR auch immer nur diesen Termin frei gehalten. Ein anderer Termin ist angesichts der vielen Bälle, die auf der Wiener Hofburg gefeiert werden und der Termine der Studenten (zwischen Klausuren und Ferien) sowie der Nähe zum Geburtstag des ehemaligen Kaisers nicht machbar.

    Es wird mitnichten der Holocaust gefeiert. Selbst wenn man mit Ihrer verqueren Sicht eine Verbindung zum Holocaust herstellen wollte, würde man doch wohl kaum die Befreiung Auschwitzs feiern.
  10. #39

    Die alte Nazikeule

    Zitat von götzvonberlichingen_2 Beitrag anzeigen
    Die Deutschen wurden befreit - von einem grausamen Regime, einer korrupten Verbrecherbande die die ganze Welt ins Verderben gestürzt hatte. Wer hier meint besiegt worden zu sein, kommt mit Sicherheit aus der braunen Ecke oder hat nichts begriffen. Wobei das eine ja das andere nicht ausschließt...
    Na na na Steve Holmes hat ganz offensichtlich etwas anderes dargelegt. Nämlich dass die Bezeichnung "Befreiuung" den Eindruck erweckt als wären die Deutschen Opfer. Dabei hat doch die weit überwiegende Mehrheit mitgemacht und das System getragen - und zwar bis zur Kapitulation im Mai 45. Demnach ist die Bezeichnung "Niederlage" weitaus ehrlicher.








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