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Badminton bei Olympia: Aufschlag zum Skandal

REUTERSTricksten nur die Spielerinnen? Haben ihre Trainer die verhängnisvolle Strategie entworfen? Oder lag der Fehler schon im Turniersystem? Der Skandal um absichtlich verlorene Badmintonspiele bei Olympia hat der Disziplin schweren Schaden zugefügt.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847725,00.html
  1. #1

    Nö, der Vergleich passt überhaupt nicht.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So ist die "Schande von Gijon", als sich Deutschland und Österreich bei der Fußball-WM 1982 schnell auf ein für beide Seiten ausreichendes Ergebnis geeinigt hatten, noch immer in schlechter Erinnerung. Disqualifiziert wurde damals keine der beiden Mannschaften.
    Während sonstige Online-Redaktionen Ihren Lesern erklären, warum die Badminton-Geschichte eben nicht mit Gijon vergleichbar ist und weit darüber hinaus geht, bleibt das hier den Lesern überlassen. ;-)

    In Gijon ergab sich aufgrund des Turniertableaus die Möglichkeit, dass beide Mannschaften weiterkamen, wenn Sie nicht mehr allzuviel am Ergebnis drehen würden. Deutschland hatte auch keinen Grund, denn sie waren dadurch 1) Sieger und zusätzlich 2) Vorrundengruppenerster. Österreich hingegen nahm in Kauf, Verlierer und Vorrundengruppenzweiter zu werden, um nicht zu risikieren noch weiter in der Gruppe hinter Algerien abzurutschen.

    In London WOLLTEN die inkriminierten Mannschaften von Anfang an und mit allen Mitteln VERLIEREN und in der Gruppe ABRUTSCHEN. Dass dann auch noch gegeneinander angetreten wurde, setzte dem ganzen die Krone auf. Die haben nicht den Ball hin und hergeschoben (Ergebnis halten) - sondern bewußt zum eigenen Nachteil ständig ins Netz gehauen (Ergebnis verschlechtern). Der internationale Verband hat daher absolut folgerichtig reagiert - und der chinesische Verband dies auch so akzeptiert - im Wissen, dass die Schnarchis im Westen das dann als "lediglich Gijon" abtun würden.

    Dass ist ein sehr deutlicher Unterschied.

    Beste Grüße
  2. #2

    Unsinniger Spielmodus

    Die betreffenden Spielerinnen haben weder betrogen - das würde eine Täuschungshandlung voraussetzen, an der es lt. Bericht gefehlt hat - noch gegen eine sonstige Regel verstoßen. Sie haben nur versucht, aus einem unsinnigen Spielmodus das Beste für ihre Mannschaft zu machen. Das ist ihr gutes Recht. Der Spielmodus ist umso unverständlicher, als er schon früher aus gleichem Grund zu Ärger geführt hatte. Wollte man vielleicht die favorisierten Chinesinnen bewusst in eine Falle laufen lassen?
  3. #3

    Hm...!

    Zitat von tejah Beitrag anzeigen
    Die betreffenden Spielerinnen haben weder betrogen - das würde eine Täuschungshandlung voraussetzen, an der es lt. Bericht gefehlt hat - noch gegen eine sonstige Regel verstoßen. Sie haben nur versucht, aus einem unsinnigen Spielmodus das Beste für ihre Mannschaft zu machen. Das ist ihr gutes Recht. Der Spielmodus ist umso unverständlicher, als er schon früher aus gleichem Grund zu Ärger geführt hatte. Wollte man vielleicht die favorisierten Chinesinnen bewusst in eine Falle laufen lassen?
    Das sehe ich eigentlich etwas anders. Ich frage mich auch, ob sie das Trauerspiel im TV sehen konnten. Sie werden peinlich berührt sein.

    Die Olympischen Charta verpflichtet dazu, die Sportler in fairem Wettkampf ihr Bestes zu geben. Und eine ungeschickte Turnierplanung berechtigt doch keinesfalls zu einer solchen Farce !

    Auch wenn die chinesischen "Sportlerinnen" favorisiert waren, haben sie sich für den olympischen Wettkampf als komplett ungeeignet erwiesen !
  4. #4

    Zitat von tejah Beitrag anzeigen
    Die betreffenden Spielerinnen haben weder betrogen - das würde eine Täuschungshandlung voraussetzen, an der es lt. Bericht gefehlt hat - noch gegen eine sonstige Regel verstoßen. Sie haben nur versucht, aus einem unsinnigen Spielmodus das Beste für ihre Mannschaft zu machen. Das ist ihr gutes Recht.
    Nee, eben nicht. In den allgemeinen Badminton-Regeln ist recht genau definiert, wann der Tatbestand des Unsportlichen Verhaltens erfüllt ist und welche Konsequenzen das zur Folge hat. Und die Spielweise der disqualifizierten Spieler fällt ganz eindeutig in diese Definition hinein. Der Spielmodus hat damit erstmal nichts zu tun.
    Darüber hinaus ist das Spielverhalten auch nicht mit den offiziellen Richtlinien der Olympischen Spiele vereinbar und auch aus dieser Sicht war die Disqualifikation folgerichtig.
  5. #5

    Nein !

    Zitat von tejah Beitrag anzeigen
    Die betreffenden Spielerinnen haben weder betrogen - das würde eine Täuschungshandlung voraussetzen, an der es lt. Bericht gefehlt hat - noch gegen eine sonstige Regel verstoßen. Sie haben nur versucht, aus einem unsinnigen Spielmodus das Beste für ihre Mannschaft zu machen. Das ist ihr gutes Recht. Der Spielmodus ist umso unverständlicher, als er schon früher aus gleichem Grund zu Ärger geführt hatte. Wollte man vielleicht die favorisierten Chinesinnen bewusst in eine Falle laufen lassen?
    Das sehe ich eigentlich etwas anders. Ich frage mich auch, ob Sie das Trauerspiel im TV schon sehen konnten?! Sie werden peinlich berührt sein!

    Die Olympischen Charta verpflichtet die Sportler dazu, in fairem Wettkampf ihr Bestes zu geben. Und eine ungeschickte Turnierplanung berechtigt doch keinesfalls zu einer solchen Farce !

    Auch wenn die chinesischen "Sportlerinnen" favorisiert waren, haben sie - und ihre Kompilzen - sich für den olympischen Wettkampf als komplett ungeeignet erwiesen !
  6. #6

    Schieflage

    Ich finde das auch extrem unsportlich. Trotzdem wird mit unterschiedlichem Maß gewertet. Stallregie in der Formel 1, Auflaufen der B-Elf in der Championsleague, Schwimmer, die sich in der Vorrunde schonen und nur dritter werden (die haben dann auch nicht nach olympischem Eid ihr Bestes gegeben). Was hat es da nicht schon alles an absichtlichem Verlieren gegeben. Und die Fans der "erfolgreichen" Verlierer fanden es klasse.
    Und jetzt empört man sich - zu Recht -, dann aber bitte jetzt auch überall konsequent.
  7. #7

    ...

    Zitat von kone Beitrag anzeigen
    Das sehe ich eigentlich etwas anders. Ich frage mich auch, ob sie das Trauerspiel im TV sehen konnten. Sie werden peinlich berührt sein.

    Die Olympischen Charta verpflichtet dazu, die Sportler in fairem Wettkampf ihr Bestes zu geben. Und eine ungeschickte Turnierplanung berechtigt doch keinesfalls zu einer solchen Farce !

    Auch wenn die chinesischen "Sportlerinnen" favorisiert waren, haben sie sich für den olympischen Wettkampf als komplett ungeeignet erwiesen !
    Also ich seh das auch wie ihr Vorredner. Wenn die Regeln so sind das der am leichtesten weiterkommt der am schlechtesten spielt, dann ist eben der der Beste der am schlechtesten ist.

    Da haben doch auch beide Teams die gleiche Chance noch schlechter zu spielen als ihre Konkurrenz. Ist sehe nicht wieso das unfair sein soll. Bestenfalls ist diese Regelung unfair für den Zuschauer. Aber dann müssen halt die Regeln geändert werden.

    Jetzt mit so einer schwammingen Charta da anzukommen finde ich mal wieder sehr heuchlerisch. Im Rahmen der bestehenden Regel für seinen persönlichen Erfolg und den Erfolg seinen Landes zu kämpfen ist das Recht jedes Sportlers.
  8. #8

    gerechte Strafe

    Hab mir vorhin im TV kurz einige Szenen des Badmintonspiels angesehen und es war schon mehr als offensichtlich wie auffällig hier versucht wurde absichtlich zu verlieren.
    Die Zuschauer kamen sich total verarscht vor. Sorry, aber wer so dummdreist versucht zu verlieren, hatt es nicht anders verdient.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tricksten nur die Spielerinnen? Haben ihre Trainer die verhängnisvolle Strategie entworfen? Oder lag der Fehler schon im Turniersystem? Der Skandal um absichtlich verlorene Badmintonspiele bei Olympia hat der Disziplin schweren Schaden zugefügt.

    Olympia 2012: Die Sportart Badminton leidet unter dem Skandal - SPIEGEL ONLINE
    Bekomm ich jetzt mein Wetteinsatz wieder?


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