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Bad Nenndorf: Anwohner stellen sich Rechtsradikalen entgegen

DPAJedes Jahr das gleiche Bild: Hunderte Neonazis sind auch in diesem Sommer durch das niedersächsische Bad Nenndorf marschiert. Etwa 1000 Bürger haben sich den Rechtsextremisten mit buntem Protest entgegengestellt.

Neonazis in Bad Nenndorf: Bürger gegen Rechtsextremisten - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Respekt...vor den Bürgern von Bad Nenndorf...

    wäre es doch im Rest der Republik doch auch so....http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108480897/Der-braune-Sumpf-wird-immer-wieder-kleingeredet.html
  2. #2

    Bravo,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes Jahr das gleiche Bild: Hunderte Neonazis sind auch in diesem Sommer durch das niedersächsische Bad Nenndorf marschiert. Etwa 1000 Bürger haben sich den Rechtsextremisten mit buntem Protest entgegengestellt.

    Neonazis in Bad Nenndorf: Bürger gegen Rechtsextremisten - SPIEGEL ONLINE
    ... hoffentlich werden diese wachen Bürger nicht demnächst vom Verfassungsschutz beobachtet. Respekt. Nur so scheint es noch zu gehen.
  3. #3

    wenn sein muss

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jedes Jahr das gleiche Bild: Hunderte Neonazis sind auch in diesem Sommer durch das niedersächsische Bad Nenndorf marschiert. Etwa 1000 Bürger haben sich den Rechtsextremisten mit buntem Protest entgegengestellt.

    Neonazis in Bad Nenndorf: Bürger gegen Rechtsextremisten - SPIEGEL ONLINE
    Dies ist ein Grund warum Niedersachsen keinen Imageschaden wie einige neue Bundesländer hat. Weiter so!
  4. #4

    Mich interessiert nicht wogegen demonstriert wird sonder wofür.

    Fast alle Aktionen gegen Rechtradikalismus stellen den Kampf gegen Neonazis ins Zentrum statt ein Ziel, den Erhalt des freiheitlich demokratische Gemeinwesens ins Zentrum zu stellen.

    Damit ist der Kampf schon verloren, denn gegen Neonazis zu sein heisst eben nicht zwangsläufig für einen freiheitlich demokratische Wertordnung einzutreten.

    Schon die Weimarer Republik wurde auf der Strasse im Kampf antitfreiheitlicher und antidemokratsicher Kräfte um die Vorherrschaft zerrieben.

    Es ist beschämend dass immer die selben Fehler wiederholt werden.
  5. #5

    Kulturfest

    @M.Michaelis
    Ich gebe Ihnen generell Recht. Allerdings fällt es einem bei (in diesem Jahr Gott sei Dank nur) knapp 500 vorbeimarschierenden Nazis schwer an etwas anders zu denken als: "Diese Menschen und ihre Gesinnung will ich hier nicht haben!".
    In Bad Nenndorf ist das Ziel hinter der Gegendemonstration, das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen zu feiern. Das geschieht seit sieben Jahren regelmäßig beim Kulturfest:
    http://www.landes-zeitung.de/portal/lokales/lz-heute/landkreis_Bunte-Botschaft-gegen-Rechtsradikalismus-_arid,441196.html
    Und das ist großartig, denn dieses Fest wird es bestimmt immernoch geben, wenn die Nazis längst nicht mehr nach Bad Nenndorf kommen.
  6. #6

    Stimmt,

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Mich interessiert nicht wogegen demonstriert wird sonder wofür.

    Fast alle Aktionen gegen Rechtradikalismus stellen den Kampf gegen Neonazis ins Zentrum statt ein Ziel, den Erhalt des freiheitlich demokratische Gemeinwesens ins Zentrum zu stellen.

    Damit ist der Kampf schon verloren, denn gegen Neonazis zu sein heisst eben nicht zwangsläufig für einen freiheitlich demokratische Wertordnung einzutreten.

    Schon die Weimarer Republik wurde auf der Strasse im Kampf antitfreiheitlicher und antidemokratsicher Kräfte um die Vorherrschaft zerrieben.

    Es ist beschämend dass immer die selben Fehler wiederholt werden.
    allerdings anders, als Sie es sehen.

    Die Weimarer Republik wurde insbesondere bedroht von den Adeligen und den Miltaristen, welche ihre Privilegien wieder haben wollten. Dem haben sich auch die meisten, angeblich demokratischen Parteien, an der Spitze, wie immer, der Vorläufer der CDU, die Zentrumspartei und die SPD angeschlossen.

    Diese Parteien hatten auch keine Probleme, die Reichswehr und die Vorläufer derr SS, die Reichswehr, auf friedliche Demonstranten schießen zu lassen.

    In der Bürokratie, Verwaltung und Justiz saßen auch ganz überwiegend noch demokratiefeindliche Personen, die am liebsten den Kaiser wieder gehabt hätten.

    Die einzigen die sich dagegen gewehrt haben, waren die Linken, also KPD und USPD.
    MFG
    jolip
  7. #7

    Zitat von lothial Beitrag anzeigen
    @M.Michaelis
    Ich gebe Ihnen generell Recht. Allerdings fällt es einem bei (in diesem Jahr Gott sei Dank nur) knapp 500 vorbeimarschierenden Nazis schwer an etwas anders zu denken als: "Diese Menschen und ihre Gesinnung will ich hier nicht haben!".
    Genau das ist das Problem. Es geht überhaupt nicht primär um die Verteidung von Freiheit und Demokratie, sondern um ideologische Revierkämpfe.
  8. #8

    Einsatzkosten

    Müssen die Neonazis jetzt auch alle Strafen zahlen, weil wegen ihnen 2000 Sicherheitskräfte gebunden wurden? Ähnlich den Teilnehmern an Facebook-Partys? Werden die auch am Arbeits- oder Ausbildungsplatz sowie zu Hause vorher aufgesucht, um "sozialen Druck" auszuüben?

    law blog» Archiv » Bestrafe einen, erziehe hundert
  9. #9

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Damit ist der Kampf schon verloren, denn gegen Neonazis zu sein heisst eben nicht zwangsläufig für einen freiheitlich demokratische Wertordnung einzutreten.
    Ja, aber es sollte der kleinste gemeinsame Nenner einer solchen sein. Deswegen finde ich es in dem Fall vollkommen ausreichend "nur" dagegen zu sein.

    Braucht denn Widerstand gegen diese Erkenntnisresistenten denn jedes mal ein pseudomoralisches Gütesiegel "freiheitlich-demokratisch geprüfter Protest", nur damit sich die Herren des CDU Ortdverbandes nicht mit dem linksradikalen Pöbel müssen?

    Ich bin es leid, mich als linksextrem "brandmarken" zu lassen für eine Sache die eigentlich selbstverständlich sein sollte.








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