Wenn Sie studieren, erhalten Sie keine Unterstützung durch die Agentur für Arbeit oder die ARGE - denn Sie stehen ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.
Das ist übrigens sehr interessant - wenn Sie sich mit eine Studium bilden, um danach einen Beruf auszuüben, erhalten Sie außer eventuell BAföG (und/oder ggf. ein Stipendium) keine Unterstützung vom Staat; aber jemand, der die Schule abbricht und es nicht nötig hat zu arbeiten oder eine Ausbildung anzufangen, der erhält in der Regel ALG II (vulgo Hartz IV).
Rückfrage: Arbeiten statt Studium oder arbeiten während des Studiums?
Die erste Möglichkeit ist denkbar schlecht. Wir brauchen nicht nur Arbeiter, sondern auch Wissenschaftler.
Die zweite Möglichkeit trifft häufig zu. Durch Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge ist jedoch der Stundenplan voller Pflichtveranstaltungen. Wer viel nebenher arbeitet, muss ggf. seine Krankenversicherung selbst zahlen und bekommt weniger BAföG (s.
Eigenes Einkommen - BAföG-FAQ - Studis Online).
Wenn man nicht gerade reiche Eltern hat, ist ein Studium über mehrere Jahre gewollte Armut. Nicht einmal auf die Rente wird die Ausbildung + Studium komplett angerechnet, s.
Anerkennung von Studienzeiten für die Rente - wissenswerte Kenntnisse
Bei Ingenieurstudiengängen ist es auf Fachhochschulen üblich, dass man vorher eine handwerkliche Ausbildung gemacht hat (3,5 Jahre). Wenn man es straff durchziehen kann, bleiben einem 4,5 Jahre (9 Semester) für Bachelor+Master.