Bahnprojekt "Stuttgart 21": Gutachter sieht Milliarden-Mehrkosten bei ICE-Trasse

Den Planern des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" droht neuer Ärger: Der Bau der ICE-Strecke nach Ulm könnte nach SPIEGEL-Informationen über zwei Milliarden Euro teurer werden als geplant. Ein Gutachten soll die Kostenexplosion belegen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...715729,00.html
  1. #100

    Andere Bedingungen

    Zitat von dr. kaos Beitrag anzeigen
    Alle Welt staunt seit Jahrzehnten über die Japaner, die es fertigbringen, in einem stark erdbebengefährdeten Gebiet Schnellfahrtrassen mit neuerdings 350km/h zu bauen, uns scheißen sich selber ins Hemd, wenn im Zentrum einer Stadt nur eine Schwelle ausgebaut werden soll. Was seid ihr für Memmen!
    Auch die Japaner könnten heute keine neuen Trassen mehr für eine Schnellbahn bauen. Ein später Versuch auch Narita mit Tokyo über einen Shinkansen zu verbinden scheiterte daran, dass der Antstieg der Grundstückspreise dem Bauvorhaben als Schatten vorausging. Das selbe blühte übrigens jedem Transrapid-Vorhaben. Ideale Bedingungen für derartige Vorhaben bieten sozialistische Länder, wo die Parteiführung entscheidet, wo gebaggert wird und das werktätige Volk weggejagt werden kann. Japan ist allerdings eine Demokratie und hatte das Glück die Shinkansen-Trasse bauen zu können, als Immobilienpreise noch nicht in die Höhe geschossen waren.
  2. #101

    Linke

    Zitat von wago Beitrag anzeigen
    Man hat das Gefühl, dass hier Gutachten gemacht werden, die nichts kosten. Gutachten pi mal Daumen. Seit sich die Grünen und die vereinigte Linke auf das Projekt eingeschossen haben, steigen dievermeintlichen Projektkosten nahezuim Tagesrhythmus. Offizielle 4,5 Mia bei den Grünen sind es 8 Mia bei der vereinigten Linken ca. 12 Mia. Wer diesen "Gutachten" noch traut, kann auch gleich Lottospielen gehen!
    Bei manchen Tübinger Linken gelten die S21-Gegner als Technikfeinde und furchtsame Rentner. Also nicht "Die Linke" mit den S21-Gegnern in einen Topf werfen.
  3. #102

    Eu

    Zitat von Tao08 Beitrag anzeigen
    Jetzt kann man erkennen, wohin der grüne Populismus führt.
    Back to the roots, d.h. zurück auf die Bäume.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...715645,00.html
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    In letzter Zeit nehme ich die Grünen in Baden-Württemberg als populistisch war. Besonders hier bei S21. Wenn die Landtagswahl im März 2011 nicht wäre, würden die Grünen sich nicht derartig verhalten. Für die Grünen sind die Proteste besser als jede Wahlkampfveranstaltung. Aber wie es bei linken Parteien üblich ist, wird bei einer Regierungsbeteiligung sehr schnell der Realismus obsiegen.

    Klar ist K21 billiger, aber welcher Mehrwert für die Stadt und die Region ist dann entstanden? Sollte S21 nicht gebaut werden, bin ich sicher, dass die Gelder von EU, Bund und Bahn (welche den Löwenanteil an dem Projekt ausmachen) nicht 1:1 in K21 fließen werden. Auch nicht in neue Kindergärten und Schulen. Stattdessen wird dann eine andere alternative Route im Europäischen Fernverkehr zwischen Paris und Wien gewählt und Stuttgart wird dann Links liegen gelassen. Dann wird in anderen Städten investiert und deren Bewohner werden nicht dagegen demonstrieren sondern über die Schwaben lachen: „Wie konnte man sich nur so ein Zukunftsprojekt von linken Spinnern und von ihnen verführten Demonstranten wegnehmen lassen“.

    Spätestens dann besinnen sich die Bewohner Baden-Württembergs und wählen wieder mehrheitlich jene Parteien, deren Pragmatismus und Realismus Baden-Württemberg (und Stuttgart) seit dem 2. Weltkrieg stark gemacht haben. So stark, dass (über den Länderfinanzausgleich) sich linksregierte Bundesländer ihre Wohltaten und Experimente überhaupt leisten können (z.B. beitragsfreie Kindergärten, Schulpolitik usw.). Ohne den Länderfinanzausgleich hätte Baden-Württemberg keine Schulden und könnte S21 alleine stemmen.

    P.S. Durch das Erneuerbare- Energien-Gesetz wurde mehr Geld unrentabel investiert als S21 jemals kosten wird. Denn solange es sich für einen Photovoltaik-Besitzer nicht lohnt, den selbsterzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen, ist dies die grüne Variante der Umverteilung von unten nach oben. Wer zahlt denn diese Subvention? Jeder der Steuern zahlt und/oder eine Stromrechnung zu begleichen hat (auch Hartz IV Empfänger).
    welche EU-Gelder fließen für S21?
  4. #103

    tokyo ist gemessen an stgt keine weltstadt

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Auch die Japaner könnten heute keine neuen Trassen mehr für eine Schnellbahn bauen. Ein später Versuch auch Narita mit Tokyo über einen Shinkansen zu verbinden scheiterte daran, dass der Antstieg der Grundstückspreise dem Bauvorhaben als Schatten vorausging. Das selbe blühte übrigens jedem Transrapid-Vorhaben. Ideale Bedingungen für derartige Vorhaben bieten sozialistische Länder, wo die Parteiführung entscheidet, wo gebaggert wird und das werktätige Volk weggejagt werden kann. Japan ist allerdings eine Demokratie und hatte das Glück die Shinkansen-Trasse bauen zu können, als Immobilienpreise noch nicht in die Höhe geschossen waren.
    tja, die fahrzeit vom tokyo hauptbahnhof zum narita airport beträgt ja auch eine stunde und zwanzig minuten.
    keiner meckert.

    sowas ist einer wirklichen möchtegern-weltstadt wie stuttgart natürlich nicht zuzumuten
  5. #104

    Meinungsumfragen

    Zitat von dr. kaos Beitrag anzeigen
    Nein. 30000 Leute gehen auf die Straße. Das sind weniger als 10% der Stuttgarter Bürger. Selbst wenn für jeden zwei weitere dagegen sind, die nicht demonstrieren, dann sind 100.000 Leute dagegen. Immer noch weniger als 20%, ausgehend von ca. 583000 Bürger laut Stat. Landesamt BaWü.

    DAS ist keine absolute Mehrheit, insbesondere wenn man weiß, dass mehr als diese 100.000 den Herrn Schuster und den Landtag BaWü gewählt haben, die FÜR das Projekt S21 sind.

    Aber genauso gehts in KA, wo angeblich eine Mehrheit gegen die Tieferlegung der StraBa in der FuZo ist. Die, die dafür sind, müssen nicht demonstrieren, denn ihre Demo ist die Baustelle und die Bautätigkeit. Das aber ist nicht medial wirksam, so wie das Besetzen von Bäumen oder Baggern.

    In mainen Augen kann man sicherlich streiten, ob S21 oder Tunnel Kaiserstraße sinnvoll sind, aber ich muß auch sagen: Wenns von Mehrheiten, die in Wahlen gewählt wurden, beschlossen wurde und _alle_ gerichtlichen Gegenmassnahmen nicht gefruchtet haben, dann muß man mit der Veränderung leben.

    Insofern bin ich dagegen, die beiden Projekte zu stoppen.

    Allerdings: Warum keiner in 15 Jahren auf die Idee gekommen ist, die Seitenanbeuten des Stuttgarter Bahnhof abzutragen und nach Vollendung des Tiefbahnhofs wieder originalgetreu wieder aufzubauen, ist auch nicht nachvollziehbar.
    Offensichtlich kennen Sie die letzten Meinungsumfragen nicht, nach denen deutlich über 50% der Stuttgarter gegen S21 sind.
  6. #105

    .

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Ein von einem Vegetarier geschriebenes Gutachten würde mit 100%iger Sicherheit zu dem Schluss kommen, dass Fleischessen ungesund ist.
    Was soll das? Jede Partei gibt doch ihre Gutachten mit einer Ergebnisvorgabe in Auftrag.
    Sie wissen offenbar, wer das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Dann sagen Sie es doch bitte,
  7. #106

    Kopfbahnhof

    Zitat von juppzi Beitrag anzeigen
    Europas Bahnland Nr.1, die Schweiz, pumpt Milliarden in den Bau neuer Trassen und Bahnhöfe, ökologisch begründet und finanziert durch eine Schwerverkehrsabgabe.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Ei...entransversale
    Das spricht jetzt aber nicht gerade gegen Kopfbahnhöfe, gegen die Sie doch sonst wettern, zumindest gegen den in Stuttgart.
  8. #107

    sou desu ne

    Zitat von st_anja Beitrag anzeigen
    tja, die fahrzeit vom tokyo hauptbahnhof zum narita airport beträgt ja auch eine stunde und zwanzig minuten.
    keiner meckert.

    sowas ist einer wirklichen möchtegern-weltstadt wie stuttgart natürlich nicht zuzumuten
    Eigentlich meckert auch keiner in Stuttgart. Wer hier in die S-Bahn zum Flughafen fährt, hat eine noch längere Zeitdauer für die Abfertigung vor sich, von der Flugzeit danach ganz zu schweigen.

    Für schlecht informierte Reisende ist es immer eine Überraschung, wenn sie in "Tokyo-Airport" landen und schnell mal ein Taxi in die Innenstadt nehmen. Die Taxirechnung ist nach 70 km gesalzen.
  9. #108

    takushi wa takai desu ne

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    .....
    Für schlecht informierte Reisende ist es immer eine Überraschung, wenn sie in "Tokyo-Airport" landen und schnell mal ein Taxi in die Innenstadt nehmen. Die Taxirechnung ist nach 70 km gesalzen.
    ich gebe zu, dass ich bei der ersten fahrt vom flughafen in die stadt über die dauer überrascht war.

    ich bin aber mit ner bahn gefahren :)
  10. #109

    *

    Zitat von st_anja Beitrag anzeigen
    ich gebe zu, dass ich bei der ersten fahrt vom flughafen in die stadt über die dauer überrascht war.

    ich bin aber mit ner bahn gefahren :)
    Andere sind da wohl schon mal die harte Tour gegangen. ;-)

    電車はタクシーより安いです